2x WM-Bronze für den FC Bayern

Daniel Rinderer und Tom Schweiger gewinnen Bronze bei Jugend-WM

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Toller Erfolg für die beiden Starter des FC Bayern bei der Jugend-WM 2021 in Portugal: Daniel Rinderer (19) und Tom Schweiger (17) kehren mit einer sensationellen Bronze-Medaille im Team-Wettbewerb U19zurück, in dem Daniel mit dem offiziellen WTT Ballwechsel des Tages inzwischen zum Social Media Star avancierte (Hier geht's zum Video).

Daniel startete im Anschluss noch als Nachrücker im Individualwettbewerb, wo er allerdings im Einzel, Doppel und Mixed in der 1. Runde teilweise unglücklich die Segel streichen musste.

Team-Wettbewerb - Sensationeller Sieg gegen Europameister Polen bedeutet Edelmetall

Im Viertelfinale musste das deutsche Team gegen Europameister Polen antreten. Bei der Jugend-EM im Juli war man hier im Viertelfinale noch mit 0:3 unterlegen, aber bei der WM sollte sich das Blatt wenden. Entscheidenden Anteil dabei hatte Daniel Rinderer vom FC Bayern München: der gebürtige Niederbayer im Dress des FC Bayern "stellte nämlich gleich im ersten Einzel des Abends mit einer beeindruckenden Leistung die Weichen zu diesem Erfolg, indem ihm gegen Polens Spitzenspieler Maciej Kubik ein verdienter 3:1-Erfolg und damit das vorentscheidende Break gelang" (Quelle: tischtennis.de).

Die beiden anderen Punkte zum 3:2-Erfolg holte Kay Stumper vom Bundesligisten Neu-Ulm. Daniel verlor zwar sein zweites Einzel gegen Kulczycki mit 0:3, aber immerhin gelang ihm der Punkt beim  vom WTT ausgewählten schönsten Ballwechsel des Turniertages (s. oben).

Im Halbfinale gegen das favorisierte Rußland, gespickt mit zwei Bundesliga-Spielern aus Bad Königshofen und Neu-Ulm, zog das deutsche Team mit 0:3 den kürzeren, Daniel gelangen in seinem Einzel die beiden einzigen Satzgewinne.

Trotzdem war damit Bronze sicher - ein ebenso unerwarteter, aber verdienter Erfolg. Tom Schweiger als 4. Mann kam nicht zum Einsatz, kann sich mit seinen 17 Jahre aber ebenso über das Edelmetall freuen und wird in den nächsten Jahren eine Säule der U19-Nationalmannschaft sein.

Individualwettbewerbe 

Im Einzelwettbewerb rückte Daniel Rinderer in das 32er-Feld nach und bekam es in der 1. Runde gegen den Kroaten Ivor Ban zu tun. In einem hart umkämpften 7-Satz Match zog er mit 11:13 im Entscheidungssatz nach Abwehr von vier Matchbällen unglücklich den Kürzeren (-8,-7,12,-9,8,10,-11).

Daniel (auf tischtennis.de): "Ich habe in den letzten Monaten drei mal gegen ihn gespielt und konnte eine Partie gewinnen. Ich wusste also, dass es ein Spiel auf Augenhöhe wird, auch wenn er sicher als Nummer vier der Setzliste der Favorit war. Leider habe ich am Anfang die engen Sätze unglücklich verloren und konnte es am Ende trotz sechs abgewehrter Matchbälle nicht mehr drehen. Es ist bitter und ich bin jetzt traurig. Aber das wird sich morgen sicher wieder etwas gelegt haben, weil ich eigentlich sehr zufrieden mitm einer Leistung."

Da Daniel kurzfristig als Teilnehmer nachrückte, musste er im Doppel und Mixed mit den Partner spielen, die "frei" waren und nicht mit den Nationalmannschaftskollegen, mit denen er teilweise bei der EM im Sommer noch erfolgreich am Start war.

So trat Daniel im Mixed mit der Ägypterin Hend Fahty an, die er erst am Tag des Wettkampfs kennenlernte. Entsprechend war man mit keinen allzu großen Hoffnungen gegen das russische Mixed Elizabet Abraamian/Vladimir Sidorenko gegange. Nach Startschwierigkeiten im ersten Satz (1:11) konnten die beiden weiteren Sätze zwar ausgeglichener gestaltet werden (9:11, 11:13), aber letztlich war das russische Mixed eine Nummer zu groß.

Daniel (auf tischtennis.de): „Wir wussten schon bei der Auslosung, dass es gegen die beiden ein sehr schwieriges Spiel werden wird, weil es eines der besten europäischen Mixed ist. Sie haben schon zu Schüler-Zeiten zusammen Mixed gespielt. Meine Mixed-Partnerin und ich hatten noch nie miteinander gespielt und haben uns heute zum ersten Mal überhaupt gesehen.
Wir hatten Anfangsschwierigkeiten. Der erste Satz ging relativ schnell an die Russen. Danach sind wir gut ins Spiel reingekommen. Wir hatten im Zweiten und Dritten die Chance, den Satz zu gewinnen. Gewinnen wir einen Satz, können wir das Spiel etwas ausgeglichener gestalten. So ging das Spiel 0:3 verloren. Dafür, dass wir der große Underdog waren, haben wir uns gut geschlagen. Das war keine Blamage.“

Im Doppel war Nicholas Lam (Australien) sein Partner, mit dem er bis dato nicht zusammengespielt hatte, den er aber wenigstens aus der 3. Bundesliga (Nicholas spielt beim Ligakonkurrenten Effeltrich) und aus Jugendturnieren kannte. Gegen die an Nr. 2 gesetzten Rumänen Eduard Ionescu/ Darius Movileanu verlor man letztlich mit 0:3 (-9,-6,-8).

Daniel (auf tischtennis.de): „Es war so ähnlich wie im Mixed davor. Ich hatte mit meinem Partner vorher noch nie gespielt, kannte ihn aber schon aus der Liga und von anderen Turnieren. Wir haben uns gut verstanden. Wir wussten, dass es gegen die an zwei Gesetzten nicht einfach wird. Es war trotzdem ein machbares Los, weil wir eine Links-Rechts-Kombination sind und wussten, dass wir gut spielen können. Mit dieser Einstellung sind wir ins Spiel hineingegangen. Es waren die erwartet engen Sätzen, nur dass in den knappen Phasen die Rumänen die besseren Entscheidungen getroffen haben. So ging das Spiel leider 0:3 aus. Im zweiten Satz haben wir mit 5:0 geführt und plötzlich 5:10 hinten gelegen. Den hätten wir gewinnen müssen. Bei 5:0 haben wir viel zu viele leichte Fehler gemacht, und dann war es schon vorbei. Bei 1:1 wäre es ein anderes Spiel geworden. So war es ein bisschen bitter.“

 

 

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