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Derby beim FCA

'Augsburg wird nicht die weiße Fahne schwenken'

Den Kopf freibekommen, die Sonne genießen: Am Freitag durften die Bayern noch mal die Seele baumeln lassen. Holger Badstuber etwa zog es zum Entspannen ins Freie. Nur Mario Götze, Franck Ribéry und Medhi Benatia arbeiteten an der Säbener Straße – und natürlich Pep Guardiola, der sich intensiv mit der nächsten Aufgabe beim FC Augsburg (Sonntag, 17:30 Uhr, live im Webradio und im Ticker) auseinandersetzte.

„Ich werde meine Spieler bestmöglich vorbereiten“, kündigte der Cheftrainer des FC Bayern an, der sich nicht nur die letzten Auftritte der Augsburger, sondern auch das bisher letzte Duell der Münchner gegen die schwäbischen Bayern noch mal genauer anschauen wird. Große Bedeutung misst Guardiola dem knappen 2:1-Erfolg aus dem September 2015 aber nicht mehr bei, am Sonntag warte schließlich „ein neues Spiel“ auf den FCB.

„Die Qualität der Spieler, des Trainers, der Platz, die Stimmung“ – der Bayern-Trainer weiß um die Stärken des FC Augsburg. „Immer schwer“ sei es gegen den Europa-League-Teilnehmer, den Guardiola auch am Sonntag „aggressiv“ erwartet. Philipp Lahm springt seinem Coach zur Seite: „Augsburg ist immer ein unangenehmer Gegner für uns gewesen. Sie sind sehr laufstark und sehr diszipliniert in der Abwehrarbeit.“

Alonso fehlt – Trio vor Rückkehr?

Das weiß auch Thomas Müller. „Ich erwarte nicht, dass Augsburg zu Hause die weiße Fahne schwenkt“, erklärte der Nationalspieler, der in Bochum mit zwei Assists seine starke Form unterstrichen hatte. „Ein Auswärtsspiel in Augsburg im Februar - da gibt es sicherlich angenehmere Aufgaben, und deswegen müssen wir da schon etwas tun, damit wir gewinnen.“

Ob der Kader im Vergleich zum Spiel in Bochum wieder größer wird – in Westfalen standen Guardiola nur 17 statt der erlaubten 18 Profis zur Verfügung –, konnte Guardiola am Freitag noch nicht verraten. Erst am Samstag entscheide sich, ob etwa die zuletzt ins Teamtraining zurückgekehrten Mario Götze, Franck Ribéry und Serdar Tasci für einen Kaderplatz in Frage kommen, so der Cheftrainer. Ersetzen muss der Spanier in jedem Fall Xabi Alonso, der nach seiner Gelb-Roten Karte aus dem Leverkusen-Spiel zuschauen muss.

Geht es nach FCA-Trainer Markus Weinzierl, sind die Rollen klar verteilt. „Bayern ist immer der Favorit, weil sie eine der besten Mannschaften der Welt sind. Deshalb wird es sehr schwer für uns“, glaubt der 41-Jährige, der mit Daniel Baier (Haarriss im Sprunggelenk) auf einen Schlüsselspieler verzichten muss. Doch Weinzierl gibt sich kämpferisch: „Wir werden uns gut vorbereiten, die Außenseiterrolle annehmen und an den geringen Prozentsatz glauben, dass man Bayern München schlagen kann.“

Infos zum Gegner FC Augsburg

  • Es fehlen: Daniel Baier (Haarriss im Sprunggelenk), Jan-Ingwer Callsen-Bracker (Wadenbeinbruch und Sprunggelenksverletzung)
  • Noch fraglich: Alexander Manninger (Bronchitis), Dong-Won Ji (Knieprobleme)
  • Trainer Markus Weinzierl: „Wir haben in den letzten beiden Jahren einmal pro Saison gegen Bayern gewonnen, wissen aber auch, dass wir sie dort zu glücklichen Zeitpunkten erwischt haben. Am Sonntag wird Bayern das Spiel gewinnen wollen und ist sicher hochmotiviert. Wir brauchen einen Sahne-Tag und die Zuschauerunterstützung.“

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