Noah Codjo-Evora und David Santos bejubeln einen Treffer.
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Faktenlage

Können die Amateure ihr Sonntags-Omen im Stadtderby nutzen?

Das erste Stadtderby seit fünf Jahren steht an. Rot gegen Blau. Der TSV 1860 München empfängt die FC Bayern Amateure. Wenn die Mannschaft von Cheftrainer Dante am Sonntag (18. Oktober, 14 Uhr) bei den Löwen antreten, wird das Grünwalder Stadion Schauplatz eines Derbys mit vielen Zahlen und einer besonders interessanten Sonntagsbilanz. fcbayern.com blickt auf die Faktenlage zum Münchner Stadtduell.

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Sonntagsbilanz pro Amateure

Bevor am Sonntag ein neues Kapitel im Münchner Stadtduell aufgeschlagen wird, lohnt sich ein Blick zurück: Das erste Aufeinandertreffen liegt fast 44 Jahre zurück und endete mit einer knappen 0:1-Niederlage der Amateure im DFB-Pokal. Insgesamt gab es bislang sieben Duelle.
Neben zwei Remis konnten die Amateure drei dieser Duelle für sich entscheiden, zweimal setzten sich die Löwen durch. Im Schnitt fallen pro Stadtderby 2,43 Tore, wobei die Torbilanz mit 9:8 Treffern knapp für die Bayern spricht. Zudem können die Roten auf eine positive Bilanz der Sonntagsduelle blicken: In allen vier Spielen blieben sie ungeschlagen. In der 3. Liga gab es jeweils ein Unentschieden, in der Regionalliga Bayern konnten die Bayern beide Duelle für sich entscheiden.

Amateure finden immer besser in den Rhythmus

Derrick Köhn bejubelt sein Tor im Derby.
Mit seinem Tor zwei Minuten vor Spielende machte Derrick Köhn im letzten Stadtderby in der Regionalliga Bayern alles klar. | © Imago

In der aktuellen Saison stehen die Bayern nach einem holprigen Start mit einer ausgeglichenen Bilanz da – vier Siege, vier Unentschieden und vier Niederlagen. Damit rangiert die Mannschaft von Cheftrainer Dante auf Rang elf. Der Stadtrivale dagegen konnte bereits sechs Siege einfahren und steht mit 24 Punkten auf Platz drei. Mit Blick auf die vergangenen Wochen zeigt sich jedoch ein anderes Bild: Die Amateure sind seit fünf Partien ungeschlagen. 1860 konnte mit dem jüngsten Sieg gegen Bayreuth (2:1) am vergangenen Dienstag seine Serie auf drei Spiele ohne Niederlage ausbauen.

Auch nach Rückständen bewiesen die Bayern bislang mehr Durchhaltevermögen. Sie holten in dieser Saison bereits vier Punkte, nachdem sie ins Hintertreffen geraten waren. Bei 1860 München steht in solchen Situationen dagegen erst ein Punkt zu Buche.

Jung gegen erfahren

Richard Ajayi führt den Ball am Fuß.
Richard Ajayi lief in dieser Saison bereits acht Mal für die Amateure auf. | © FC Bayern

Der Altersunterschied zwischen beiden Mannschaften ist beträchtlich. Während die Amateure auf einen Altersschnitt von 19,5 Jahren kommen, liegt derjenige der Löwen mit 24,6 gut fünf Jahre höher. Im vergangenen Spiel der Amateure gegen Bayreuth stellte der FCB mit einem Durchschnittsalter von 17,91 Jahren sogar die jüngste Startelf der Amateure auf. Mit Matouš Srb, Bastian Assomo, Filip Pavić, Matteo Maric und Richard Ajayi kamen in dieser Spielzeit bereits fünf Akteure im Alter von 16 Jahren zum Einsatz.

Cheftrainer Dante gestikuliert an der Seitenlinie.
Aus seinen vielen Jahren als Spieler weiß Dante was ein Derby bedeutet, nun wird er sein erstes als Cheftrainer an der Seitenlinie betreuen. | © Goldberg

Bayern mit spätem Zug zum Tor

Wirft man einen Blick auf die Torverteilung nach Minuten, zeigt sich, dass die Löwen die meisten Tore in der Anfangsviertelstunde sowie zwischen der 46. und 75. Minute erzielen. Der Spielstart und der Beginn der zweiten Halbzeit gehören damit zu den Phasen, in denen 1860 besonders viel Druck ausübt. Die Bayern strahlen zwischen der 16. und 30. Minute sowie in der Schlussviertelstunde die meiste Torgefahr aus. Zudem hat der Nachwuchs des deutschen Rekordmeisters mit zwei Treffern in der Nachspielzeit bereits bewiesen, dass ein Spiel auch in der Schlussphase noch seine Richtung ändern kann.
Blickt man auf die Gegentorverteilung, fällt eines besonders auf: Die Bilanz der Bayern ist mit sieben Gegentoren in der ersten Halbzeit und sechs nach dem Seitenwechsel nahezu ausgeglichen. Die Löwen mussten dagegen zwölf ihrer 15 Gegentore nach der Pause hinnehmen.

Torgefahr auf mehreren Schultern

Noah Codjo-Evora springt in die Luft.
Der Mann der Stunde mit vier Treffern in den letzten vier Spielen: Noah Codjo-Evora. | © FC Bayern

Aufseiten des TSV 1860 ragt ein torgefährliches Trio heraus, auf das die Bayern-Defensive während des Derbys ein besonderes Auge werfen muss: Michael Eberwein, Florian Niederlechner und Tunay Deniz, der das Duell aufgrund einer Knieverletzung verpassen wird, erzielten zusammen 15 der 27 Saisontore. Damit geht mehr als die Hälfte der bisherigen Treffer auf das Konto dieser drei Akteure. Auch beim FC Bayern verteilt sich die offensive Verantwortung auf mehrere Schultern. Noah Codjo-Evora, David Heindl und Assomo bilden mit zusammen neun Treffern das torgefährlichste Trio der Amateure. Mann der Stunde: Codjo-Evora traf zuletzt gegen Unterhaching zum zwischenzeitlichen 1:0 und war damit in vier aufeinanderfolgenden Spielen erfolgreich.

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