
Nicht erstmalig waren die Bazis froh, die richtige Sportart gewählt zu haben, begaben sich in die gut temperierte Halle und setzten durch ein knackiges Aufwärmprogramm noch einen drauf.
Der verschlafene Start beruhte also, wie leider schon häufig, auf der noch nicht ausreichend geprägten Fähigkeit, taktische Vorgaben zeitnahe umzusetzen. Aus dem Hinspiel war der Stil der Oberländer bekannt, schon damals hatte es die junge Mannschaft nicht geschafft, die wenigen Mittel der Gegner auszunutzen. Überfallartig rennen dabei zwei Spieler aus dem Halbfeld in die Abwehr. Ein jeweils getaner Schritt an die richtige Stelle würde dabei unweigerlich in nahezu jedem Angriff ein Stürmerfoul nach sich ziehen. Und genau diese Bewegung verweigerten die Roten ein ums andere Mal, blickten danach treu in Richtung Schiedsrichter und bewegten sich wieder zu Anwurf. Bis zum 2:7 kamen im Angriff auch noch haarsträubende technische Fehler und unglaublich ungünstige Abschlüsse dazu. Die Auszeit wurde zur Erinnerung der eigentlichen Spielidee genutzt, wollte man doch, mit nur einem Auswechselspieler, das Tempo kontrollieren und mit zwei auf den Gegner zugeschnittenen Auslösehandlungen agieren.
Beim 5:15 in Minute 17 schien "der Groschen dann zu fallen". Wie aus dem Nichts tauchten die vorher benannten Mittel im Spielverhalten der Bazis auf. Der Gegner hatte größte Probleme und zur HZ stand ein 14:17 auf der Anzeigetafel.
In die zweite HZ startete das Team nach dementsprechender Messe in der Kabine wie die Feuerwehr, dem Trainerteam glänzten die Augen und die umgestellte, von den Tölzer Buam offensichtlich nicht erwartete Abwehrvariante zeigte sofort Wirkung. Beim 21:20 ging man dann folgerichtig in Führung, konnte diese auch durch die für die Belastungssteuerung eingebrachten Wechsel halten. Nun merkte das Publikum auf beiden Seiten die Kraftverhältnisse, der Tölzer Club konnte ausreichend wechseln, was der Bayernmannschaft aufgrund der extrem "kurzen" Bank nicht möglich war. Die Bazis warfen alles in die Waagschale, die sehr guten Torhüter des Gegners verhinderten im vorletzten und letzten Angriff der Bayern einen erfolgreichen Abschluss und so verlor man beim Tabellenzweiten äußerst unglücklich mit 28:30.
Um die Saison wieder in erfolgreiche Bahnen zu lenken und an die recht gute Vorrunde anzuknüpfen, ist neben einer deutlich zu steigernden Trainingsbeteiligung auch eine Genesung der kranken und verletzten Spieler notwendig. In den noch ausstehenden Partien wird man dann kaum noch Punkte abgeben und im Tabellenrang wieder nach oben klettern.
Es spielten: Mohammed (Tor), Anton 10, Sinan 7, Paul 6, Adin 2, Petar, Jozsef, Noah je 1
