
david gegen goliat - der immer gleiche kampf
die C Jungen unterhielten sich schon beim Aufwärmen über die physiognomischen Gegebenheiten der Gräfelfinger Mannschaft. Klar war nach der Vorbesprechung in der Kabine, dass man aufgrund der kurzen Bank und den athletischen Rückständen durch mangelnde Trainingsbeteiligung nicht von Anfang an Vollgas geben könnte, trotzdem aber eine gute Mischung aus Ballsicherheit und Steinschleuder auspacken sollte. Letztere blieb über weite Strecken eingepackt, die Angriffe wurden zu lange in der Seitwärtsbewegung gespielt, auch um den gut und kräftig zupackenden Riesen zu entgehen. Die Anfangseuphorie nach einer schnellen 2:0 Führung wendete sich in eine Phase, in welcher sowohl die Abwehr und Torwartleistung nie ihr normales Niveau erreichte und im Angriff die altbekannte Schludrigkeit bei Pässen und Torwürfen Einzug halten konnte. Dies ist in einem Auswärtsspiel nie von Vorteil und Selbigen lies der insgesamt neutral leitende Unparteiische dann auch bei 1:1 Situationen nahezu nie gelten, pfiff stets in den finalen Pass aus der Bedrängnis zum freien Spieler hinein, entschuldigte sich mehrfach, um es beim nächsten Moment wieder zu tun. Die aus allen benannten Faktoren entstehende Halbzeitkatastrophe (6:16) war dann auch durch viel Kampf im zweiten Durchgang nicht mehr zu kompensieren. Nach der Partie fanden die Davids dann ganz schnell alles wieder 'easy', die Goliats lächelten überlegen und der Trainer verbrachte aufgrund seiner Beobachtungen einen gebrauchten Resttag. Am morgigen Sonntag werden wir hoffentlich eine Trotzreaktion beobachten können und auf der bisher befahrenen Berg- und Talbahn der Saison einen außergewöhnlich schönen Blick ins Voralpenland erhaschen, wenn die Mannschaft von Murnau/Ettal zu Besuch in der Görzerarena sein wird...
