Spieler des 1. FC Magdeburg bejubeln ein Tor
© Imago
Vereinslogo FC Bayern München

Pokalgegner im Check

1. FC Magdeburg: Historischer Sieg vor dem Spiel des Jahres

Vor dem DFB-Pokalspiel beim FC Bayern am kommenden Mittwoch (20:45 Uhr) konnte der 1. FC Magdeburg am vergangenen Wochenende eine große Portion Selbstvertrauen tanken. Im Heimspiel gegen den Karlsruher SC bejubelte der FCM einen deutlichen 6:1-Erfolg und feierte damit den höchsten Sieg der Vereinsgeschichte in der zweiten Bundesliga. „Wir haben uns in einen kleinen Rausch gespielt. Es war teilweise toller Fußball. Wenn man für den ganzen Aufwand belohnt wird, ist es einfach schön“, sagte Magdeburgs Cheftrainer Petrik Sander. Mit der Galavorstellung gegen den KSC hatte sein Team die Fans zum Träumen verleitet: „Auswärtssieg, Auswärtssieg“ skandierten die FCM-Anhänger nach dem historischen Erfolg im eigenen Stadion und blickten damit bereits auf den Mittwoch voraus, wo für ihren Club das Spiel des Jahres in der Allianz Arena ansteht.

Spieler des 1. FC Magdeburg jubeln mit den Fans nach dem Sieg gegen Karlsruhe
© Imago

„Die Fans dürfen träumen“, meinte Petrik Sander. „Es muss viel zusammenkommen. Wir werden das Spiel genießen. Viele unserer Jungs kennen das Fluidum in der Allianz Arena noch nicht. Sie werden schon ein bisschen gucken, weil es eine kleine andere Welt ist“, fasste der FCM-Coach die Ausgangslage zusammen. Sein Team geht als krasser Außenseiter in das Pokalduell mit den Bayern. „Trotzdem stehen da auch nur elf Gegner auf dem Platz. Wir werden sehen, was wir in die Waagschale werfen können. Ich freue mich auf das Spiel“, so Sander.

Der 65-jährige frühere Stürmer hatte den 1. FC Magdeburg in der vergangenen Saison nach dem achten Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz der zweiten Liga übernommen und das Team zum Klassenerhalt geführt. In der laufenden Spielzeit konnte der FCM nach einem schlechten Start mit einer 1:6-Heimniederlage gegen Eintracht Braunschweig über weite Strecken überzeugen und rangiert nach neun Spieltagen mit 16 Zählern auf dem fünften Tabellenplatz. Zwei Punkte beträgt der Rückstand auf die Aufstiegsränge.

Mateusz Zukowski schießt einen Elfmeter
Mateusz Zukowski erzielte gegen den KSC zwei Elfmetertore. | © Imago

Insbesondere die Offensive mit Emmanuel Iyoha und Mateusz Zukowski, die zusammen bereits auf elf Treffer in der 2. Liga kommen, sowie Wirbelwind Baris Atik, mit fünf Torvorlagen gemeinsam mit Fabian Reese und Josip Brekalo bester Vorbereiter in der 2. Liga, ist stark besetzt. Im Mittelfeld zieht FC Bayern-Leihspieler Felipe Chávez neben Luka Hyryläinen und Torben Müsel die Fäden. Vor dem erfahrenen Torhüter Dominik Reimann, der das Team als Kapitän anführt, verteidigen meist Anselmo García MacNulty und Tobias Müller zentral sowie Pierre Nadjombe und der ehemalige FCB-Amateure-Spieler Alexander Nollenberger auf den Außenbahnen.

Mit dem Schwung vom höchsten Zweitligasieg der Vereinsgeschichte wollen die Magdeburger den FC Bayern am Mittwochabend auf der großen Bühne Allianz Arena ärgern. Schon einmal hat es der FCM geschafft, den FCB in der zweiten Runde des DFB-Pokals zu bezwingen. In der Saison 2000/01 gelang dem damaligen Viertligisten im heimischen Magdeburg ein 4:2 im Elfmeterschießen gegen die Münchner. Eine Wiederholung dieser Sensation wollen die Bayern am Mittwoch um jeden Preis verhindern und ins Achtelfinale einziehen.

Wir haben mit Giovane Elber über die Pokal-Niederlage in Magdeburg vor 26 Jahren gesprochen:

Logo FC Bayern München

Themen dieses Artikels

Diesen Artikel teilen

Weitere news