Interview

Abschied von Markus Geiger

Increase font size Schriftgröße

Zum 01.07. wechselte Markus zurück in die alte Heimat. Steffi nutzte die Gelegenheit sich noch einmal mit ihm über die Zeit beim FCB sowie seine zukünftigen Pläne auszutauschen.

Lieber Markus, am 30.06. war dein letzter Tag als stellvertretender Abteilungsleiter. Du verlässt uns wieder Richtung Heimat. Erzähl!

Ja, meine Frau und ich haben uns entschlossen unsere Zukunft im Raum Passau zu gestalten. Unser Traum vom Hausbau ist in unserer gemeinsamen Heimat einfacher realisierbar. Und am 1. Juli begann dort auch schon meine neue Arbeitsstelle.

Ich erinnere mich noch gut an deinen Probe-Trainingstag vor ca. 3 Jahren - Was war für dich ausschlaggebend zu uns zu wechseln?

Ja, ich kann mich da noch gut daran zurückerinnern. Das war im April 2017, kurz nachdem ich nach München gezogen bin. Matthias hatte den Termin bereits als Stellvertreter von Rudi Kahler koordiniert. In der Grafinger Halle hatte ich Dich dann als Trainingspartner. Da wurde mir schon bewusst, dass meine Systemtraining-Erfahrungen bis dahin zu vernachlässigen waren. Erst beim abschließenden Spiel konnte ich Dich in die Schranken weisen. 😉 (beide lachen)

Neben meiner fußballerischen Vergangenheit und der Affinität zum FC Bayern, war allerdings auch die örtliche Nähe zur Wohnung mit entscheidend. Im Vergleich zu anderen gut gelegenen Vereinen war es dann auch die Vielfalt an Trainingsmöglichkeiten. Meinen Job und das Training konnte ich so flexibel gestalten.

Und seitdem ist viel passiert…

Ja! Los ging es mit dem alljährlichen Sommerturnier. Ich hatte viel Glück, konnte alle Turniertage mitspielen und gewann es gleich auf Anhieb. Den Allianz-Arena Besuch mit Rudi habe ich bei einem Bundesliga-Spiel der Vorrunde 2017/18 gleich noch eingelöst.

Die erste Saison war echt interessant. Die Vorrunde begann ich in Herren VI und hatte damit auch noch die Säbener Halle als Heimspiel-Stätte kennen gelernt. Zudem habe ich oft bei Herren V und Herren IV ausgeholfen und kam dadurch allein in der Vorrunde auf 16 Einsätze. Die Rückrunde rutschte ich dann in H5 hoch und hatte da auch einen Einsatz in H3. Soweit ich weiß waren es in dieser Saison mehr Einsätze für mich als für jeden Anderen bei den Erwachsenen.

Für die Saison 2018/19 wurde ich Kurzerhand zum Spielführer in Herren IV ernannt, was ich gerne gemacht habe. Leider konnte ich in der Rückrunde verletzungsbedingt nur noch je einen Einsatz in H4 und H3 machen. H4 scheiterte leider am Ende in der Relegation und verpasste den Aufstieg in die Bezirksoberliga.

Meine letzte Saison war ich dann Stammspieler bei H5 und durfte ebenso Teil der Aufstiegsmannschaft H4 sein, die dieses Jahr (auch als Tabellenzweiter) den Aufstieg schaffte.

In dieser letzten Saison gab es ja Neuwahlen, wobei Rudi nicht mehr angetreten ist. Matthias hatte im Vorfeld als dessen Stellvertreter bereits seine Fäden gezogen und für seine Amtszeit nach Unterstützung gebeten, die ich ihm auch zusagte. So konnte ich das inoffizielle Amt ein Jahr bekleiden und muss es eben aus den genannten privaten Gründen auch wieder niederlegen.

Das klingt auf jeden Fall nach einer ereignisreichen Zeit! Was wirst du am meisten vermissen? An München aber auch beim Tischtennis beim FCB?

München hat – das weiß jeder hier – einfach unwahrscheinlichen Charme und eine Vielfalt an Möglichkeiten, die es einem bietet. Zudem habe ich natürlich in Passau auch nicht mehr eine solche Infrastruktur wie in der Landeshauptstadt.

Beim Vereinsleben habe ich ebenso die Vielzahl an Trainingsmöglichkeiten und vor allem auch der Anzahl an verschiedensten Trainings-Partner genossen. Das Training mit den Kids oder mit Flo war immer besonders wertvoll und auch lehrreich. Und nicht zuletzt muss man natürlich sagen, dass man sich mit einigen auch sehr gut angefreundet hat, super zusammen „gearbeitet“ und/oder gespielt hat.

Gibt es irgendetwas, dass dich beim FCB besonders beeindruckt hat?

Definitiv. Die Strukturen hier sind natürlich alles andere, als es in anderen Vereinen kenne. Allein die Möglichkeiten, die eine Abteilung hat, sind enorm. Dazu kann beispielsweise die zusätzliche Halle am FC Bayern Campus nennen. Dort und auch in der neuen Halle in der Berg-am-Laim-Straße hat der Verein komplett neues Equipment bekommen. Das ist nicht selbstverständlich.

Außerdem war ich doch relativ häufig auch bei Turnieren. Fremde Spieler fragen da doch etwas öfter mal nach, wie es denn so beim FCB ist oder machen ihre Späßchen mit Fußball-Hintergrund.

Und eine besonders lustige Anekdote, die du nie vergessen wirst?

Auf Anhieb fallen mir einige unvergessliche Erlebnisse ein, aber keine extrem lustige Story, die ich guten Gewissens öffentlich machen kann. (lacht)

Besonders in Erinnerung bleiben Momente, wie das Dreikönigs-Fußballturnier für alle Abteilungen des FCB. Da durfte ich unter anderem mit einer Fußball-Europameisterin und Championsleague-Gewinnerin (Navina Omilade) zusammenspielen. Bei der 2. Teilnahme habe ich mit Matthias in einem Team das Turnier sogar gewonnen. Allerdings mit größter Unterstützung des ehemaligen Profi-Torhüterin Ka Lehmann.

Außerdem war es ein sehr besonderes Ereignis, als wir die vergangene Weihnachtsfeier am FC Bayern Campus mit einem Menü von Alfons Schuhbeck genießen konnten.

Was auch total witzig war, ist das Mädchen-Schnuppertraining, das du organisiert hattest. Da habe ich mal mitbekommen, was unsere Jugendtrainer alle so mitmachen. Tränen, verrückte Hühner und ganz viele strahlende Gesichter. Macht weiter mit dieser grandiosen Jugendarbeit!

Aber der Kontakt bleibt bestehen, oder? Wie sieht es z.B. mit einem Freundschaftsspiel aus?

Der Gedanke bestand ja schon länger seitens meine neuen/alten Vereins. Den Gedanken greife ich jetzt auf und möchte mal ein Freundschaftsspiel ausmachen. Leider wird es wohl dieses Jahr wegen der Corona-Situation eher schwierig, dies noch als „Vorbereitungsspiel“ zu organisieren. Aber ich bin mir sicher, dass es im kommenden Jahr funktionieren kann. Da schnapp ich meine Jungs dann und wir kommen nach München. Für die Planung ist ja noch genug Zeit.

Und wie geht es im Tischtennis weiter? Wirst du dort in deinem neuen alten Verein auch wieder im Führungsteam mitmischen?

DJK SV Kirchberg v. Wald ist der Verein, von dem ich gekommen bin. Dahin wechsle ich jetzt wieder zurück. Wir schlagen kommende Saison in Niederbayer-Ost in der Bezirksklasse B auf.

Vorerst komme ich mal zurück zum Verein. Die Strukturen sind hier gegeben und alle Aufgaben verteilt. Da ist, soweit ich weiß, gerade keine „Stelle“ frei 😉

Gibt es noch etwas, dass du den Spielern des FCB mit auf den Weg geben möchtest?

Die Spieler-Typen und Persönlichkeiten sind ja bunt gemischt. Das ist es, was es auch so besonders macht. Ich wünsche mir nur, dass alle Aktiven akzeptieren können, dass man im Führungsteam mal unkonventionelle Entscheidungen trifft. Auch wenn es auf den ersten Blick unlogisch oder unfair erscheint, es müssen oft so viele Vorgaben seitens des Verbandes, des Vereins, der Stadt und vieles mehr beachtet werden. Es wird immer nach der bestmöglichen Lösung gesucht und in einer Truppe von circa 10 Leuten besprochen. Gerade die aktuellen Corona-Auflagen stellt alle vor enorme Aufgaben. Das Gemeinwohl steht hier an 1. Stelle.

Ich wünsche euch für die Zukunft in jedem Fall den gewünschten Erfolg, sowohl individuell als auch für eure Teams. Das Wichtigste bleibt aber: Bleibt gesund und verletzungsfrei, dass wir alle noch viel Freude an und neben der Platte haben werden.

Lieber Markus, vielen lieben Dank für die tolle Zeit mit dir und deinen 100%igen Einsatz für unseren Verein. Wir wünschen dir für deinen weiteren Weg - privat, sportlich und beruflich - alles Gute und freuen uns schon jetzt auf das Freundschaftsspiel :)

Weitere Inhalte