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Ribéry zurück

FCB „mit gutem Gefühl“ gegen den HSV

„Ich bin alt“, schmunzelte Carlo Ancelotti als er auf sein anstehendes Jubiläum angesprochen wurde. Am Samstag gegen den Hamburger SV (ab 15:30 Uhr im Liveticker und im Webradio) wird der 57-Jährige sein 1.000. Pflichtspiel als Trainer bestreiten. Trotz Alter und Erfahrung heißt es aber nicht, dass Spiele für Ancelotti zur Routine werden.

Ich bin noch immer vor jedem Spiel aufgeregt und nervös“, so der Italiener weiter. Gerade in der aktuellen Phase. Denn mit dem Spiel gegen den HSV beginnt für den Cheftrainer die entscheidende Phase. „Es sind nur noch 90 Tage bis zum Ende der Saison. In diesen 90 Tagen müssen wir unser Bestes geben“, bekräftigte der Jubilar. „Jedes Spiel kann für den Ausgang dieser Saison entscheidend sein. Aber ich habe ein gutes Gefühl für die nächsten 90 Tage. Ich habe viel Vertrauen in mein Team, alle sind motiviert, fokussiert und in einer guten Verfassung.“

Alonso wird geschont

Lediglich Jérôme Boateng fehlt derzeit verletzt. Ancelotti kann auf nahezu den gesamten Kader zurückgreifen. „Der Konkurrenzkampf wird allen helfen, besser zu werden“, freute sich der Coach, der gegen den HSV aber zusätzlich auf Xabi Alonso verzichten wird. „Alonso hatte Probleme mit den Adduktoren. Er hat zwar trainiert, sich aber nicht 100 Prozent wohl gefühlt. Wir wollen kein Risiko eingehen, denn wir haben jetzt sehr viele Spiele“, erklärte Ancelotti die Vorsichtsmaßnahme. Dafür ist Franck Ribéry wieder im Kader, der „diese Woche gut trainiert“ hat.

Somit hat der Trainer die Qual der Wahl gegen den HSV, den er im Vergleich zum Hinspiel (1:0), verändert erwartet, denn „sie haben den Trainer gewechselt“. Dazu reisen die Hanseaten mit einer Serie von zuletzt vier ungeschlagenen Spielen nach München. „Hamburg ist ein gutes Team und aktuell gut drauf. Sie verteidigen gut, haben Qualität im Kontern und haben sehr schnelle Stürmer. Wir müssen 100 Prozent geben und jede Minute mit hoher Intensität spielen“, analysierte Ancelotti den Tabellen-15.

HSV mit Mut

Sein Gegenüber geht angesichts der laufenden Serie ebenfalls optimistisch in das Aufeinandertreffen mit dem deutschen Rekordmeister. Auch das anstehende Pokalspiel in der darauf folgenden Woche ist für Markus Gisdol kein Grund, den Fuß vom Gas zu nehmen. „Wenn also die Frage lautet, ob wir Spieler schonen oder Vollgas geben, dann kann es nur heißen: Vollgas! Wir haben den notwendigen Mut, dort ein gutes Spiel abzuliefern“, zeigte sich der 47-Jährige angriffslustig.

Einziger Wermutstropfen für den HSV-Trainer ist die Personalsituation vor dem Spiel gegen den Tabellenführer. Winter-Neuzugang Kyriakos Papadopoulos, der hohen Anteil am derzeitigen Lauf hatte, wird verletzungsbedingt fehlen. Darüber hinaus sind die Einsätze von Kapitän Gotoku Sakai, Abwehrchef Mergim Mavraj und Stürmer Bobby Wood fraglich.