U15 II

Sieg in Partenkirchen

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Der TSV Partenkirchen lud am Samstagnachmittag zum Handballtanz am Fuße des höchsten deutschen Berges ein, dies war aber naturgemäß nur dem ein oder anderen Spieler bewußt. Die zumindest auf den letzten Kilometern äußerst malerische Anfahrt verbrachten die Cracks wie so oft mit Kurzweil des modernen Digitalzeitalters. Die Frage in Eschenlohe, ob jetzt Karlsruhe erreicht sei, musste der Trainer also ebenso ertragen wie die durch die mehrfach unterbrochene Anreise (Stau, Gleisarbeiten) deutlich verkürzte Aufwärmphase. 

Trotz dieser Faktoren entwickelte sich schnell eine vom Bayernexpress nach kurzer Zeit beherrschte erste Hälfte, in welcher die Hausherren auch dem noch unbekannten neuen Spieler etwas Aklimatisierungszeit zugestehen mussten. Dieser zeigte aber (wie der aus dem Hinspiel in Erinnerung gebliebene Akteur) zumindest in kleinen Ausschnitten, dass er in der Abwehr und im Umschaltspiel schon ganz passabel eingreifen kann.

Da Nils und Torben aber gut gefrühstückt hatten und ihre Colts geölt und justiert waren, Leon zu alter Torgefährlichkeit fand und Lennox in der Mitte respektabel die Bälle verteilte, außerdem Paul einige Schrittfolgen aus seinem Tanzkurs zweckentfremdete und Nikolai wie eine Mauer stand, war der Halbzeitstand von 16:10 für die Jungbazis noch enorm schmeichelhaft für den Gegner, dessen restliche Spieler hoffentlich weiter daran arbeiten, die zwei großgewachsenen Handballaffinen in Zukunft besser zu unterstützen.

Die Gewissheit, sich nur selbst schlagen zu können, dies aber eigentlich nicht zu wollen und dies trotzdem riskieren zu müssen, um z.B. Neulingen Spielzeit zu ermöglichen, ist im Jugendbereich eine notwendige Momentaufnahme, die in Teams, welche sich auf lange Zeit breit weiterentwickeln, nicht zu vermeiden ist. Mit dem nötigen Fingerspitzengefühl wurde es so diesmal möglich, das Max sich auf drei Positionen ausprobieren konnte und Luc seinen zweiten Wurf im zweiten Spiel in sein zweites Tor ummünzte. Lennart kämpfte in diesem Spiel etwas zaghaft, wird am Wochenende wegen einer Familienfeier leider nicht gegen die Würmer der HSG antreten können, zeigte aber nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich der Zugspitzler, einer kurzen Eruption des Trainervulkans und der kombinierten Umstellung der Angriffsmaschinerie eine erwünschte Topschlußoffensive.

Mit einem 6:0 Lauf waren die Messen gelesen und man siegte vollkommen verdient mit 28:24. Beim Heimspieltag in der Riesstraße wird man gegen die starken Gräfelfinger Jungs versuchen, deren harte Gangart des Hinspiels mit einem hoffentlich adäquaten

Reaktionsmuster zu beantworten. Ob die C-Jugend schon soweit ist, gegen ein im Durchschnitt deutlich älteres Team zu bestehen, hängt neben dem Frühstück dann auch von der inneren Haltung und Kampfbereitschaft ab.

Es spielten: Nikolai (Tor), Nils 9, Torben 6, Lennart 4, Paul & Leon 3, Luc& Max& Lennox 1