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Handball

Zwischen Moral, Meisterstück und bitterem Dämpfer

Die vergangenen Wochen hatten für unsere Herren alles zu bieten: ein Spiel, das lange auf der Kippe stand, ein überzeugender Heimsieg mit klarer Leistungssteigerung und eine bittere Auswärtsniederlage nach starker erster Hälfte. Mal dominierend, mal kämpfend, mal unglücklich – aber immer mit Einsatz, Tempo und dem Willen, das Spiel in die eigene Richtung zu ziehen. Ein Blick zurück auf drei intensive Partien in der Bezirksoberliga.

Leistungssteigerung nach der Pause ebnet deutlichen Heimsieg

Am 24.01.2026 luden die Männer des FCB die Gäste aus Brückmühl am Campus ein – nach einem zwar überzeugenden Sieg im Hinspiel musste jedoch eine deutliche Steigerung zum vergangenen „Sonntagsspiel“ gegen Schwabing her, um den Anschluss an die obere Tabelle zu halten.

Die Gäste, die sich noch wichtige Punkte um den Klassenerhalt sichern wollten konnten befreit aufspielen und taten dies auch, immer wieder konnten die Gäste durch schnelle und einfache Tore über die Mitte erfolgreich einnetzen – nur unser Torhüter Dennis vereitelte noch einige Großchancen zu Beginn der Partie, um an den Bruckmühlern dran zu bleiben. Die Wurfausbeute im Angriff war ziemlich schwach, da auch der gegnerische Hüter einen Sahnetag erwischt hatte.

Zur Halbzeit hatte man noch das Nachsehen und eine ordentliche Leistungssteigerung nach der verschlafenen ersten Hälfte musste her. Dies gelang auch ab Minute 40. bei der ersten komfortablen Führung und drei schön herausgespielten Toren über Niklas Hammer (21:17). Anschließend ging den Gästen dann ordentlich die Luft aus, sodass man über kurze Zeit bereits auf 7 Tore davonzog und die letzten Zweifel beseitigte. Nun konnten sich auch einige frische Spieler von der Bank direkt in die Torschützenliste eintragen und am Ende einen komfortablen 10 Tore Sieg abhaken.

2 wichtige Punkte wurden eingesackt – auch wenn über weite Strecken ein ebenbürtiger Gegner auf dem Feld stand.

Für den FCB spielten: D. Mesinovic, J. Engler (beide Tor); M. Berg (1), M. Kroth (5), N. Hammer (4), D. Zimmermann (5/3); B. Misic (1), L. Deboy (1), N. Stonawski (3), L. Dürr (1), R. Galindo Guardia (1), J. Hammerschick (4), A. Steinmeier (3), S. Hütten (3)

Starke erste Hälfte reicht nicht – knappe Niederlage in Anzing

Der FC Bayern München musste sich am Samstagabend in der Bezirksoberliga Männer beim SV Anzing II denkbar knapp mit 28:30 (16:13) geschlagen geben.

Die Münchner erwischten einen hervorragenden Start und gingen früh in Führung. Über weite Strecken der ersten Halbzeit kontrollierten wir das Spielgeschehen und setzten uns zwischenzeitlich auf sechs Tore ab (10:16). Mit einer verdienten 16:13-Führung ging es in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel hielten wir zunächst das Tempo hoch und bauten den Vorsprung bis zur 32. Minute auf 19:13 aus. Doch in der Folge verlor das Spiel zunehmend an Stabilität. Anzing nutzte unsere Unkonzentriertheiten konsequent aus und kämpfte sich Tor um Tor zurück. In der Schlussphase entwickelte sich eine intensive und umkämpfte Partie, in der wir mehrfach den Ausgleich hinnehmen mussten.

Beim Stand von 27:27 wenige Minuten vor Schluss kippte das Spiel endgültig. Anzing agierte in den entscheidenden Momenten effizienter, während uns im Abschluss die letzte Konsequenz fehlte. Trotz großem Einsatz bis zur letzten Sekunde mussten wir uns am Ende mit 28:30 
geschlagen geben.

Es spielten: M. Berg, M. Kroth (5), N. Hammer (1), N. Teichmann (6), D. Zimmermann (3), B. Misic, L. Deboy (1), J. Dattner (2), D. Mesinovic, N. Stonawski (2), L. Dürr, J. Engler, B. Vasiljevic, A. Steinmeier (5), S. Hütten (3)

Moral und Nervenstärke sichern Comeback-Erfolg vor heimischem Publikum

München, Samstagabend, Bezirksoberliga. Heimspiel in der eigenen Halle, vertrauter Boden, volle Tribüne – und eine Mannschaft, die genau wusste, was sie ihrem Publikum schuldig war. Der FC Bayern München empfing den TSV Allach 09 II – und lieferte ein intensives Duell mit starkem Comeback. Nach einem 12:13-Rückstand zur Pause drehte Bayern die Partie und gewann verdient mit 30:26.

Der Auftakt gehörte den Hausherren: Das 1:0 für Bayern erzielte Niklas Stonawski – ein früher Treffer, der die Halle sofort mitriss. Doch Allach antwortete entschlossen, störte früh im Aufbau und nutzte kleine Abstimmungsprobleme in der Defensive konsequent aus. Bayern ließ den Ball zwar ordentlich laufen, doch im Abschluss fehlte zunächst die letzte Präzision im Abschluss. So entwickelte sich eine enge Partie, in der die Gäste leicht die Oberhand gewannen.

Mit zunehmender Spielzeit musste der FCB einem knappen Rückstand hinterherlaufen. Die Atmosphäre blieb dennoch elektrisierend. Jeder Zweikampf wurde gefeiert, jede Parade bejubelt. Kurz vor der Pause setzte Allach noch einmal ein Zeichen und ging mit einer 13:12-Führung in die Kabine – ein ärgerlicher, aber absolut aufholbarer Rückstand.

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich Bayern entschlossener. In der 30. Spielminute fiel der wichtige Ausgleich zum 13:13 durch Jan Hammerschick – ein Treffer, der spürbar Energie freisetzte. Die Abwehr stand nun kompakter, rückte aggressiver heraus und machte die Räume eng. Dahinter präsentierte sich der Mann zwischen den Pfosten Jonas Engler hellwach und leitete mit starken Paraden mehrere Gegenstöße ein.

Allach hielt zunächst dagegen und versuchte, das Tempo hochzuhalten. Doch in der 38. Spielminute kam die Szene, die das Spiel endgültig zugunsten der Hausherren kippte: Max Kroth erzielte den Ausgleich zum 18:18 – ein Tor, das wie ein Startschuss wirkte.

Der Ball lief jetzt schneller durch die eigenen Reihen, die Entscheidungen waren klarer, die Abschlüsse konsequenter. Aus einer stabilen Defensive heraus setzte der FCB immer wieder Nadelstiche im Tempospiel. Schritt für Schritt wuchs der Vorsprung. Die Halle verwandelte sich in einen Hexenkessel, das Publikum stand längst hinter seiner Mannschaft.

In der Schlussphase bewies Bayern Nervenstärke. Trotz offener Manndeckung der Gäste blieb das Team ruhig, spielte die Angriffe diszipliniert aus und verteidigte leidenschaftlich. Die Gäste blieben somit chancenlos auf ein Rankommen.

Mit dem Schlusspfiff war der 30:26-Heimsieg perfekt. Gekämpft. Gedreht. Gefeiert. Ein Erfolg, der vor allem eines zeigte: Moral, Zusammenhalt und den unbedingten Willen, ein Spiel in eigener Halle nicht aus der Hand zu geben.

Es spielten: Mesinovic, Engler (Tor), Kroth (6), Hammer (2) , Hammerschick (3), Steinmeier (3), Hütten (5), Teichmann (3), Misic (1), Deboy (1), Dattner (1), Stonawski (3), Vasiljevic, Galindo, Nehr.

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