Damen I

Torfestival der besonderen Art

Increase font size Schriftgröße

Was bisher geschah: Rückrunde 2019. Drei Punkte. Das heißt ein Sieg zum Auftakt, dann drei Niederlagen und ein unglückliches Unentschieden. Hängende Köpfe, Egos, die aufgebaut werden müssen, eine Mannschaft, die nicht zeigt, was Handball bedeutet.

In der heutigen Folge: Spiel gegen SHC Salzburg. Seines Zeichens eine Mannschaft auf Tabellenplatz drei. Quasi wie der FCB, nur auf den Kopf gestellt. In diesem Spiel wird alles anders…

Pünktlicher Anpfiff um 18:00 Uhr vor heimischer Kulisse am FCB Campus. Eine volle Bank, ein großer Wille und das Spiel beginnt. Die ersten zweieinhalb Minuten passiert nichts. Weder auf Bayern- noch auf gegnerischer Seite kommt man zum Tor. Dann trifft der Gegner. 0:1. Lasset das Spiel beginnen. Schnell wird nachgezogen und in der nächsten Minute wird insgesamt viermal getroffen, 2:2. Und dann, dann fährt der Bayernzug los und die Mauer steht: 3:2, 4:2 bis zu einem 7:2 bei genau neun Minuten wird ein ums andere Mal ausgespielt, die zweite Welle gelaufen und erfolgreich abgeschlossen. Die Gegner des SHC werden auf Abstand gehalten, sodass diese bei einem Zwischenstand von 8:3 zu einer Auszeit gezwungen werden. Luft holen. Kurze Ansprache, weiter geht’s. Alles geben. Über ein 10:3 und 12:5 und durch sichere Siebenmeter, Folgetreffer von Außen sowie eine Glanzleistung im Tor steht es nach 30 Minuten 18:10. Unglaublich? Nein. Das hatten wir bereits so schon das ein oder andere Mal…

Genau das wurde auch in der Halbzeitpause angesprochen. Gerade die ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte waren entscheidend. Denn hier zeigten die Bayern Ladies zu oft fehlende Konsequenz, mangelnde Konzentration und Vorsprünge schrumpften.

Pause rum, zweite Runde. Eben noch gewarnt, wurden die ersten zehn Minuten verloren. Aber mit 6:7 Treffern hielt man den Gegner weiterhin auf Abstand. Auch vier Zweiminuten Strafen in gut sechs Minuten hielt die FCB Ladies nicht auf. Im Gegenteil – durch geschickte Abwehr machten die Gäste Fehler, die ausgenutzt wurden und in der 46. Minute stand es 28:20. Diese Folge war voll mit Spannung und Handball. Ja, die Damen spielten Handball. Schönen Handball. Schön anzuschauen. Sowohl im Angriff, als auch in der Abwehr. Und kam doch mal ein Ball durch, war da ja noch die Torhüterin. Bei 30:21 und einer roten Karte in der 50. Minute träumte man nicht mehr. Alle waren wach, alle hatten zwei Punkte vor Augen. Weiter weiter, immer weiter. Die Mannschaft kämpfte, spielte sich frei und traf noch weiter. Und dann kam er – der Pfiff. Der Schlusspfiff! Und ja, diese Folge endet mit zwei Punkten. Siegpunkte. Kampfpunkte und verdiente Punkte. Denn es geht um den Klassenerhalt. Um die Ehre und um den Mannschaftsgeist. Und all das war heute zu sehen. Endstand: 35:27.

Ein schönes, ein starkes und ein erfolgreiches Spiel. Nicht nur die Mauer stand, auch der Angriff kämpfte und die Siebenmeterschützinnen trafen. So hat der dritte von unten den dritten von oben geschlagen! Jetzt gilt es genau daran anzuknüpfen, diese Energie mitzunehmen und ins nächste Spiel, die nächste Folge und die restliche Saison zu tragen! Denn 13 Tore von Außen und zehn getroffene Siebenmeter sind eine Bilanz, die sich sehen lassen kann!

Ein besonderes Dankeschön geht auch an die Fans, die die Halle belebt und das Spiel lautstark verfolgt haben.

Für den FCB spielten: Corinna Griese (Tor), Kristin Bernhart (5), Magdalena Langer, Katharina Zach (6), Duygu Göcen (1), Melissa Fae, Lydia Chistöphler (4/8), Sena Durmic, Katharina Winter (2), Katharina Mense, Julia Hock, Verena Huhn (1), Olivia Glaw (6/2)