Benkarth: „Wollen in der Liga und der Champions League an unsere Leistungen anknüpfen!“

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Nach dem bitteren aus im DFB-Pokal-Halbfinale gegen den VfL Wolfsburg war die Stimmung bei den FC Bayern Frauen natürlich getrübt. Trotz der 0:2-Niederlage blickten die Spielerinnen um Laura Benkarth aber optimistisch auf die nächsten Spiele. „Wir schauen trotzdem positiv nach vorne und wollen in der Liga und der Champions League an unsere Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen", stellte die Torhüterin klar.

„Eine Chance, um Titel zu holen ist weg", so Cheftrainer Jens Scheuer. Aber als der Tabellenführer in der Flyeralarm Frauen-Bundesliga und als Halbfinalist in der UEFA Women's Champions League bleiben den Münchnerinnen zwei weitere Chancen auf einen Titel in der laufenden Saison.

Die Stimmen zum Pokal-Halbfinale

Jens Scheuer:„Wir wussten, dass es schwer wird, hier zu gewinnen. Die erste Halbzeit haben wir verschlafen. Wir wollten eigentlich das Spiel bestimmen, aber haben uns da von der Robustheit von Wolfsburg ein bisschen einschüchtern lassen. Dann haben wir nicht zu unserem Spiel gefunden, bis wir das 0:1 kassiert haben. Danach hatten wir eigentlich eine ordentliche Phase, in der wir auch eine sehr große Chance hatten, mit der wir das 1:1 erzielen hätten können. Dann haben wir gedacht, dass wir mit dem knappen Rückstand in die Kabine gehen und einfach nicht gut verteidigt. Das hat so ein bisschen zum Spiel gepasst. In der zweiten Hälfte haben wir nochmal alles probiert, wenn da der Anschlusstreffer fällt, sind wir nochmal drin im Spiel. Aber schlussendlich war es ein verdienter Erfolg für Wolfsburg. Das müssen wir so annehmen. Eine Chance, um Titel zu holen ist weg."

Lina Magull: „Am Ende muss man sagen, dass Wolfsburg gerechtfertigt im Finale steht. Natürlich wären wir da auch gerne gestanden, aber wir sind noch in zwei anderen Wettbewerben ganz oben dabei, deswegen gilt es jetzt einfach das Positive zu sehen. Ich kann mir leider nicht erklären, warum wir nicht gut ins Spiel reingekommen sind. Aber Wolfsburg war von Beginn an griffiger auf dem Platz und wir haben uns ein bisschen zu sehr einlullen lassen. Wir haben einfach nicht das gezeigt, was wir in den letzten Wochen gezeigt haben: Ruhe bewahren, von hinten rausspielen. Dann haben wir uns viele lange Bälle und Konter gefangen."

Laura Benkarth: „Wir haben uns das natürlich anders vorgestellt. Es war klar, dass Wolfsburg alles in dieses Spiel reinlegt, weil es der Titel ist, den sie noch selbst in der Hand haben. Wir sind leider von Anfang an nicht gut ins Spiel gekommen und in der zweiten Halbzeit ist uns dann wenig gelungen. Insgesamt sind wir nicht so zwingend vor das Tor gekommen wie in den letzten Spielen. Jetzt müssen wir leider wieder mit einer Niederlage nach Hause fahren. Aber wir schauen trotzdem positiv nach vorne und wollen in der Liga und der Champions League an unsere Leistungen der vergangenen Wochen anknüpfen."

Marina Hegering: „Heute hat einfach die letzte Zugkraft gefehlt. Von vorne bis hinten fehlten einfach die letzten drei, vier Prozent Entschlossenheit und Zielstrebigkeit. Der unbedingte Wille war bei Wolfsburg größer. Da kann es viele Gründe dafür geben. Trotzdem müssen wir uns an die eigene Nase fassen. Jede einzelne Spielerin hat gut und ordentlich gekämpft, aber zusammen hat es heute einfach nicht gereicht. Die Niederlage nehmen wir als Lernprozess mit. Das haben wir uns natürlich nicht gewünscht, aber daraus gilt es jetzt, die richtigen Schlüsse zu ziehen und die volle Konzentration auf die kommenden Aufgaben zu legen."

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