Damen I

Knapp, knapper, doch verloren!

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Nach einem fulminanten Spiel in der vergangenen Woche wollten es die Bayern Ladies nochmal wissen. Im Spiel gegen den TSV Ebersberg ging es am Sonntag Abend um 18:00Uhr gegen eine junge Truppe. Das Ziel „Klassenerhalt“ klar vor Augen war die Reise zum Auswärtsspiel diesmal fast schon kurz.

Pünktlich wurde angepfiffen. Die Bayern Ladies im Angriff – und der saß. Körpertäuschung, Drehung, frei und das Ding war im Kasten. Und das von einer eigentlichen Außenspielerin auf Halb! Weiter so! Zwar glich der Gegner aus, aber alle blieben dran und so stand es nach sechseinhalb Minuten 6:6 Unentschieden. Es ließ auf ein spannendes, ein umkämpftes und ein torreiches Spiel hoffen. Und so kam es auch. Schnelle Mitte, zweite Welle, Spielzüge und Abräumen sorgten ein ums andere Mal für Erfolg im Angriff, genauso wie Kreisanspiele und bald führten die Bayern Damen mit zwei Toren (10:12 in der 16. Minute). Diesen kleinen Vorsprung hielt man, nicht zuletzt wegen der „Mauer“ in der Abwehr. Bis zum Ende der Halbzeit war es ein Hin und Her und ein wirklich ansehnlicher Handball auf beiden Seiten! In die Kabine ging es dann mit einem 16:18. Nur zwei Tore, aber diese waren verdient. Verdient und erkämpft! Jede für jede und alle für einen. Weiter geht's!

Die zweite Halbzeit begann wie die erste endete: beide Mannschaften auf Augenhöhe, doch vor allem die Abwehr der Bayern Ladies stand. So hielt man den Abstand. Zumindest für fünf Minuten. Dann jedoch brach man ein. Kurz und heftig und nach weiteren zehn Minuten waren die Gegner dran und ging voraus – 24:22 in der 46. Minute. Auszeit. Taktik. Atmen. Weiter. Jetzt heißt es durchhalten, kämpfen. Jede läuft für die andere, Zähne zeigen und man ist dran. Spannend. Wirklich spannend! 25:24; 27:26; 27:27. Die Uhr zeigt noch gute fünfeinhalb Minuten (54:31). Auszeit der Heimmannschaft. Auch hier – Taktik, durchatmen, Kräfte mobilisieren. Die Abwehr der Bayern Ladies stellte um und dann – ja, dann waren beide Teams überfordert: beide machten technische Fehler, passten den Ball an oder in den Gegner oder warfen gleich übers Tor. Ganze 4:17 traf niemand mehr! Nerven bewahren! Doch irgendwie kam der Ball ins Tor – nur leider das eigene. Aber es waren noch 73 Sekunden zu Spielen. Also in den Angriff. Doch in dieser Situation war die Heimmannschaft vielleicht auch nervenstärker. Denn sie holten sich den Ball zurück und auch eine Manndeckung nutzte nichts mehr. 60:00 Minuten. Endstand: 28:27.

Es war ein schönes, ein faires, aber leider auch ein verlorenes Spiel. Die Mannschaft des FCB zeigt immer mehr, dass sie sich eingespielt hat, dass vielleicht auch das zu Beginn der Saison den Start holprig gemacht hat und jetzt, wo die Verletzungen auskuriert sind, man auch in voller Stärke antreten kann! Weiter so! Denn die Saison ist noch nicht vorbei und der Klassenerhalt noch nicht sicher!

Für den FCB spielten: Corinna Griese (Tor), Kristin Bernhart (8), Katharina Zach (3), Lydia Christöphler (3/4), Julia Hock, Alisa Scheuch, Melissa Fae (2), Duygu Göcen, Annemarie Knatz, Katharina Winter (2), Hannah Petersen (1), Katharina Mense (2), Verena Huhn (1/1)