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Die Vertreterinnen und Vertreter des FC Bayern beim Fankongress in Frankfurt.
© DFB/Picture Alliance

Austausch auf Augenhöhe: So verlief der Fankongress Frauenfußball 2026

Am 28. Februar und 1. März 2026 kamen auf Einladung des DFB rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem DFB‑Campus in Frankfurt zusammen: Fans und Fanbeauftragte der Google Pixel Frauen‑Bundesliga und der 2. Frauen‑Bundesliga, Vertreterinnen und Vertreter von Fanorganisationen sowie Fans der Frauen‑Nationalmannschaften. Auch der FC Bayern war mit vier Fanvertreterinnen und der Fanbetreuung vor Ort. Ziel dieser zwei Tage im „Lunch‑to‑Lunch“-Format: zuhören, Erfahrungen teilen, konstruktiv diskutieren und konkrete Schritte für eine starke, respektvolle und zukunftsfähige Fankultur planen.

Zentral war die Fanarbeit als Brücke zwischen Kurve, Vereinen und Verband. Gewünscht sind feste, gut erreichbare Ansprechpersonen und verlässliche Faninformationen – besonders für Auswärtsfahrten.

Stadionerlebnis im Fokus: Bewahren und weiterentwickeln

Wichtig war zudem, die eigene, respektvolle Kultur der Frauenligen bewusst zu stärken. Damit verbunden ist das Erlebnis innerhalb der Stadien. Bewahrt werden sollen Familienfreundlichkeit, faire Preise, fanfreundliche Anstoßzeiten und eine respektvolle Atmosphäre. Zugleich wurden Risiken benannt. Mit wachsender Zuschauerzahl rücken Fantrennung, Gästeblöcke, Einlass und Infrastruktur stärker in den Fokus. Der Tenor: Sicherheit bleibt ein Dialogprojekt, das gemeinsam, frühzeitig und praxisnah gestaltet werden muss.

Impressionen vom Fankongress Frauenfußball 2026 in Frankfurt.
© DFB/Picture Alliance

Spielansetzungen: Wunsch nach Verlässlichkeit und Einbindung

Ein Thema mit Gewicht: Spielansetzungen, insbesondere Montagsspiele. Änderungen seitens des DFB sind derzeit nicht beschlossen, der Wunsch nach Einbindung und Verlässlichkeit wurde angesprochen. Diskutiert wurden Kern‑Anstoßzeiten und mögliche Konferenzformate am Wochenende.

Impressionen vom Fankongress Frauenfußball 2026 in Frankfurt.
© DFB/Picture Alliance

Awareness und Werte: Schutz, Vielfalt und klare Haltung

Als Querschnittsanliegen prägte Awareness viele Gespräche: geschulte Teams, sichtbare Anlaufstellen und verlässliche Abläufe sollen Betroffenen von Belästigung oder Diskriminierung schnelle Hilfe bieten. Best‑Practice‑Einblicke zeigten, dass wirksame Konzepte Zeit, Ressourcen und Kontinuität brauchen – und Wirkung entfalten. Eng verknüpft bleibt das Wertefundament der Fankultur: Vielfalt, Respekt und Antidiskriminierung – auf den Rängen wie in der Kommunikation der Vereine.

WEURO 2029

Ein weiterer Aspekt war die UEFA Women’s EURO 2029 in Deutschland, die als Chance gesehen wurde, um Fankultur sichtbar zu machen, nachhaltig zu stärken und logistisch klug vorzubereiten – mit Fanmeilen, gutem Nahverkehr, klaren Fanbotschaften und fairen Ticketkontingenten.

Impressionen vom Fankongress Frauenfußball 2026 in Frankfurt.
© DFB/Picture Alliance

Aus Bayern‑Sicht brachte Fanvertreterin Alina die Schwerpunkte auf den Punkt: „Als Vertreterin der Fans des FC Bayern setzen wir uns besonders für faire Anstoßzeiten unserer Spiele sowie mehr Unterstützung für den Auswärtssupport ein, damit wir immer und überall für unsere Mannschaft da sein können.“ Und weiter: „Viele Fans haben nach wie vor Schwierigkeiten, Gehör für ihre Anliegen zu finden. Auf dem Fankongress wurden Probleme dieser Art mit dem Ziel diskutiert, gemeinsam Lösungswege zu erarbeiten, von denen am Ende des Tages alle profitieren.“ Mit Blick nach vorn betont sie: „Die Fankultur des Frauenfußballs entwickelt sich stetig weiter, auch beim FC Bayern. Jedoch gibt es weiterhin viel zu tun, daher ist der konstruktive Austausch der Fans im Rahmen des Kongresses so wichtig.“

Dialog fortsetzen, Kultur bewahren

Am Ende stand ein klares Fazit: Der Fankongress war Arbeitsplattform und Netzwerk zugleich, brachte Perspektiven zusammen und stieß nächste Schritte an. Die zentralen Anliegen sind eindeutig: Transparenz, Mitsprache und Wertschätzung für Fans – bei gleichzeitiger Bewahrung der besonderen Kultur des Frauenfußballs. Der Dialog wird fortgesetzt: mit digitalen Runden, offenen Sessions und klaren Kontaktwegen zwischen Fans, Vereinen, der Ligaorganisation und dem DFB. So entsteht Zukunft: gemeinsam, auf dem Platz und auf den Rängen.

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