

Rückblick auf die Spielzeit 2025/26
Mi., 24.06.26, 11:45
Einzigartige Tuniere & wichtige Schritte: Die U17 & U15 im Saisonfazit
Zwei Mannschaften, zwei Entwicklungswege: Während die U17 der FC Bayern Frauen in einer wechselhaften Saison wichtige Fortschritte auf und neben dem Platz machte und auch international wertvolle Erfahrungen sammelte, schrieb die U15 mit einer starken Hinrunde und dem Triumph beim Cordial Cup ein besonderes Kapitel. Beide Teams entwickelten dabei ihre eigene Handschrift – geprägt von Lernprozessen, Teamgeist und einer starken Nachwuchsarbeit.
U17: Auf den guten Start folgt eine schwierige Phase

Obwohl U17-Cheftrainer Max Steffen von Beginn an betonte, dass Ergebnisse nicht im Vordergrund stehen, dürfte ihn der Saisonstart dennoch gefreut haben: Mit zwei deutlichen Siegen gegen den FC Croatia München und den MSV Bajuwaren startete sein Team stark in die neue Spielzeit und erzielte dabei 13 Tore.
Danach folgten einige Wochen Siege. Im Oktober und November holte die junge Mannschaft nur zwei Punkte gegen den TSV Milbertshofen und den FT München-Gern und musste fast zwei Monate auf den nächsten Ligaerfolg warten. Im letzten Spiel des Kalenderjahres konnte sichg die U17 dann doch noch versöhnlich in die Winterpause verabschieden, da sie gegen den FC Croatia München im vorgezogenen Rückrundenspiel als klarer Sieger vom Platz gingen.
Trotz der durchwachsenen Phase sah Steffen klare Entwicklungsschritte: „Bei uns steht das Ergebnis nicht immer im Vordergrund. Betrachtet man nur Resultate und Punkte, dann gab es viele ärgerliche Spiele. Trotzdem war in jedem Spiel eine gewisse Steigerung in der Entwicklung der Mannschaft zu erkennen.“
Intensive Vorbereitung und internationale Reifeprüfung

Die Winterpause nutzten die FCB-Juniorinnen für zahlreiche anspruchsvolle Testspiele gegen starke Nachwuchsteams. Dabei überzeugte die U17 unter anderem mit klaren Siegen gegen den 1. FC Nürnberg (7:0) und Carl Zeiss Jena (9:1). Steffen zog ein positives Fazit: „Es ist ein Privileg, sich mit den besten Mannschaften des Landes messen zu können. Die verschiedenen Spielweisen haben uns geholfen, mit und gegen den Ball besser zu werden.“
Nach einem unglücklichen Rückrundenstart gegen den SV Olympiadorf (1:7) fand die Mannschaft rechtzeitig vor dem Iber Cup in Portugal wieder in die Spur und tankte mit einem 6:1 gegen den MSV Bajuwaren Selbstvertrauen. Dieses brauchte sie auch, um in Cascais gegen hochkarätige Gegner wie Manchester City zu bestehen.
Vor dem Turnier stellte Steffen erneut klar, dass nicht Ergebnisse, sondern Erleben, Lernen und Weiterentwicklung im Mittelpunkt stehen sollten. Und genau das gelang: Trotz des Viertelfinal-Aus gegen den FC Sevilla (0:3) zeigte die U17 in den Partien gegen Manchester City (1:2), RB Ōmiya Ardija aus Japan (2:0) und ein amerikanisches Auswahlteam (1:2), dass sie auch international konkurrenzfähig sein kann. Zugleich stärkte das Turnier den Zusammenhalt der Mannschaft.
Wichtige Erkenntnisse für die Zukunft

Zurück im Ligaalltag der U15-Kreisliga gelang in den letzten Spielen noch zwei Erfolge gegen den TSV Milbertshofen (2:0) und den FC Neuhadern. Die Saison beendeten die Münchnerinnen auf Rang sieben.
Ungeachtet der Bilanz hob Steffen die Fortschritte seiner Spielerinnen hervor: Vor allem im Spielaufbau, in der Ruhe am Ball und in den Entscheidungen im letzten Drittel habe sich das Team deutlich verbessert. Auch für ihn selbst war die erste Saison als U17-Trainer eine Phase der Weiterentwicklung. Er habe gelernt, nicht immer sofort eingreifen zu müssen, sondern Spielerinnen auch Raum für ihre eigene Entwicklung zu geben. In der kommenden Saison warten auf die U17 weitere Höhepunkte wie internationale Turniere sowie die Teilnahme am DFB-Pokal. Inhaltlich soll der Fokus noch präziser auf technischen und taktischen Themen liegen. „Die Entwicklungskurve soll so steil sein, wie es nur geht“, so Steffen.

U15: Historische Hinrunde
Die U15 der FC Bayern Frauen legte in der U14-Kreisliga Süd mit vier Siegen aus den ersten vier Spielen einen Traumstart hin und schuf damit die Grundlage für eine überaus starke erste Saisonhälfte. Erst am fünften Spieltag riss die Serie gegen den FC Wacker München (1:3).
Nach einem 1:1 gegen den FC Neuhadern blieb die Mannschaft von Ivon Karras auch in den letzten vier Hinrundenspielen ohne Sieg. Dennoch stand am Ende Rang sechs mit vier Siegen und einem Unentschieden aus zehn Spielen – eine Bilanz, die die Qualifikation für die Aufstiegsrunde der Kreisliga Süd bedeutete. Karras lobte besonders, wie sich die Spielerinnen weiterentwickelten und gegen gleichaltrige Jungen behaupteten.
Lernreiche Rückrunde und USA-Reise

Auch in der Rückrunde lag der Fokus weniger auf der Tabelle als auf der individuellen und mannschaftlichen Entwicklung. Während der Winterpause blieb die U15 in acht Testspielen ungeschlagen. In der anschließenden Aufstiegsrunde war die zweite Saisonhälfte zwar eher von Lernmomenten als von Ergebnissen geprägt, doch gegen starke und körperlich robuste Jungen-Teams blieb die Mannschaft konkurrenzfähig und setzte ihre Spielprinzipien mutig um. Aus acht Spielen sprang allerdings nur gegen den MSV Bajuwaren (2:2) ein Punkt heraus.
Gerade in dieser fordernden Phase machte das Team laut Karras wichtige mentale Entwicklungsschritte. Entscheidend sei gewesen, den Spielerinnen zu vermitteln, dass nicht der Spielstand, sondern das Festhalten an den eigenen Prinzipien im Vordergrund stehen müsse.

Neben dem Ligaalltag suchte die U15 erneut den internationalen Leistungsvergleich und reiste in den Osterferien zum Generation adidas Cup nach Florida. Dort verlor der FCB-Nachwuchs gegen die amerikanische Girls Academy Red und ein japanisches Auswahlteam jeweils, feierte aber gegen die Girls Academy Royal einen 1:0-Erfolg.
Karras zog dennoch ein positives Fazit: Die Bedingungen seien hervorragend gewesen, das Teilnehmerfeld hochklassig, und im Vergleich zum Vorjahr habe sich die Mannschaft offensiv verbessert gezeigt. Auch abseits des Platzes sammelten die Spielerinnen bei gemeinsamen Aktivitäten wertvolle Erlebnisse, die den Teamgeist stärkten.

Cordial Cup als Ausrufezeichen
Einen besonderen Höhepunkt setzte die U15 beim Cordial Cup in den Kitzbüheler Alpen. Gegen ein stark besetztes internationales Teilnehmerfeld mit 20 Mannschaften sicherte sich das Team den Turniersieg und bezwang im Finale den VfL Wolfsburg mit 1:0.
Zuvor hatte sich die Mannschaft mit drei Siegen aus vier Gruppenspielen für die K.-o.-Phase qualifiziert. Dort setzte sie sich gegen Eintracht Frankfurt und den Grazer AK jeweils im Elfmeterschießen durch, ehe sie im Endspiel mit einer souveränen Leistung den Titel gewann.

Für Karras ist dieser Erfolg ein klares Signal: Der Cordial Cup sei eines der anspruchsvollsten Turniere Europas in dieser Altersklasse, und sich dort als spielstärkste Mannschaft durchzusetzen, sei ein starkes Ausrufezeichen.
Auch wenn im internationalen Vergleich weiterhin Entwicklungspotenzial besteht, sieht Karras die Nachwuchsarbeit beim FC Bayern auf einem sehr guten Weg. Besonders die hohe Quote an Spielerinnen, die den Sprung in die U17 schaffen, sei ein wichtiger Beleg dafür. In der kommenden Saison soll der Schwerpunkt vor allem auf der Integration der neuen Spielerinnen und ihrer weiteren Ausbildung liegen. Das langfristige Ziel bleibt klar: die Spielerinnen auf ihrem Weg Richtung U17, U21 und im Idealfall sogar bis in den Profikader zu begleiten.
So verlief die Spielzeit der FC Bayern Frauen:
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