Kassandra Potsi im Einsatz gegen den SV Werder Bremen.
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3:1 am Freitagabend

Neun aus neun! FCB-Frauen halten sich im Topspiel gegen Werder makellos!

  • ​​​​​​Neunter Sieg im neunten Ligaspiel 
  • Gelungene Generalprobe vor CL-Kracher bei PSG
  • Damnjanović mit 200. Einsatz

Die FC Bayern Frauen haben ihre Erfolgsserie fortgesetzt: Mit einem 3:1 (1:0)-Sieg gegen den SV Werder Bremen feierte das Team von Cheftrainer José Barcala am neunten Spieltag den neunten Bundesliga-Erfolg der Saison.

Die Münchnerinnen, die im Nord-Süd-Klassiker gegen die Werderanerinnen im Sondertrikot aufliefen, gingen im ersten Spielabschnitt durch einen Kopfballtreffer von Edna Imade in der 21. Spielminute in Führung. Zu Beginn des zweiten Durchgangs kam Werder in Person von Elena Dhont zum Ausgleich (50.). Erst in der Schlussphase konnten die Bayern die Partie zu ihren Gunsten entscheiden: Linda Dallmann traf in Minute 84, drei Zeigerumdrehungen später erhöhte Jovana Damnjanović in ihrer 200. Partie für die Münchnerinnen zum 3:1-Endstand. 

Barcala: „Mannschaft hat sich mit großer Mentalität den Sieg erkämpft“

José Barcala: „Bremen hat uns über weite Strecken der ersten Halbzeit vor große Probleme gestellt. Durch das aggressive Manndecken fanden wir zunächst weder unseren Rhythmus noch die nötigen Verbindungen. Mit einigen Anpassungen kamen wir besser ins Spiel und konnten mit dem Tor etwas Ruhe gewinnen. Nach dem Ausgleich haben wir stabil reagiert und in den letzten 15 bis 20 Minuten unseren besten Fußball gezeigt. Die Spielerinnen von der Bank haben wichtige Qualität eingebracht – und die Mannschaft hat sich mit großer Mentalität den Sieg erkämpft.“

Mattner: „War ein hartes Stück Arbeit“

Sarah Mattner: „Es war ein hartes Stück Arbeit, aber am Ende zählen die drei Punkte. Ich freue mich, dass ich mit meiner Flanke zum 1:0 beitragen konnte. Ich bin vor allem froh über die Spielzeit und möchte mich Schritt für Schritt hier weiterentwickeln. Der Sieg gegen Bremen ist wichtig und gibt uns ein gutes Gefühl für die nächste Aufgabe in Paris.“

Alara im Zuge des Heimspiels gegen den SV Werder Bremen.
Gab gegen den SV Werder den Takt an: Alara Şehitler startete im Mittelfeldzentrum der Münchnerinnen. | © Imago

Edna mit dem Führungstreffer

Die Bayern machten vor heimischer Kulisse von Beginn an Druck. Bereits in der zweiten Minute kombinierten sich die Doublesiegerinnen erstmals sehenswert durch die gegnerische Hälfte. Linda Dallmann steckte auf die freistehende Sarah Mattner durch, deren flacher Abschluss von der Strafraumkante den langen Pfosten nur denkbar knapp verfehlte. Werder ließ sich von der ersten Großchance der Doublesiegerinnen jedoch nur wenig beeindrucken und agierte in der Anfangsviertelstunde mutig. Die Grün-Weißen pressten hoch und setzten die Bayern immer wieder im Aufbauspiel unter Druck, wodurch es die Barcala-Elf ein ums andere Mal mit langen Bällen versuchten. In der 18. Minute kam dann der SVW zu seiner ersten Chance. Nach einer Hereingabe von der rechten Seite tauchte Juliane Wirtz frei vor FCB-Torhüterin Regina van Eijk auf. Die Bremerin traf den Ball jedoch nicht richtig, sodass die Niederländerin keine Mühe hatte, den Versuch zu entschärfen.

Drei Zeigerumdrehungen später schlugen die Bayern eiskalt zu. Der FCB setzte sich zunächst im Sechzehner der Gäste fest. Dallmann legte den Ball noch einmal auf Mattner hinaus, die Edna Imade mit einer herrlichen Flanke am zweiten Pfosten bediente. Bayerns Stürmerin stieg höher als Michelle Ulbrich und köpfte den Ball wuchtig ins Netz – die Führung für den Tabellenführer. Mit dem Treffer im Rücken übernahmen die Bayern zunehmend die Kontrolle. In der 37. Minute schaltete sich Naschenweng mit einem energischen Vorstoß in die Offensive ein und trug den Ball über weite Strecken des Feldes nach vorne. Kurz vor dem Strafraum war jedoch Endstation. So ging es mit der knappen Führung in die Pause. 

Pernille Harder im Einsatz gegen Werder Bremen.
Pernille Harder war einmal mehr eine der Aktivposten im Spiel der Münchnerinnen. | © FC Bayern / Eva Dippold

Dallmann und Damnjanović treffen spät

Die Bayern kamen wie schon im ersten Durchgang hellwach aus der Kabine. Nach einem schnellen Tempogegenstoß über Alara Şehitler fand Pernille Harder im Strafraum die freistehende Kassandra Potsi. Der 18-Jährigen versprang der Ball jedoch, sodass sie nicht zum Abschluss kam. Obwohl die Außenspielerin zunächst gut positioniert war, wurde sie bis an den linken Sechzehnerrand abgedrängt – Gefahr für das Bremer Gehäuse entstand dadurch nicht. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff gelang Werder der Ausgleich. Die Bremerinnen machten über die rechte Seite Druck: Lilli Purtscheller drang bis zur Grundlinie vor und brachte eine scharfe Hereingabe auf Elena Dhont. Aus drei Metern musste diese nur noch den Fuß hinhalten.

Nach dem Ausgleich suchten die Bayern sofort wieder den Weg nach vorne. In Minute 55 kombinierten sich die Münchnerinnen durch die Mitte nach vorne. Dallmann verlagerte das Spiel auf die rechte Seite zu Mattner, deren Hereingabe jedoch hängen blieb. Nach iher Einwechslung war es Momoko Tanikawa, die es aus der Distanz probierte. Ihr Schuss aus etwa 20 Metern verfehlte das Bremer Tor jedoch deutlich (68.). In der Schlussphase sollten sich die Mühen der Bayern doch noch auszahlen. In der 84. Minute brachte Harder eine Flanke in den Strafraum, doch Gmeineder konnte den Ball nicht klären. Potsis Abschluss ließ Schlussfrau Fischer nach vorne abprallen, Dallmann war zur Stelle und staubte zum 2:1 ab. Drei Minuten später sorgte Jovana Damnjanović für die Entscheidung. In der Bremer Hälfte machte Tanikawa das Spiel schnell und legte auf die Serbin ab. Deren trockener Abschluss schlug im linken Toreck zum 3:1-Endstand ein. 

Jovana Damnjanovic bejubelt ihren Treffer gegen Bremen.
Jovana Damnjanović besiegelte in ihrem 200. Pflichtspiel für die Münchnerinnen mit ihrem Treffer zum 3:1 den Sieg der Bayern. | © Imago

Champions League bei PSG & Bundesliga-Topspiel in Wolfsburg

Nach dem Heimspiel gegen Werder Bremen wartet auf die FC Bayern Frauen eine intensive Auswärtswoche: Am Dienstag, 10. November, gastiert die Mannschaft von Cheftrainer José Barcala in der UEFA Women’s Champions League bei Paris Saint-Germain. Anstoß im Parc des Princes ist um 21 Uhr. Nur wenige Tage später, am Samstag, 14. November, steht das Bundesliga-Topspiel beim VfL Wolfsburg an. Die Partie in der Volkswagen Arena beginnt um 17:55 Uhr.

FC Bayern Frauen - SV Werder Bremen 3:1 (1:0)

    FC Bayern Frauen
    van Eijk - Mattner (63. Gwinn), Gilles (63. Eriksson), Ballisager, Naschenweng (69. Kett) - Alara (63. Tanikawa), Amani - Dallmann, Harder, Potsi - Edna (73. Damnjanović).
    Ersatz
    Klink - Damnjanović, Zadrazil, Dunst.
    SV Werder Bremen
    Fischer - Weiß, Ulbrich, Gutmann, Zieniewicz - Hipp, Wirtz (71. Jaron) - Purtscheller, Vanzeir (60. Gmeineder), Mahmoud (60. Sträßer) - Dhont (71. Shimada).
    Ersatz
    Farwick - Desic, Mühlemann, Ernst, Penner.
    Schiedsrichter
    Karoline Wacker (Backnang)
    Zuschauer
    2.500 (ausverkauft)
    Tore
    1:0 Edna (21.), 1:1 Dhont (50.), 2:1 Dallmann (84.), 3:1 Damnjanović (87.)
    Gelbe Karten
    Harder, Gilles / Weiß, Ulbrich
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