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'Nicht auf Fehler warten'

Drei Punkte fürs Titelrennen - und den Bayern-Rhythmus

Als Pep Guardiola nach den Tattoos von Arturo Vidal gefragt wurde, lachte der gutgelaunte Katalane nur, ging kurz in sich und verpasste beinahe die nächste Frage. Es sollte das einzige Mal an diesem Freitag bleiben, dass sich der Trainer des FC Bayern neu fokussieren musste. Schnell war klar: Guardiola und die Bayern sind voll auf den Südschlager beim VfB Stuttgart (Samstag, 15:30 Uhr, live im Webradio und im Ticker) eingestellt!

„Es sind nur noch sechs Spiele. Mit jedem Spiel kommen wir unserem wichtigsten Ziel näher“, weiß der Bayern-Coach um die Bedeutung des Auswärtsspiel im Schwabenland, wo der FCB „die nächsten drei Punkte einfahren“ soll, wie Philipp Lahm vorgab. Guardiola weiß, dass der FC Bayern im Meisterrennen „nicht auf Fehler anderer Klubs warten“ könne, um am Ende oben zu stehen. „Wir müssen unsere Spiele selbst gewinnen. Vielleicht ist das gut für unseren Rhythmus.“

Eine schwungvolle Vorstellung werden die Münchner in Stuttgart wohl brauchen. Mit 33 Zählern hat sich der Tabellenzwölfte zwar noch nicht seiner Abstiegssorgen entledigt, die Formkurve zeigt jedoch stark nach oben: Der Meister von 2007 stellt derzeit die viertbeste Rückrundenmannschaft. Unter dem aktuellen Trainer Jürgen Kramny spiele der VfB „ein bisschen anders“ (Guardiola) als etwa noch im Hinrunden-Duell, das der FC Bayern gegen die damals von Alexander Zorniger betreuten Schwaben mit 4:0 gewinnen konnte.

Weiße Weste nach CL-Spielen

„Sie haben schnelle, physisch starke Spieler – Kostic, Werner, Didavi“, zählte Guardiola auf, der sich auch über die gegnerische Defensivreihe Gedanken machte. „Von unseren letzten sieben Gegnern hat nur einer nicht mit einer Fünferkette gegen uns gespielt“, so der Katalane, der vermutet, dass auch die Stuttgarter die Räume besonders eng halten wollen. „Mit unseren Außenstürmern spielen wir sehr breit“, erklärte Guardiola, „unsere Gegner wollen sie außen nicht alleine lassen.“

VfB-Trainer Kramny muss derweil sein Mittelfeld umbauen. Defensivspezialist Serey Dié zog sich beim 2:2 in Darmstadt vorige Woche einen Sehnenabriss an den Adduktoren zu und fällt für den Rest der Saison aus. „Ob wir mit zwei Sechsern oder einem Sechser, zwei Achtern und einer Zehn antreten, wird man sehen“, so Kramny. Die Bayern indes, die alle acht Bundesliga-Spiele nach einem Champions-League-Spiel gewonnen haben (Torverhältnis: 23:1), müssen ohne Holger Badstuber, Jérôme Boateng, Medhi Benatia und Arjen Robben auskommen.

Informationen zum Gegner VfB Stuttgart:

  • Es fehlen: Serey Dié (Sehnenabriss an den Adduktoren), Kevin Großkreuz (Muskelbündelriss), Daniel Ginczek (Reha nach Kreuzbandriss)

  • Trainer Jürgen Kramny: „Dieses Spiel ist natürlich eine Riesenherausforderung für uns. Es wird darauf ankommen, dass wir geschlossen als Gruppe defensiv gut arbeiten und zugleich in der Offensive mutig sind. Die Spieler sowie ich freuen uns auf diese Aufgabe.“

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