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Handball

Nach zähem Beginn: Damen erkämpfen sich einen Punkt

Nach einer weiterhin durch Verletzungen geschwächte Mannschaft starteten die Damen des FC Bayern München motiviert, aber mit einer gewissen Skepsis in die Rückrunde. Der Druck, endlich wieder in die Erfolgsspur zu finden, war spürbar, doch das Tempo der ersten Halbzeit ließ darauf schließen, dass die Winterpause noch nicht vollständig abgelegt war.

Die Partie begann eher schleppend. Beide Teams taten sich schwer, ins Spiel zu finden, was zu einem zähen Beginn mit wenig Toren führte. Nach einem umstrittenen nicht anerkannten Tor nach einem Tempogegenstoß der Bayernmädels in der 10. Spielminute stand es 3:5 zugunsten der Gäste aus Stadeln. Die Münchenerinnen kämpften mit der fehlenden Stabilität und konnten Ballgewinne oder Fehlwürfe der Gäste nicht effektiv umsetzen. Häufig fehlte das schnelle Umschaltspiel, was in einer Vielzahl von Fehlpässen und ungenauen Würfen resultierte.

Im Angriff vermisste man sowohl das notwendige Tempo als auch den nötigen Zug zum Tor. Viele Aktionen verliefen ins Leere, und so blieb der Halbzeitstand mit 12:13. Es war klar, dass in der zweiten Hälfte eine deutliche Steigerung nötig war, wenn man noch etwas Zählbares aus diesem Spiel mitnehmen wollte.

Die zweite Halbzeit begann jedoch vielversprechend. Bereits nach zwei gespielten Minuten konnten die Bayern-Damen erstmals in Führung gehen (14:13) und zeigten, dass sie den Kampfgeist wiederentdeckt hatten. Fehlpässe wurden besser kontrolliert, doch technische Fehler blieben ein ständiger Begleiter. Diese verhinderten, dass die Münchenerinnen ihren Spielfluss stabilisierten und sich einen klareren Vorsprung erarbeiteten.

Trotz dieser Schwächen steigerte sich die Mannschaft jedoch in der Abwehr. Bessere Absprachen und ein kompakterer Block halfen, das Spiel marginal zu stabilisieren. Auch die Angriffsaktionen wurden besser koordiniert, was sich in einer verdienten 19:16-Führung in der 43. Minute niederschlug. In dieser Phase sah es kurzzeitig so aus, als ob die Gastgeberinnen den nötigen Ruck bekommen hätten, um das Spiel zu ihren Gunsten zu wenden.

Doch wie schon in der ersten Hälfte gab es auch in der zweiten einige Schwankungen im Spielverlauf. Die Führung konnte zwar immer wieder ausgebaut werden, jedoch blieb die Partie durchweg spannend. In der 53. Spielminute stand es dann 23:23, und die letzten sieben Minuten des Spiels verliefen torlos. Trotz mehrerer Auszeiten, sowohl seitens der Bayern als auch der Gäste, konnte keine der beiden Mannschaften in dieser kritischen Phase noch den entscheidenden Treffer erzielen. Beide Mannschaften kämpften auf Augenhöhe, jedoch mussten sich die Bayern-Damen mit dem 1 Punkt begnügen.

„Ein Punkt ist ein Punkt“, resümierte eine sichtlich enttäuschte, aber auch kämpferische Mannschaft nach dem Abpfiff. Der Rückrundenauftakt zeigt, dass noch viel Arbeit vor den Bayern-Damen liegt, doch der Punktgewinn in einem schwierigen Spiel könnte als Ausgangspunkt für eine Steigerung im weiteren Verlauf der Saison dienen.

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