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Ancelottis Pflichtspiel-Debüt

FCB will Saison mit Supercup-Sieg einläuten

Meister gegen Vizemeister, Pokalsieger gegen Pokalfinalist, FC Bayern gegen Borussia Dortmund - hochklassiger als mit dem Duell der „zwei besten Mannschaften Deutschlands der letzten zehn Jahre“, so FCB-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, kann eine Saison wohl nicht beginnen. Und so kämpfen die beiden Teams am kommenden Sonntag (20:30 Uhr) knapp zwei Wochen vor dem Auftakt in die 54. Bundesliga-Spielzeit im ersten Pflichtspiel gleich um den ersten Titel: Dem deutschen Supercup.

„Für uns sind alle Wettbewerbe wichtig“, sagte Trainer Carlo Ancelotti vor seinem ersten „offiziellen Spiel“ auf der Bayern-Bank, das gleich ein Finale ist. „Das wird ein wichtiges und schweres Spiel. Es wird nicht einfach für uns. Aber wir wollen gut spielen, wir wollen einen guten Teamgeist zeigen. Wir haben viel Selbstvertrauen und werden versuchen zu gewinnen“, meinte Ancelotti, der seine umfangreiche Trophäensammlung vergrößern möchte.

„Das wird ohne Frage ein gutes Spiel, davon bin ich überzeugt“, freut sich Rummenigge auf eine Partie mit „viel Spannung, viel Emotionalität“. Und auch der Vorstandsvorsitzende des Rekordmeisters hofft, dass Ancelotti bei seiner Premiere gleich den Titel nach München holt. „Da wir in den letzten drei Jahren leider das Spiel jeweils nicht gewonnen haben, hoffe ich, dass wir diesmal den Pokal gewinnen und die Saison mit diesem Supercup einläuten. Das wäre schön!“

BVB mit personellem Umbruch

Ancelotti kündigte im Vorfeld der Partie an, in Dortmund auf Experimente verzichten zu wollen und die beste zur Verfügung stehende Elf aufzubieten. Also auch die EM-Teilnehmer, die erst vor einer Woche das Training aufgenommen haben. „Sie haben gut gearbeitet. Ich denke, dass meine Mannschaft bereit ist“, erklärte der Italiener, der in Dortmund aber auf Jérôme Boateng, Arjen Robben, Holger Badstuber, Douglas Costa und Neuzugang Renato Sanches verzichten muss.

„Es ist schöner, mit so einem Spiel zu starten als mit einem Nullachtfünfzehn-Spiel. Es geht um einen Titel“, freute sich Weltmeister Thomas Müller auf das Duell mit dem BVB, der in den vergangenen Wochen einen großen personellen Umbruch zu verzeichnen hatte. Acht Neuzugängen, darunter die beiden FCB-Abgänge Sebastian Rode und Mario Götze, stehen die Abgänge von drei Leistungsträgern mit FCB-Rückkehrer Mats Hummels gegenüber.

Doch die Integration der Neuen benötigt Zeit, das weiß auch Trainer Thomas Tuchel nach zwei 0:1-Niederlagen gegen Sunderland und Bilbao ein. „Es gab schon bessere Phasen, um Bayern München herauszufordern. Nach den Eindrücken der letzten beiden Testspiele sind wir gut beraten, die Ansprüche gegen die Bayern nicht zu groß werden zu lassen.“ Doch ganz gleich, mit welchen Formationen beide Trainer auch auflaufen werden, das Duell zwischen Bayern und Dortmund „ist immer etwas Besonderes, auch für die Fans“, bemerkte Thomas Müller.









 

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