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Wer ersetzt Lewandowski?

Bayern erwarten Gänsehaut-Spiel in Glasgow

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Auf dieses Spiel freut sich wirklich jeder! Am Dienstagabend tritt der FC Bayern bei Celtic Glasgow zum vierten Champions-League-Gruppenspiel (20:45 Uhr, live im Webradio und im Ticker) an, und alle wollen dabei sein. „Wir hatten noch nie eine so hohe Nachfrage nach Karten“, erklärte Karl-Heinz Rummenigge, der die Vorfreude teilt, „in Glasgow herrscht eine tolle Fußballatmosphäre.“ Ein Genuss soll die Reise vor allem aber aus sportlicher Sicht werden, denn mit einem Sieg steht der deutsche Rekordmeister vorzeitig im Achtelfinale!

„Nach allem, was man so hört, muss die Stimmung überragend sein“, erwartet Arjen Robben einen Hexenkessel vor fast 58.000 Zuschauern im ausverkauften Celtic Park. Der Niederländer ist in seiner langen Karriere selbst noch nicht bei Celtic angetreten, „deswegen freue ich mich auch auf das Spiel“, so der Flügelflitzer. Die Atmosphäre soll am Dienstag aber ohnehin nur ein Sahnehäubchen sein, denn: „Es geht nur um eines: das Spiel zu gewinnen!“

„Wir haben noch genug Qualität“

Auf einen erfolgreichen Arbeitsausflug hofft auch Rummenigge. „Es ist wichtig, dass wir das Spiel konzentriert angehen“, fordert der Vorstandschef eine engagierte Vorstellung, „mit einem Sieg sind wir eigentlich qualifiziert. Dementsprechend wäre es schön, wenn wir die drei Punkte holen.“ Mit einem Erfolg in Glasgow und maximal einem Remis von Anderlecht in Paris hätten die Bayern das Achtelfinal-Ticket sicher. „Wir können uns keinen Fehler erlauben“, kündigte Joshua Kimmich entschlossene Bayern an, „wir wollen alle drei Spiele gewinnen.“

Die Auswärtshürde überspringen müssen die Bayern allerdings ohne ihren Topstürmer. „Dass Robert (Lewandowski, d. Red.) nicht da ist, ist natürlich ein großer Verlust“, weiß Robben, der auch an die Ausfälle von Franck Ribéry und Thomas Müller erinnerte. „Wir haben schon einige Verluste hinnehmen müssen, auch über längere Zeit. Aber wir haben noch genug Qualität.“ Trainer Jupp Heynckes verriet, dass Lewandowski in München regenerativ arbeiten konnte und wohl schon am Samstag wieder zur Verfügung steht. Für das Spiel in Glasgow werde der Coach „eine Lösung finden“, so Heynckes, denkbar sei etwa eine Doppelspitze mit Robben und Coman. „Wir haben unsere Ausfälle bisher immer gut kompensieren können.“

„Lassen uns nicht beeindrucken“

Vielleicht trifft ja auch Kimmich wieder. Der Rechtsverteidiger hatte im Hinspiel per Kopf das vorentscheidende 2:0 erzielt. „Ich weiß noch nicht, wer vorne spielt. Ich wäre auf jeden Fall bereit“, lachte Kimmich, gefragt nach der personellen Alternative für Lewandowski. „Ich denke, ohne Thomas und Robert wird es schwieriger als im Hinspiel. Aber wir können das auffangen.“ Heynckes erwartet derweil, dass Celtic „besser spielen“ wird als im Hinspiel (3:0), „vor allem vor eigenem Publikum im eigenen Stadion. Aber der FC Bayern ist es gewohnt, vor einer solchen Kulisse zu spielen. Davon lassen wir uns nicht beeindrucken.“

Nach fünf Siegen aus fünf Spielen sind die Bayern ohnehin im Fluss, die Brust wird wieder breiter. „Wir müssen das Selbstbewusstsein mitnehmen, andererseits aber mit beiden Füßen auf dem Boden bleiben“, warnt Robben jedoch davor, die kommenden Aufgaben als Selbstläufer zu sehen. „Wir wissen, dass wir noch nicht am Limit sind. Wir können und müssen uns immer noch verbessern. Wir müssen auf dem Platz zeigen, dass wir immer wieder den nächsten Schritt machen wollen. Du bekommst nichts geschenkt. Wir müssen dafür arbeiten.“

Glasgow setzt auf Heimvorteil

Das personell ebenfalls ersatzgeschwächte Celtic – derzeit steht den Schotten nur ein Innenverteidiger zur Verfügung – hofft derweil, von den Ausfällen in der Bayern-Offensive zu profitieren. „Wir wissen, wie gut Robert Lewandowski ist, ebenso Müller. Das sind zwei Schlüsselspieler für Bayern München“, sagte Dedryck Boyata am Montag. Der Abwehrspieler gibt sich kämpferisch: „Wir wollen es besser machen als in München. Wir haben nichts zu verlieren! Wir dürfen keine Angst haben. Es ist noch alles möglich, wenn wir gewinnen.“ Das aber wollen die Bayern mit aller Macht verhindern!

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