Alphonso Davies spielt einen Pass im Abschlusstraining des FC Bayern vor dem Pokalauftakt in Osnabrück
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DFB-Pokal-Vorschau

Bayern vor Auftakt in Osnabrück: Den Flow mit- und den Kampf annehmen

102 Tage nach dem Pokaltriumph gegen den VfB Stuttgart im Berliner Olympiastadion startet der FC Bayern am Mittwochabend (ab 20:45 Uhr im Liveticker und kostenfreien Webradio auf fcbayern.com und in der FC Bayern App) die Mission Titelverteidigung. Der Erstrundengegner der Münchner ist Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück – in unserer Vorschau gibt es die wichtigsten Infos rund um den DFB-Pokal-Auftakt.

Die besten Bilder vom Abschlusstraining am Dienstag:

Die Ausgangslage des FC Bayern

Der Titel im Supercup bei Borussia Dortmund (2:1) und ein beeindruckender Auftaktsieg in der Bundesliga gegen den VfB Stuttgart (5:1) – der Saisonstart hätte für den FC Bayern kaum besser laufen können. Doch das Team von Vincent Kompany will noch mehr und stimmte sich daher nach dem Heimsieg gegen den VfB noch in der Kabine auf das nun anstehende Erstrundenmatch im DFB-Pokal in Osnabrück ein. „Das hört sich vielleicht etwas lapidar an, aber es ist so“, erklärte Sportvorstand Max Eberl nach Abpfiff: „Wir müssen es uns erarbeiten. Es fällt uns nicht in den Schoß. Das Spiel muss schon erst gespielt werden, um erfolgreich gestaltet werden zu können. Deswegen wollen wir weitermachen.“ Das heißt: Den Flow mitnehmen, aber auf keinen Fall den Gegner zu unterschätzen, wie auch der Kapitän Manuel Neuer unterstrich: „Wir versuchen jetzt, so weiterzumachen und machen unsere Hausaufgaben. Osnabrück wird die nächste schwere Aufgabe, wir lassen nicht locker.“

Die Fakten zum Spiel in Osnabrück:

Auch Coach Vincent Kompany mahnte dazu, gegen den vermeintlichen Underdog dieselbe Ernsthaftigkeit an den Tag zu legen, wie in den ersten beiden Saisonspielen: „Das Wichtigste ist, dass man weiß, dass alles schwierig sein kann, dass man es nicht unterschätzt. Ich habe schon viel über die Bremer Brücke gehört und was uns da in Osnabrück erwarten kann“, betonte der 40-Jährige und erinnerte daran, dass auch beim 3:2 bei Drittligist Wehen Wiesbaden in der Vorsaison die erste Hürde alles andere als einfach war: „Diese Spiele sind schwierig, das gehört zum Pokalwettbewerb. Da musst du mental vorbereitet sein auf einen richtigen Kampf.“ Nichtsdestotrotz haben die Münchner ihre Aufgabe aber im vergangenen Jahr gemeistert und bei den jüngsten 30 Teilnahmen immer die erste Runde überstanden – das ist Rekord im Wettbewerb.

Die wichtigsten Aussagen aus dem Pressetalk vor dem Spiel gibt es hier zum Nachlesen:

Der Gegner VfL Osnabrück

Nach zwei Niederlagen zum Saisonbeginn drohte bei Osnabrück bereits, die Aufstiegseuphorie allzu schnell zu verfliegen. Rechtzeitig vor dem DFB-Pokalspiel gegen die Bayern hellte das 1:0 beim VfL Bochum und der damit verbundene erste Sieg der noch jungen Spielzeit die Stimmung beim Zweitliga-Rückkehrer aber wieder auf. „Es war wichtig, dass wir die ersten drei Punkte geholt haben. Jetzt kommt mit Bayern ein Bonus-Spiel. Sie sind natürlich der ganz große Favorit“, blickte Neuzugang Adrian Beck auf das Duell mit dem Titelverteidiger voraus: „Wir werden wenig den Ball haben. Aber natürlich muss man auf seine Chance lauern – und vielleicht ist es ja das Spiel der Spiele. Man muss daran glauben, nur dann kann man die Bayern auch ärgern.“

In der erfolgreichen Drittligasaison habe Osnabrück insbesondere ausgezeichnet, aus einer defensiven Kompaktheit heraus im schnellen Umschaltspiel gefährlich zu werden, analysierte Vincent Kompany. Zum Saisonauftakt habe nicht alles funktioniert, „dann haben sie gegen Bochum aber wieder diese Kompaktheit gefunden. Ich kann mir vorstellen, dass sie gegen uns wieder auf diese Erfolgsmethode bauen werden“, so der FCB-Trainer weiter. Es werde sich zeigen, wie gefährlich Osnabrück aus den eigenen Momenten werden kann, meinte Kompany: „Das ist in einem Pokalspiel immer spannend.“ Ihren Nimbus als Pokalschreck haben die Niedersachsen aber zuletzt verloren. Nachdem der VfL zum Ende der Nullerjahre gleich dreimal als Drittligist einen Bundesligisten aus dem Wettbewerb geworfen hatte und in der Saison 2009/10 sogar bis ins Viertelfinale gestürmt war, schieden die Lila-Weißen bei den jüngsten beiden Teilnahmen direkt in der ersten Runde aus. 

In der Analyse werfen wir einen Blick auf den kommenden Gegner:

Das Personal für VfL Osnabrück vs. FC Bayern

Jonas Urbig wird beim DFB-Pokalauftakt zwischen den Pfosten stehen, das bestätigte Vincent Kompany am Dienstag im Pressetalk. Für Serge Gnabry kommt die Partie nach seiner Adduktorenverletzung aus dem Frühjahr noch zu früh. Jamal Musiala konnte dagegen zuletzt wieder voll trainieren, ob er bereits im Pokal wieder zum Einsatz kommen kann, ist jedoch offen.

Gegner Osnabrück kann dagegen aus dem Vollen schöpfen und hat vor dem Pokalduell mit den Bayern keine Ausfälle zu verzeichnen.

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Das sagen die Trainer

Das Wichtigste ist, dass man weiß, dass alles schwierig sein kann, dass man es nicht unterschätzt. Ich habe schon viel über die Bremer Brücke gehört und was uns da in Osnabrück erwarten kann.

Vincent Kompany

Wir wollen und werden es den Bayern so schwer wie möglich machen. Wir haben nichts zu verlieren.

Timo Schultz (Trainer, VfL Osnabrück)

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