

Der jüngste Kader, ein starkes Duo und ein goldenes Händchen – die beeindruckenden Zahlen der FC Bayern Amateure in der Regionalligasaison 2025/26. fcbayern.com blickt auf die abgelaufene Saison zurück und verschafft Euch einen Überblick der wichtigsten und interessantesten Fakten.
Zu Hause ist es einfach am schönsten
Trotz eines vielversprechenden Saisonstarts mit drei Siegen in Folge inklusive der Tabellenführung am dritten Spieltag sollte es eine durchwachsene Saison für die Amateure werden. Sowohl in der Hin- als auch in der Rückrunde hielten sich Siege und Niederlagen die Waage. Nach den ersten 17 Spielen standen die Amateure mit sieben Siegen, ebenso vielen Niederlagen und drei Remis mit 24 Zählern und einer Tordifferenz von 36:28 auf dem neunten Tabellenplatz. Die Rückrunde verlief mit sieben Siegen, drei Unentschieden und sieben Niederlagen (24 Punkte) identisch. Am Ende spielte die Mannschaft von Holger Seitz mit 47 Punkten und Platz acht daher eine eher durchschnittliche Saison. Dennoch lassen einige Statistiken erkennen, dass Seitz mit seiner Mannschaft teilweise Überdurchschnittliches geleistet hat:
Bemerkenswert war zum einen die Moral und Nehmerqualitäten des jüngsten Kaders der Regionalliga Bayern. In 34 Spielen gerieten die Münchner 20 Mal in Rückstand, konnten sich aber trotz gegnerischer Führung noch drei Siege und drei Unentschieden erkämpfen – mehr Punkte nach Rückstand holten diese Saison nur Aubstadt, Eichstätt und Memmingen.
Des Weiteren zeichnete die Zweitvertretung des Rekordmeisters, wie auch die Profis in der Allianz Arena, ihre Heimstärke aus: Mit neun Siegen und vier Unentschieden in 17 Spielen vor heimischer Kulisse gehörten die Bayern Amateure zu den fünf besten Heimteams der Liga und sammelten mit 31 ihrer 47 Punkte sowie 37 der 61 Treffern den Großteil ihrer Zähler und Tore im Stadion an der Grünwalder Straße.

Ein starkes Duo und ein goldenes Händchen
Neben der Heimstärke ist auch die Offensive der FC Bayern Amateure unter den besten fünf der Liga zu finden. Den größten Anteil an den 61 Treffern hatte dabei Anton Heinz, der sich mit 21 Toren in 31 Spielen in seiner ersten Saison für die Münchner sofort die Torjägerkanone in der Regionalliga Bayern sichern konnte. Dabei war die Nummer neun der Münchner nicht nur aufgrund seiner Sicherheit vom Punkt – fünf von fünf Elfmetern konnte er verwandeln – sondern insbesondere wegen seiner wichtigen Tore so wertvoll für Holger Seitz’ Mannschaft. In sieben Spielen erzielte Heinz nämlich den entscheidenden Treffer zum Sieg. Während der Torschützenkönig vor allem für die Tore verantwortlich war, kümmerte sich Guido Della Rovere vornehmlich um die Vorarbeit (10 Assists in dieser Saison). Zusammen kamen Heinz und Della Rovere auf 25 Tore und ganze 14 Vorlagen und bildeten somit eines der drei gefährlichsten Offensiv-Duos der Liga.

Eine weitere Stärke der Bayern war zudem die Möglichkeit, auf talentierte Jugendspieler zurückgreifen zu können. Unter Seitz kamen in dieser Saison aufgrund zahlreicher Verletzungssorgen ein Liga-Rekord von 53 Spielern zum Einsatz. Die Rotation kam insofern der Offensive zugute, dass sich die 61 Saisontore auf insgesamt 20 verschiedene Spieler verteilten – mehr unterschiedliche Torschützen konnte nur Nürnberg II aufweisen.
Unter den besten Trainern der Liga bewegt sich Cheftrainer Holger Seitz zudem in einer anderen Kategorie, denn Seitz bewies nicht nur eine goldene Stimme bei seiner Verabschiedung auf dem Zaun, sondern auch ein „goldenes Händchen“ bei Wechseln: Bei seinen 131 Einwechslungen in dieser Saison wechselte der Übungsleiter der FC Bayern Amateure zwölfmal einen späteren Torschützen ein und in 24 Fällen kam zumindest eine Torbeteiligung von der Bank. Bester Joker der Amateure war dabei Arthur Degraf mit drei Toren und fünf Assists nach 19 Einwechslungen.

Volles Vetrauen in die Jugend
Wie sehr die Bayern-Amateure in der vergangenen Saison auf die Jugend gesetzt haben, ist besonders an den folgenden Zahlen ersichtlich: Mit einem Durchschnittsalter von 19,9 Jahren gingen die Amateure erneut mit dem jüngsten Kader der Regionalliga ins Rennen und stellten am 30. Spieltag gegen die Zweitvertretung des 1. FC Nürnberg mit einem durchschnittlich 19,01 Jahre alten Team sogar die jüngste Startelf der Saison.
Aufgrund der Verletztenmisere sowie etwaiger Wintertransfers gaben über die ganze Saison hinweg 30 Spieler ihr Debüt für die Amateure, wobei neben zahlreichen U19-Spielern wie Maycon Douglas Cardozo oder Deniz Ofli auch die U17-Talente Philipp von Taube, Bastian Assomo sowie Filip Pavić ihre ersten Regionalliga-Minuten sammeln durften.

Den Titel „Jüngster Amateure-Debütant aller Zeiten“ konnte Cassiano Kiala nach dem 5. Spieltag gegen die SpVgg Bayreuth offiziell in seinem Lebenslauf vermerken. Im Alter von 16 Jahren, sieben Monaten und zwölf Tagen lief der Innenverteidiger erstmals in der Regionalliga Bayern für die Münchner auf. Im Laufe der Saison stand Kiala zudem neunmal für die Profis im Spieltagskader und feierte kurz vor Weihnachten beim 4:0-Auswärtssieg gegen den 1. FC Heidenheim sein Bundesliga-Debüt.
Zum Saisonabschluss gewannen die Amateure bei der Viktoria Aschaffenburg:

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