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Samstag in Wolfsburg

„Unseren Job machen und eine Reaktion zeigen“

Schnee? Die Bayern rieben sich am Freitag verdutzt die Augen, wenn sie aus dem Fenster blickten. Drei Tage vor dem ersten Mai lagen die Trainingsplätze an der Säbener Straße unter einer weißen Decke. Den ganzen Vormittag rieselten Flocken vom Himmel. Der Winter war zurück. Und am liebsten würden die Bayern auch ihren Spielplan ein paar Wochen zurückdrehen. „Das ist ein schwieriger Moment. Wir sind nicht zufrieden“, sagte Carlo Ancelotti, „wir waren sehr nah am Halbfinale der Champions League und am Finale im DFB-Pokal. Kleinen Details waren entscheidend. Aber so ist Fußball. Jetzt müssen wir die Bundesliga schnell gewinnen.“

Der FCB-Chefcoach richtet seinen Blick also nach vorne. Und das muss er auch. Am Samstagabend (18:30 Uhr, live im Ticker und im Webradio) steht das vorletzte Auswärtsspiel der Saison beim VfL Wolfsburg auf dem Programm. Beim Tabellen-14. gelte es, nach den jüngsten Enttäuschungen „eine gute Reaktion“ zu zeigen, wie Ancelotti sagte. „Wir müssen uns aufopfern. Wir müssen unseren Job machen und die Punkte holen. Das ist jetzt das Wichtigste.“

Meisterschaft vor Augen

Mit ein bisschen Glück gibt es vielleicht sogar schon am Samstagabend mehr als nur Trost für die Bayern-Seele: den Meistertitel. Gewinnt am Nachmittag Leipzig sein Heimspiel gegen Ingolstadt nicht, könnten die Münchner am Abend mit einem Sieg in Wolfsburg ihre 27. Deutsche Meisterschaft perfekt machen. Und sollte Leipzig gewinnen, können die Bayern mit einem Sieg die Weichen stellen, um eine Woche später in der Allianz Arena den Meistersack zumachen zu können.

Körperlich sei der Großteil seiner Mannschaft „in guter Verfassung“, berichtete Ancelotti. Mats Hummels, Jérôme Boateng und David Alaba laborieren nach dem Pokal-Spiel gegen Dortmund allerdings mit kleineren Problemen. Hinter ihrem Einsatz in Wolfsburg steht ein Fragezeichen. Sicher fehlen wird weiterhin nur Manuel Neuer (Mittelfußbruch).

Wiedersehen mit Jonker

In Wolfsburg ist derweil vor allem bei Trainer Andries Jonker die Vorfreude auf das Duell mit dem FC Bayern groß. „Für mich ist es eine besondere Partie, na klar. Für das Team und den Klub aber eine ganz normale“, sagte der 54-Jährige, der von 2009 bis 2012 beim FC Bayern tätig war. Erst als Assistent von Louis van Gaal, dann als Interimscoach und Trainer der Amateure. Seit Ende Februar ist er nun in Wolfsburg Chefcoach.

„Wir müssen den Mut haben, die Bayern zu attackieren, Fußball zu spielen und zum Abschluss zu kommen“, meinte Jonker, der das Pokalspiel der Bayern gegen Dortmund am Mittwoch live in der Allianz Arena miterlebte. „Die Fakten sind, dass die Bayern die letzten Spiele auch alle hätten gewinnen können“, sagte er, „sie sind gut wie immer.“

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