
Die FC Bayern Frauen II werden in der kommenden Saison nicht mehr in der 2. Bundesliga antreten. Die Mannschaft von Cheftrainer Jérôme Reisacher beendete die Spielzeit auf dem 12. Tabellenplatz mit 27 Punkten und steht damit als Absteiger fest. Nach diesem sportlichen Ergebnis richtet der Verein den Blick bereits nach vorne und ordnet die Situation im Nachwuchs- und Übergangsbereich ein.
Bianca Rech, Direktorin Frauenfußball beim FC Bayern: „Der Abstieg unserer zweiten Mannschaft aus der 2. Bundesliga ist zweifellos schmerzhaft. Gleichzeitig steht für uns jedoch klar die individuelle Weiterentwicklung innerhalb dieser äußerst jungen Mannschaft im Vordergrund. Das Team von Jérôme Reisacher hat in dieser Saison unter Beweis gestellt, über welche Qualitäten es verfügt und mit welchem Engagement es Woche für Woche gegen größtenteils deutlich ältere Mannschaften aufgetreten ist. Die 2. Bundesliga hat in den vergangenen Jahren nochmals an Professionalität und Intensität gewonnen – das zeigen auch die Aufsteiger der letzten Spielzeiten, sei es im vergangenen Jahr mit Union Berlin, dem 1. FC Nürnberg und dem Hamburger SV oder in dieser Saison mit dem VfB Stuttgart und Mainz 05. Unser strategischer Fokus wird auch künftig klar darauf liegen, unseren jungen Spielerinnen in der U20 frühzeitig die Möglichkeit zu geben, im Erwachsenenfußball wertvolle Erfahrungen zu sammeln und sie so Schritt für Schritt an den Profibereich heranzuführen. Dass dieser Weg erfolgreich sein kann, haben wir in der Vergangenheit unter anderem bei Spielerinnen wie Franzi Kett oder auch Alara gesehen. Diesen konsequenten Ausbildungs- und Entwicklungsweg werden wir weiter fortsetzen.“
Francisco De Sá Fardilha, Sportlicher Leiter FC Bayern Frauen: „In den vergangenen Jahren haben wir unsere Ressourcen in der Nachwuchsförderung über alle Altersklassen hinweg deutlich ausgebaut – mit einem besonderen Fokus auf Spielerinnen aus unserer Region. Dabei stand und steht für uns die langfristige individuelle Entwicklung klar vor kurzfristigen Ergebnissen. Der Abstieg ist für uns daher kein Grund zur Sorge: Für uns ist klar, dass junge Spielerinnen eine Plattform brauchen, auf der sie sich zeigen und auch Fehler machen dürfen. Wir sind stolz darauf, dass aktuell so viele Akteurinnen des FC Bayern für Deutschland bei der U17- und U19-Europameisterschaft im Einsatz sind und dass drei U20-Spielerinnen mit unserem Frauen-Bundesligateam die Meisterschaft gewonnen haben. Unser Engagement für die Nachwuchsförderung – insbesondere in unserer Region – wird in den kommenden Jahren noch weiter verstärkt werden.“
