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'Große Herausforderung'

FCB freut sich auf bayrisch-fränkisches Derby

Wer hätte das gedacht? Vom Tabellenbild her scheint das 188. bayrisch-fränkische Derby zwischen dem 1. FC Nürnberg und dem FC Bayern eine klare Sache. Hier der souveräne Spitzenreiter, der mit 13 Punkten Vorsprung die Liga dominiert. Dort der Tabellen-15., der nur aufgrund der besseren Tordifferenz nicht auf einem Abstiegsplatz steht. Doch ein Blick auf die Rückrundenbilanz zeigt: Mit dem FCB (6 Punkte, 7:0 Tore) und dem Club (6/7:1) stehen sich am Samstag (ab 15:30 Uhr im Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) die beiden besten Mannschaften des Jahres 2014 gegenüber.

„Das ist ein großes Derby, das ist immer speziell“, sagte Bayern-Trainer Pep Guardiola am Freitag vor dem Abschlusstraining seiner Mannschaft an der Säbener Straße. Vor seinem ersten Gastspiel in Franken weiß der Spanier aber bereits, dass seine Elf im seit Wochen ausverkauften Nürnberger Grundig Stadion nicht auf Gastgeschenke hoffen darf. „Es ist immer schwierig, in Nürnberg zu gewinnen. Für uns ist das eine große Herausforderung und die nächste Gelegenheit, drei Punkte zu holen.“

Zuversicht beim Club

Das sieht man beim Club aus Nürnberg genauso und blickt dem Duell mit dem FCB daher voller Vorfreude entgegen. „Für uns ist dieses Derby ein Riesenereignis, wir können uns mit der besten Mannschaft der Welt messen. Wir werden versuchen, ein gutes Spiel zu absolvieren“, meinte der ehemalige Münchner Markus Feulner im Interview mit fcbayern.de. „Ich hoffe, dass wir ein wahnsinnig gutes Spiel abliefern und die Bayern vor richtige Probleme stellen.“

Nach einer enttäuschenden Hinrunde ohne dreifachen Punktgewinn sind die Franken mit zwei Erfolgen (4:0 gegen Hoffenheim, 3:1 bei Hertha BSC) in die Rückserie gestartet und haben zum ersten Mal seit dem 7. Spieltag die Abstiegsränge verlassen. „Erreicht haben wir aber noch nichts. Wir brauchen noch viel mehr Punkte“, weiß Feulner, dass es bis zum Klassenerhalt „noch ein langer Weg ist. Wir dürfen nicht nachlassen.“

Immer knappes Ergebnis

Daher will der 1. FCN nach dem besten Rückrundenstart der Vereinsgeschichte auch gegen die Bayern nachlegen, zumal sich die jüngste Heimbilanz gegen den Rekordmeister durchaus sehen lassen kann: Von den letzten sechs Partien vor eigenem Publikum verlor Nürnberg nur eine, dazu gab es einen Sieg und vier Remis. „Wir glauben daran, dass wir auch gegen die Bayern etwas holen können“, sagte Stürmer Daniel Ginczek.

Doch das will der Triple-Gewinner tunlichst verhindern, auch wenn sich Guardiolas Spieler eine Woche nach der 5:0-Heimgala gegen Eintracht Frankfurt der Schwere der Aufgabe durchaus bewusst sind. „Es wird ein ganz anderes Spiel als gegen Frankfurt. Wir spielen auswärts und haben in den letzten Jahren in Nürnberg oft nicht gut gespielt“, blickte Jérôme Boateng auf die vergangenen Duelle zurück. Nürnberg sei „sehr heimstark“ und in den letzten Spielen sei es „immer sehr knapp“ zugegangen. Allerdings betonte Boateng: „Es liegt in erster Linie an uns, wir müssen dagegen halten und ein hohes Level erreichen.“

Ein frühes Tor

Auch Xherdan Shaqiri erwartet gegen die wiedererstarkten Nürnberger ein „schweres Spiel. Wir müssen Nürnberg von Anfang an unter Druck setzen und versuchen, so schnell wie möglich ein Tor zu schießen. Wenn wir in Nürnberg hinten liegen, ist es immer schwierig, das wieder aufzuholen“, so der Schweizer Nationalspieler. „Wir wissen, dass es nicht einfach wird. Wir müssen ein gutes Spiel hinlegen, um dort zu gewinnen.“

Im Vergleich zur Vorwoche muss Guardiola kurzfristig Franck Ribéry ersetzen, der sich am Donnerstag einem operativen Eingriff unterziehen musste und zumindest am kommenden Wochenende ausfällt (fcbayern.de berichtete). Für Bastian Schweinsteiger, der seit Mittwoch wieder am Mannschaftstraining teilnimmt, kommt die Partie in Nürnberg wohl noch zu früh. Ansonsten hat Guardiola aber alle Akteure an Bord.

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