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„Ein Auftakt, der es in sich hat“

„Prickelnder“ Rückrundenstart ohne Hummels und Lewandowski

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Die Zeit war kurz. Nur zehn Tage, davon sechs im Trainingslager, hatte Jupp Heynckes, um seine Mannschaft auf den Rückrundenauftakt vorzubereiten. Doch der Chefcoach des FC Bayern will darüber nicht klagen („Das gilt ja für alle Mannschaften.“), sondern ist einen Tag vor dem Anpfiff der zweiten Saisonhälfte allerbester Laune. „Den letzten Bayern-Sieg in Leverkusen, wer hat den errungen? Wer war da Trainer?“, fragt er spitzbübisch in Richtung der Pressevertreter. Heynckes lächelte. Denn die Antwort war er natürlich selbst.

Das 2:1 aus dem März 2013 war tatsächlich der letzte Auswärtssieg des deutschen Rekordmeisters in Leverkusen. Fast fünf Jahre ist dies her. Die Botschaft, die einen Tag vor dem Rückrundenstart (Freitagabend, 20:30 Uhr, live im Ticker und im Webradio) bei ebendiesen Leverkusenern in Heynckes‘ launischer Frage mitschwang, war daher ernst: Vorsicht vor der Werkself!

„Ein Auftakt, der schwierig ist“

Seit zwölf Spielen seien die Rheinländer unbesiegt, warnte Heynckes: „Das ist eine junge, hochtalentiert, hungrige, schnelle Mannschaft, die auch viel Phantasie hat.“ Der Bayern-Coach erwartet ein Spiel mit „vielen Zutaten, die den Fußball attraktiv machen. Es ist schon ein Auftakt, der es in sich hat, der prickelnd und schwierig ist.“

„Das ist ein gefährlicher Gegner mit einem schnellen Umschaltspiel. Da müssen wir hochkonzentriert sein“, sagte Sven Ulreich vor dem ersten Pflichtspiel des Jahres. Der FCB-Keeper hat das Hinspiel nicht vergessen, in dem sich die Bayern zwar klar mit 3:1 durchsetzen, aber auch mit den Leverkusener Angriffen zu kämpfen hatten.

Beim Wiedersehen am Freitagabend wird Ulreich erneut zwischen den Pfosten stehen und den verletzten Manuel Neuer vertreten. Auch Thiago fehlt noch einige Wochen. Zudem muss Heynckes in Leverkusen auf Robert Lewandowski und Mats Hummels verzichten. Beide trainierten zwar zuletzt wieder mit der Mannschaft, das Spiel komme aber noch zu früh, meinte Heynckes. „Alles andere wäre fahrlässig. Beide sind nicht im Aufgebot.“

Stürmt Wagner?

Ob Sandro Wagner im Sturm Lewandowski vertreten wird? Grundsätzlich sei der Winter-Neuzugang „die erste Option“, sagte Heynckes. Er müsse sich das aber noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Im Training habe ihm der 29-Jährige „imponiert“, erzählte der Coach. „Er ist sehr ehrgeizig, sehr diszipliniert. Er hat sich sehr gut eingegliedert.“ Aber die Zeit sei zu kurz gewesen, um Angriffsschemen und Spielverständnis zufriedenstellend vermitteln zu können. „Ein Integrationsprozess ist nicht in zwei Wochen abgeschlossen“, meinte Heynckes.

Auch der Weg zur anvisierten Meisterschaft ist erst zur Hälfte zurückgelegt. Die elf Punkte Vorsprung an der Tabellenspitze nannte Heynckes „komfortabel“, aber betonte gleichzeitig: „Wir müssen weitermachen und nicht auf die Tabelle schauen. Denn das bringt uns nicht weiter.“ Seine Devise für die Rückrunde: „Über den Erfolg kann eine Dynamik entstehen.“ Anpfiff dafür ist am Freitagabend.

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