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Zu Gast in Bremen

Rückrundenauftakt „gegen ein anderes Team“

Der Rückrundenauftakt beschert den Bayern-Fans einen echten Klassiker, denn der Tabellenführer tritt am Samstag zum 18. Spieltag beim SV Werder Bremen an (15:30 Uhr, live im Ticker und im Webradio). Bereits 101 Mal gab es diese Partie in der Bundesliga und 50 Mal hatte der deutsche Rekordmeister das bessere Ende für sich. So wie auch am ersten Spieltag dieser Saison, als man die Hanseaten mit 6:0 aus der Allianz Arena fegte. „Es war ein gutes Spiel“, erinnerte sich Carlo Ancelotti an sein erstes Ligaspiel auf der Bayernbank, fügte aber sofort an: „Ich denke, dass Bremen sich verändert hat. Wir spielen gegen ein anderes Team.“

Doch egal wie die der aktuell 15. der Liga auftreten wird, der Italiener will unbedingt mit drei Punkten zurück nach München reisen. Deswegen ließ der 57-Jährige unter der Woche erneut hart trainieren. „Ich bin mit dem Training sehr zufrieden. Eigentlich muss ich jeden spielen lassen. Aber das ist unmöglich“, sagte Ancelotti. Vor allem in der Offensive hat er derzeit die Qual der Wahl. Franck Ribéry, Douglas Costa, Thomas Müller, Arjen Robben und Kingsley Coman (nach überstandener Verletzung) sind fit und drängen neben Robert Lewandowski auf einen Platz in der Startelf.

Vidal und Thiago müssen passen

„Für mich ist es immer schwer, einen Spieler auf die Bank zu setzen. Franck ist derzeit in sehr guter Verfassung, aber Costa eben auch“, beschrieb der Trainer sein Dilemma. „Kingsley ist auch fit. Er ist eine Option für uns und ich würde ihm am Samstag gerne Spielminuten geben.“ Definitiv keine Option für Samstag sind der langezeitverletzte Jérôme Boateng sowie  Arturo Vidal (Rippenprellung) und Thiago (Aufbautraining).

Zählen kann Ancelotti aber auf Lewandowski, der in der letzten Partie einen Doppelpack schnürte und nun der zweitbeste ausländische Angreifer aller Zeiten. Vor ihm (135 Tore) liegt nur noch Claudio Pizarro (190), gegen den es am Samstag geht. Nicht nur wegen dieses Rekordes hofft der ehemalige Münchner, dass er gegen seine alten Kollegen seine 707 Minuten andauernde Torflaute - die längste seiner bisherigen Karriere - beenden kann.

Nouris Premiere

„Wir müssen das Spiel gewinnen. Und ein Sieg ist sehr realistisch. Wir haben es gegen Dortmund toll gemacht. Wenn wir mit dieser Moral und dem Ziel spielen, das Spiel zu gewinnen, werden wir es auch schaffen. Ich hoffe ich kann am Samstag treffen, um ihn weiter auf Distanz zu halten“, zeigte sich der Peruaner selbstbewusst. Mit seiner Erfahrung wird Pizarro vor diesem Spiel sicherlich ein wichtiger Ansprechpartner für seinen Trainer gewesen sein, der erstmals gegen Bayern antreten wird.

„Das ist etwas Besonderes, ich freue mich total auf das Spiel. Wir wollen uns da beweisen. Ich möchte sehen, dass wir füreinander einstehen, kompakt stehen und mit unseren Mitteln versuchen, das Spiel offen zu gestalten“, meinte Alexander Nouri. Verzichten muss der 37-Jährige dabei auf Jaroslav Drobny (Rotsperre), Izet Hajrovic (Knieverletzung), Aron Jóhannsson (Wadenprobleme), Florian Grillitsch (Schulterluxation) und Philipp Bargfrede (Achillessehnenprobleme). Kapitän Clemens Fritz fällt aufgrund von Nackenproblemen ebenfalls aus, er musste das Abschlusstraining am Freitag vorzeitig abbrechen.