Aleks Pavlovic und Kollegen klatschen in Richtung der Fans nach dem 6:1-Sieg im DFB-Pokalspiel des FC Bayern gegen den 1. FC Magdeburg
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Pokalsieg als Mutmacher

Die Qualität bleibt: Bayern bereit für die großen Duelle

Harry Kane hatte an diesem Mittwochabend keine einzige Minute gespielt. Und doch war der frischgebackene Ballon d’Or-Gewinner nach dem 6:1 im DFB-Pokal gegen den 1. FC Magdeburg mittendrin.

Während seine Mitspieler vor der Südkurve Schulterklopfer und Umarmungen austauschten und die Fans ihre Mannschaft mit lautstarkem Jubel feierten, strahlte der Engländer im Trainingsanzug vor Glück. Es ist eine besondere Woche für ihn. Der Einzug ins Achtelfinale passte da nur ins Bild.

Auch Kane sah, wie der Ball geschmeidig durch die eigenen Reihen lief, wie gut die Bewegungen aufeinander abgestimmt waren und wie zielstrebig die Angriffe vorgetragen wurden. Eingestellt von Co-Trainer Aaron Danks, der erneut den erkrankten Chefcoach Vincent Kompany vertrat, zeigte der FCB jene Spielfreude, die ihn aktuell auszeichnet.

Magdeburg verkauft sich gut

„Es war ein richtig guter Abend. In der zweiten Halbzeit hatten wir mehr Kontrolle und mehr Aktionen. Ich bin wirklich glücklich, aber es war nicht immer einfach“, resümierte Danks.

Michael Olise chippt den Elfmeter zum 3:1 ins Tor im DFB-Pokalspiel des FC Bayern gegen den 1. FC Magdeburg
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Tatsächlich war der Weg ins Achtelfinale nicht ganz so geradlinig, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Zwar trafen Michael Olise (10./50. Elfmeter), Ismael Saibari (21.), Alphonso Davies (70.), Nathaniel Brown (73.) und David Santos Daiber (90.+3) für unser Team, doch Magdeburg versteckte sich keineswegs. Der Zweitligist suchte selbst spielerische Lösungen und kam zwischenzeitlich durch Mateusz Zukowski sogar zum Ausgleich (15.).

„Der Gegner war mutig und hat versucht etwas mit dem Ball zu machen. Aber mit der Zeit haben wir besser reingefunden und das Momentum ist auf uns übergeschwappt“, erklärte Innenverteidiger Jonathan Tah. Hier zeigte sich der qualitative Unterschied: Statt hektisch zu werden, erhöhte der FC Bayern das Tempo und fand mit präzisen Pässen in die Tiefe immer neue Lücken in der gegnerischen Defensive. Es war vor allem diese Selbstverständlichkeit, die Eindruck hinterließ.

„Egal wer auf dem Platz steht, auch die Jungs, die reingekommen sind, wir halten als Mannschaft zusammen und jeder ist bereit, seine Leistung abzurufen. Das muss man sich aber erst im Training erarbeiten. Es freut mich, dass es klappt, auch wenn Spieler und aktuell sogar unser Trainer fehlen“, ergänzte Tah.

Tim Binder und David Santos jubeln nach dem 6:1 im DFB-Pokalspiel des FC Bayern gegen den 1. FC Magdeburg
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Es stand eine Mannschaft auf dem Platz, die so jung war wie seit zehn Jahren nicht mehr in einem Pokalspiel des FC Bayern.  25 Jahre und 255 Tage betrug das Durchschnittsalter der Startelf. Die individuelle Qualität war dabei nur ein Teil der Geschichte. Entscheidend war, wie die Mannschaftsteile harmonierten.

Räume wurden erkannt und besetzt, sowie die Angriffe mit Tempo und Präzision vorgetragen. Die 64 Ballaktionen im gegnerischen Strafraum gegenüber lediglich elf der Magdeburger verdeutlichen, wie konsequent Bayern das Spiel in die gegnerische Hälfte verlagerte. Insgesamt standen 19 Torschüsse und ein Expected-Goals-Wert von 3,98 zu Buche.

„Wenn wir im Spiel sind, macht es enorm Spaß. Wir wollen jedes Spiel gewinnen, egal, gegen welchen Gegner, wir wollten weiterkommen“, stellte Nene Brown klar. Der FC Bayern ist inzwischen so gefestigt, dass selbst personelle Rückschläge kaum etwas an seiner grundsätzlichen Spielweise und seinem unbedingten Siegeswillen verändern.

Das spiegelt sich auch in einer bemerkenswerten Serie wider. Seit dem 4:5 bei Paris Saint-Germain Ende April ist der FCB nun seit 18 Pflichtspielen ungeschlagen, zwölf Siege und sechs Unentschieden stehen in diesem Zeitraum in der Bilanz. In der laufenden Saison 2026/27 sind die Münchner damit das einzige Team aus Europas fünf großen Ligen, das noch keine Niederlage hinnehmen musste.

Mit Rückenwind gegen den BVB

All das kommt zur rechten Zeit. Schon am Samstag (18:30 Uhr) wartet mit dem Bundesliga-Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund in der Allianz Arena die nächste große Herausforderung, ehe es in der Champions League zu Atlético Madrid geht (Spielplan). Zwei Begegnungen, in denen die Bayern noch einmal auf ganz andere Widerstände treffen werden als gegen Magdeburg.

Die Mannschaft des FC Bayern stellt ein Spalier für Harry Kane vor Anpfiff des Pokalspiels gegen Magdeburg
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„Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass uns die personelle Gesamtsituation nicht beeinflusst. Aber wir müssen professionell damit umgehen und wenn man darüber nachdenkt, was wir für die tun können, die gerade nicht da sind, dann ist es auf dem Platz das zu zeigen, was wir jetzt gezeigt haben“, blickte Tah kämpferisch nach vorne.

Die Mannschaft geht mit großem Selbstvertrauen in die nächsten Aufgaben. Die Abläufe stimmen, die Spielfreude ist unübersehbar. „Jetzt konzentrieren wir uns auf Samstag. Wir gewinnen auch für unseren Coach, er soll sich ausruhen - aber ich hoffe, dass wir ihn bald wieder sehen“, sagte Brown in Richtung Kompany.

Und dann ist da ja noch King Kane. Der Engländer durfte den Pokalabend ganz entspannt genießen und sich über die Leistung seiner Kollegen freuen. Gegen Dortmund dürfte er wieder mittendrin sein - diesmal nicht im Trainingsanzug, sondern mit der Nummer 9 auf dem Rücken.

Hier gibt es die Stimmen zum Pokalspiel gegen Magdeburg:

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