Spieler von Union Berlin laufen nach der Niederlage gegen Schalke über den Rasen
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Gegnercheck

Nach Fehlstart: Union Berlin und die Suche nach der alten Stärke

Eigentlich lief der Auftakt in die neue Saison für Union Berlin verheißungsvoll. Nach dem 4:2 im DFB-Pokal beim Zweitligisten Eintracht Braunschweig feierten die Köpenicker am ersten Bundesliga-Spieltag ein starkes Comeback. Im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt hatten die Eisernen zwar früh mit 1:0 geführt, lagen kurz nach der Pause aber mit 1:3 im Hintertreffen. Dank einer starken Schlussphase inklusive eines Last-Minute-Treffers von Tim Skarke sicherte sich Union aber noch einen Punkt. Den erhofften Rückenwind für die darauffolgenden Partien brachte das 3:3 gegen die Eintracht jedoch nicht.

Niederlagen in Leverkusen und gegen Schalke

Aljoscha Kemlein im Spiel gegen den FC Schalke 04
Aljoscha Kemlein und Union Berlin mussten am Freitag gegen Schalke 04 eine 1:3-Niederlage hinnehmen. | © Imago

Es folgten Niederlagen bei Bayer 04 Leverkusen und zuletzt gegen den FC Schalke 04. Bei der deutlichen 0:4-Pleite in Leverkusen waren die Berliner von Beginn an chancenlos, brachten keinen einzigen Schuss auf das Tor der Werkself zustande und ließen auf der Gegenseite zehn Versuche auf das eigene Gehäuse zu. Gegen Aufsteiger Schalke unterlagen die Köpenicker am vergangenen Freitag an der heimischen Alten Försterei. Nach einem 0:2-Rückstand kamen die Eisernen erneut durch einen Skarke-Treffer in der Nachspielzeit noch einmal heran, mussten aber anschließend das entscheidende 1:3 hinnehmen. Somit rangiert Union nach drei Spieltagen mit nur einem Punkt und einem Torverhältnis von 4:10 auf dem 16. Tabellenplatz – es ist der schlechteste Bundesliga-Saisonstart in der Vereinsgeschichte.

Neu-Coach Lustrinelli auf der Suche nach defensiver Stabilität

Trainert wird Union Berlin seit diesem Sommer von Mauro Lustrinelli. Der frühere Stürmer war zuvor beim FC Thun tätig und schaffte in der vergangenen Saison mit dem Team nach dem Aufstieg direkt den sensationellen Gewinn der Schweizer Meisterschaft. Mit Union sucht der Schweizer aktuell aber noch nach Stabilität.

Mauro Lustrinelli beim Spiel gegen Schalke
Mauro Lustrinelli ist seit Sommer Trainer bei Union Berlin. | © Imago

Insbesondere die in den Vorjahren so starke Defensive sorgt bei den Berlinern derzeit für Sorgenfalten. Nach den Abgängen von Danilho Doekhi und Diogo Leite (beide Lazio Rom) wackelte die Union-Abwehr zuletzt zu häufig und kassierte in den bisherigen vier Pflichtspielen zwölf Gegentore. In den drei Liga-Partien lief zudem immer ein anderes Innenverteidiger-Duo auf. In der Offensive schmerzt nach dem Wechsel von Ilyas Ansah zu Hull City aktuell insbesondere der Ausfall von Andrej Ilić – der Angreifer könnte gegen den FC Bayern aber in den Kader zurückkehren.

Gegen die Münchner wollen die Köpeniker am Freitag ihre Defensiv-Probleme der vergangenen Wochen in den Griff bekommen und dem FCB mit ihrer altbewährten Kompaktheit, gepaart mit schnellem Umschaltspiel und guten Standardsituationen (bereits zwei Tore nach Ecken) Schwierigkeiten bereiten. Für die Bayern gilt es, die sich bietenden Chance mit noch größerer Konsequenz zu nutzen, um dann hoffentlich mit einem Sieg in die Wiesn-Zeit und die anstehende Länderspielpause zu starten.

In den bisherigen 14 Liga-Partien gegen Union Berlin hat der FCB noch nie verloren:

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