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'In Köln ist es nie einfach'

FCB mit klarem Kopf in die Domstadt

Noch keiner hat ihn gesehen, oft wird über ihn gesprochen, sicher ist aber nur: Er sitzt im Kopf. Und am Samstag, wenn der FC Bayern beim 1. FC Köln antritt (15:30 Uhr, live im Ticker und im FCB.tv-Webradio), spielt jener Schalter wieder eine entscheidende Rolle. Es gilt umzuschalten. Vom Champions-League-Thriller gegen Juventus Turin, vom Viertelfinal-Los Benfica Lissabon auf den Bundesliga-Neunten aus der Domstadt. „In Köln ist es nie einfach. Die Fans werden versuchen, ihre Mannschaft nach vorne zu peitschen. Wir müssen unseren Fokus voll auf das Spiel legen“, weiß David Alaba.

Volle Konzentration forderte auch Sportvorstand Matthias Sammer. Nach dem gelungenen Viertelfinal-Einzug in der Königsklasse dürfe man nicht zu euphorisiert sein „und dann im Alltag stolpern. Das passiert relativ oft, wenn man im Kopf nicht klar ist.“ Juventus abhaken, dazu mahnte Pep Guardiola. „Jetzt müssen wir an das nächste Spiel denken.“

Denn im Kampf um die Deutsche Meisterschaft dürfe man sich keine Blöße erlauben. „Fünf Punkte Vorsprung auf Dortmund sind gar nichts“, betonte Guardiola, „ die Spieler kennen die Situation: Jedes Spiel ist ein Finale, in der Champions League und auch in der Bundesliga.“ Sammer sagte:
„Wir haben nichts zu verschenken.“

Ohne Robben, mit Martínez

Die Bayern rechnen in Köln wie im Hinspiel (4:0) mit einem defensiv eingestellten Gegner, der auf Konter lauert. „Es wird ein schweres Spiel. Köln hat große Qualität im Defensiv-Verhalten“, meinte Guardiola, der nach dem Turin-Spiel keine weiteren Ausfälle zu beklagen hat. Neben Jérôme Boateng und Holger Badstuber fehlt aber weiter auch Arjen Robben (Adduktorenprobleme). „Arjen ist nicht groß verletzt, kann aber morgen noch nicht spielen“, berichtete der FCB-Coach. Javi Martínez hingegen steht nach mehrwöchiger Verletzungspause vor dem Comeback. „Javi ist fit und okay. Er hat beim Training keine Schmerzen und ist optimistisch.“

Bei frühlingshaftem Sonnenschein stand beim Abschlusstraining am Freitagmittag - gerade mal 38 Stunden nach den 120 Minuten gegen Juventus - die Regeneration im Mittelpunkt. „Alle waren sehr müde. Aber ich denke, es gibt keine großen Probleme. Die Beine sind besser, als wenn wir gegen Juventus verloren hätten“, meinte Guardiola, der sich bisher auf seine Mannschaft immer verlassen konnte. Alle bisherigen sieben Bundesligapartien im Anschluss an die Champions League hat der FCB gewonnen. Mit 22:1 Toren. Die Bayern wissen also, wie man den Schalter umlegt.

Informationen zum Gegner:

  • Es fehlt: Kevin Vogt (Fußprellung)

  • Trainer Peter Stöger: „Die Jungs sind voller Vorfreude. Alle brennen und unterhalten sich ständig darüber, wie sie den Bayern Probleme bereiten können. Wir müssen versuchen, über unser Umschaltspiel und Konter zu Chancen zu kommen.“

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