
- Deutsche Meisterinnen 2026
- Vierte Meisterschaft in Serie
- Neuer Vereinsrekord
Deutsche Meisterinnen 2026! Die FC Bayern Frauen haben am Mittwochabend dank eines 3:2 (1:1)-Auswärtssieges in der Google Pixel Frauen-Bundesliga beim 1. FC Union Berlin vorzeitig die achte Deutsche Meisterschaft der Vereinsgeschichte und die vierte in Folge gefeiert. Edna Imade (9. Minute) brachte die Mannschaft von Trainer José Barcala am 23. Spieltag im Stadion an der Alten Försterei mit 1:0 in Führung, aber Sophie Weidauer (11.) traf postwendend zum 1:1-Ausgleich. In Halbzeit zwei sorgte zunächst Barbara Dunst (80.) für die erneute Führung, ehe Lia Kamber (77.) erneut ausglich. Doch die Bayern-Frauen gaben nicht klein bei und trafen in der Schlussphase durch die eingewechselte Giulia Gwinn zum 3:2-Endstand.
Dank des 19. Sieges in Folge - neuer Vereinsrekord! - sind die Münchnerinnen mit beeindruckenden 64 Zählern bereits vier Spieltage vor dem Ende nicht mehr von Platz eins der Tabelle zu verdrängen. Der Vorsprung auf die Verfolgerinnen des VfL Wolfsburg beträgt satte 15 Punkte. Die Kontrahentinnen kamen in Bremen nicht über ein 0:0 hinaus. Die Übergabe der Meisterschale findet am letzten Heimspieltag am 9. Mai gegen Eintracht Frankfurt am FC Bayern Campus statt.
Bianca Rech: „Gewinnen wird nie langweilig. Viermal Deutscher Meister in Folge ist unglaublich. Die Kontinuität, die wir diese Saison gezeigt haben, war auf aller höchstem Niveau. Was wir jede Woche abgeliefert haben und wie wir uns mit dem neuen Trainer gefunden haben, macht es schon zu einer besonderen Saison bis jetzt – und hoffentlich wird es eine noch größere. Aber bis heute unglaublich. Natürlich wird es keine Party geben, das ist klar. Aber wir genießen den Moment. Solche Momente muss man als Spielerin, als Trainer und als Staff-Mitglied genießen – die kommen nicht immer, die kommen selten und umso mehr muss man sie genießen. Aber wir wollen uns hochprofessionell auf das nächste Spiel vorbereiten. Mit Barcelona erwartet uns eine schwere Aufgabe und darauf müssen wir uns vorbereiten.“
José Barcala: „Wow, es ist schwer zu erklären. Es ist der verdiente Lohn, nach einer langen Reise. Ich bin meinen Spielerinnen so dankbar und bin so stolz auf sie. Was sie die ganze Saison gezeigt haben und auch heute, wie sie zurückgekommen sind, als es schwierig wurde, macht mich sehr stolz. Das ist unbeschreiblich. Der Titel ist für die Fans und den ganzen Verein. In der ersten Halbzeit hatten wir viel Kontrolle im Mittelfeld, aber vorne hat die letzte Konsequenz gefehlt. In der zweiten Halbzeit war es dann ausgeglichener, aber die Reaktion der Mannschaft freut mich am meisten.“

Giulia Gwinn: „Am Ende ist es ein sehr schöner Abend. Es war nicht das Spiel, das wir uns erhofft haben. Es war eine ziemlich zerfahrene Partie von unserer Seite. Aber trotzdem ist es im Endeffekt schön, dass wir es geschafft haben drei Punkte mitzunehmen und das große Ziel, die Deutsche Meisterschaft, heute erreicht haben. Das ist natürlich etwas sehr, sehr schönes. Das vierte Mal in Folge und für mich insgesamt das fünfte Mal – das macht Lust auf mehr. Man arbeitet die ganze Saison darauf hin, dass man so einen Moment feiern darf. Dass wir es jetzt vorzeitig geschafft haben, macht es auch für die nächsten Wochen schön.“
Barbara Dunst: „Es ist echt der Wahnsinn. Nach meiner Verletzung ist es wie eine Belohnung, es war ein großer Schritt für mich, nach München zu wechseln. Deswegen ist es schon sehr besonders. Wir haben uns schwergetan, nach der L änderspielpause in den Rhythmus zu finden. Dann passiert mir der Fehler, aber ich dachte mir, ich hab noch Zeit und muss ein Tor machen, um der Mannschaft zu helfen. Zum Glück ist mir das gelungen. In den nächsten Tagen wartet der nächste Kracher auf uns, deswegen ist mit Feiern noch piano angesagt.“
Ausgeglichene erste Hälfte
Die Gäste fanden gegen kompakt stehende Berlinerinnen gut in die Partie und gingen in Minute neun mit 1:0 in Führung. Nach einer Ecke landete ein Schussversuch von Bernadette Amani aus dem Rückraum dem Fuß von Edna, die aus kurzer Distanz traf. Aber die Heimelf kam quasi im Gegenzug zum Ausgleich. In Folge eines Ballverlusts im Mittelfeld enteilte Weidauer (11.) und überwand Ena Mahmutovic nach einem Sololauf zum 1:1. Auch in der Folge verzeichneten die Münchnerinnen Feldvorteile, hochkarätige Torraumszenen waren jedoch Mangelware. In Minute 33 fasste sich Linda Dallmann ein Herz und hielt aus der zweiten Reihe drauf, aber Berlins Schlussfrau Cara Bösl klärte ins Toraus.

Intensiver Durchgang zwei
Auch nach dem Seitenwechsel erwischten die Bayern-Frauen den besseren Auftakt. Dunst netzte nach einem Diagonalball aus knapp 20 Metern ins linke untere Eck zum viel umjubelten 2:1 ein und brachte die Gäste erneut auf die Siegerstraße. Aber wieder kam die Heimelf zurück und erzielte durch Kamber (77.) den erneuten Ausgleich, die zum 2:2 ins kurze Eck traf, nachdem es den Münchnerinnen gleich mehrmals nicht gelang, den Ball zu klären. Aber das letzte Wort hatten die Gäste in Form der eingewechselten Gwinn, die eine Flanke der ebenfalls eingewechselten Klara Bühl am zweiten Pfosten sehenswert zum 3:2-Sieg über die Linie bugsierte und so die Meisterschaft unter Dach und Fach brachte. Damit war der Meistertitel gesichert!

Hinspiel gegen Barcelona und in Bremen
Schlag auf Schlag geht es für die Deutschen Meisterinnen weiter. Bereits am kommenden Samstag, 25. April, empfangen die Bayern-Frauen den FC Barcelona zum Halbfinal-Hinspiel der UEFA Women’s Champions League. Anstoß der Partie ist um 18 Uhr in der Allianz Arena (hier Tickets sichern!). Vier Tage später, am Mittwoch, 29. April, um 18 Uhr gastieren die Münchnerinnen in der Frauen-Bundesliga beim SV Werder Bremen.
1. FC Union Berlin - FC Bayern Frauen 3:2 (1:1)
- 1. FC Union BerlinBösl – Weiß (86. Georgieva), Tysiak, Steuerwald, Steinert – Kamber, Pawollek – Weidauer (86. D. Orschmann), Heiseler (60. Bauereisen), Eurlings – Campbell.
- ErsatzBöhi – K. Orschmann, Şakar, Hipp, Halverkamps, Reissner.
- FC Bayern FrauenMahmutovic – Ballisager, Viggósdóttir (71. Gwinn), Eriksson, Simon (75. Kett) – Stanway (71. Caruso), Amani – Dallmann (62. Bühl), Tanikawa (62. Harder), Dunst – Edna.
- ErsatzGrohs – Naschenweng, Padilla Bidas, Wegscheider.
- SchiedsrichterDavina Lutz (Schweinfurt)
- Zuschauer13.220
- Tore0:1 Edna (9.), 1:1 Widauer (11.), 1:2 Dunst (50.), 2:2 Kamber (77.), 2:3 Gwinn (84.)
- Gelbe KartenHeiseler / Amani
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