


Einzug ins DFB-Pokal Viertelfinale
So | 01.11.2026 | 17:00
FCB-Frauen feiern knappen Sieg in einem umkämpften Pokal-Duell mit Leverkusen
- Harder mit entscheidender Treffer
- Pokal-Serie bleibt bestehen
- Siebtes Jahr in Folge im Viertelfinale
Die FC Bayerm Frauen stehen im Viertelfinale des DFB-Pokals. In einem umkämpften und chancenreichen Heimspiel feierten die Münchnerinnen einen 1:0 (0:0)-Erfolg gegen Bayer Leverkusen und zählen damit im siebten Jahr in Folge zu den besten acht Mannschaften des Wettbewerbs. Den entscheidenden Treffer erzielte Pernille Harder in der 73. Minute mit einem platzierten Strafstoß ins rechte untere Eck. Auf wen die Münchnerinnen im Viertelfinale (10./11. März 2027) treffen werden, entscheidet sich in der Auslosung am 13. Dezember.
Barcala: „Dominanter kann man nicht sein“
„Wir sind sehr stolz darauf, wie wir zwischen den Strafräumen agieren. Unser Niveau ist dort im Moment hoch. Es geht aber auch darum, Tore zu schießen – und da müssen wir entschlossener werden. Die Chancenverwertung ist unsere wichtigste Aufgabe für die nächsten Wochen.“
Harder: „Den Sieg haben wir uns verdient“
„Wir haben uns gute Chancen herausgespielt, aber es war einfach nicht unser Tag, um sie auch in Tore umzumünzen. Der Elfmeter am Ende kam uns natürlich sehr gelegen. Ich habe meine feste Routine, die mir hilft, ruhig und selbstbewusst zu bleiben. Den Sieg haben wir uns verdient – auch wenn wir unsere Chancen nicht genutzt haben. Daran müssen wir weiter arbeiten.“

Chancenreiche erste Halbzeit
Die FCB-Frauen machten direkt mit dem ersten Ballgewinn nach dem Leverkusener Anstoß ihre Ambitionen deutlich und verlagerten das Spiel tief in die Hälfte der Gäste. Die erste Torannäherung erspielten sie sich in der elften Minute. Ein tiefer Steckpass von Sophie Proost erreichte Momoko Tanikawa, die den Ball von der Grundlinie auf die in den Strafraum gezogene Proost zurücklegen konnte. Der Abschluss der Niederländerin wurde jedoch geblockt. Drei Minuten später schlug Leverkusen mit der ersten Aktion in der Münchner Hälfte beinahe aus dem Nichts zu: Einen Querpass von Cornelia Kramer verpasste Valentina Mädl im Strafraum nur um einen Schritt.

Nach dem kurzen Schreckmoment folgten die Chancen fast im Minutentakt. Aus der eigenen Hälfte bekam Linda Dallmann (16. Minute) einen hohen Pass in den Lauf gespielt und scheiterte nach einem Haken um die letzte Verteidigerin nur an Raphaela Borggräfe im Leverkusener Tor. Eine Minute später traf Harder nach einem feinen Zuspiel von Dallmann, das die Leverkusener Kette sichtlich überraschte, nur den rechten Pfosten. In der 20. Minute fehlten der dänischen Nationalspielerin erneut nur wenige Zentimeter zur Führung. Aus spitzem Winkel schob sie die Kugel von der linken Seite denkbar knapp am Tor vorbei. Den Abschluss der chancenreichen Phase machte Tanikawa, deren flachen Schuss aus 18 Metern Borggräfe abermals parieren konnte.

Die Münchnerinnen blieben spielfreudig, fanden gegen die besser geordnete Leverkusener Abwehr aber kaum noch Lücken. Erst mit einem Solo von Harder durch den Strafraum bot sich in der 30. Minute die nächste Chance. Ihr Schuss sprang noch einmal auf, wodurch er zu zentral auf das Tor kam, um gefährlich zu werden. Nach 41 Minuten gab Leverkusen durch einen Freistoß der Ex-Münchnerin Carolin Simon ihren ersten Torschuss ab. Den halbhohen Abschluss aus 26 Metern parierte Ena Mahmutovic sicher. In der Nachspielzeit bot sich Tanikawa doch noch die große Chance zur Pausenführung. Mit einem Kontakt legte Dallmann der freistehenden Japanerin den Ball direkt auf, doch erneut war bei der mit dem Fuß parierenden Borggräfe Endstation.

Harder erlöst vom Punkt
Die zweite Halbzeit eröffneten die Leverkuserinnen. Eine Minute nach Wiederbeginn fing Maja Sternad vor dem Münchner Strafraum einen Ball ab, ihr Abschluss aus 19 Metern ging jedoch rechts am Tor vorbei. Die Antwort der Bayern folgte drei Minuten später auf der anderen Seite: Franziska Kett schickte Harder in die Tiefe, von wo die Stürmerin in den Rückraum zurücklegte, aber Tanikawas (49.) Abschluss rauschte knapp über den Querbalken. Mit mehr Mut als noch vor dem Seitenwechsel zeigte sich Leverkusen fortan auch offensiver. Dadurch taten sich den Bayern erstmals Chancen zum Kontern auf. In der 55. Minute machte Proost das Spiel so über die rechte Seite schnell und schloss ihre Aktion mit einer präzisen, flachen Hereingabe ab, die Tanikawa im Fünfmeterraum fand, die Japanerin allerdings nicht richtig traf. Die nächste Chance gehörte wieder Leverkusen. Eine Flanke von Mädl landete genau bei der heranrauschenden Kramer, die den Ball nur mit dem Oberschenkel traf und direkt auf Mahmutovic (59.) brachte.

Zehn Minuten später hatte Magdalena Eriksson die bisher beste Gelegenheit des Spiels. Harder zog nach einem Eckball aus 18 Metern direkt ab und traf dabei ihre Kapitänin. Diese lenkte mit dem Bein die Flugbahn des Balles entscheidend in Richtung Tor, wo Borggräfe ihn im Liegen mit einer Hand von der Linie kratzte (69.). Die hochverdiente Führung der Münchnerinnen folgte schließlich in der 73. Minute. Im Dreikampf mit den beiden Leverkusener Innenverteidigerinnen wurde Tanikawa kurz hinter der Strafraumgrenze zu Fall gebracht, wodurch sie einen Strafstoß zugesprochen bekam. Diese Chance ließ sich Harder nicht nehmen und verwandelte sicher unten rechts ins Eck. Die Werkself erhöhte den Druck nach dem Rückstand massiv, konnte sich gegen eine stets aufmerksame Defensive aber keine Chancen mehr erspielen. Damit gehen die Münchnerinnen den nächsten Schritt bei ihrem Ziel der Titelverteidigung und ziehen zum siebten Mal in Folge ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein.

Auf Bremen folgt Paris
Zum dritten Heimspiel in zehn Tagen empfangen die FCB-Frauen am Freitag, den 6. November, um 18:30 Uhr den SV Werder Bremen am FC Bayern Campus. Vier Tage später steht die Reise zum Champions-League Spiel bei Paris Saint-Germain an. Anpfiff im Parc de Princes ist am 10. November um 21:00 Uhr.
FC Bayern Frauen - Bayer 04 Leverkusen 1:0 (0:0)
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