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Mädchen werden Bayerischer Mannschaftsmeister

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Sinzing. Am 3. März fanden in Sinzing (Oberpfalz) die Bayerischen Schüler-Mannschaftsmeisterschaften statt. Auf Bezirksebene und in Verbandsbereichsentscheiden konnten sich drei Teams des FC Bayern – U15 Mädchen, U15 Jungen sowie U13 Jungen – durchsetzen und jeweils für ihr Final Four – das große Bayern-Finale qualifizieren.

Damit stellte der FC Bayern die meisten startenden Mannschaften, gefolgt von der Jugendsparte des Tischtennis-Bundesligisten TSV Bad Königshofen, die in zwei Altersklassen qualifiziert waren.

Die bayerischen Mannschaftsmeisterschaften standen unter dem Zeichen des Coronavirus – auf den obligatorischen Handschlag vor und nach dem Spiel wurde verzichtet. Aber ansonsten ging es voll zur Sache…

U 15 Mädchen – Bayerische Mannschaftsmeister
(Ergebnisse hier: https://www.mytischtennis.de/clicktt/ByTTV/19-20/pokalspiele/_/gruppe/354115/tabelle/gesamt)

In der Aufstellung Amelia Schnabl, Emilia Schorr, Dea Salihu und Chiara Stein ging es in die Duelle mit TSV Berching, TSV Unterlauter und TSV Bad Königshofen – und alle drei Matches sollten mit einem 6:4-Sieg für den FC Bayern beendet und mit der Goldmedaille belohnt werden.

Bis dahin war es aber ein hartes Stück Arbeit, ein Nerven- und Geduldsspiel sowie eine geschlossene Mannschaftsleistung, die letztlich zum hochverdienten Titelgewinn für die Mädels führte.

Alle gegnerischen Mannschaften hatten von der Papierform her eine sehr starke Nr. 1, insbesondere die erst 9-jährige Koharu Itagaki (TSV Bad Königshofen) war an diesem Tag weder im Einzel noch im Doppel zu bezwingen, auch wenn Amelie im Einzel gegen sie einen Satz gewinnen konnte.

Aber die mannschaftliche Geschlossenheit war letztlich in allen drei Spielen die Sieggarantie für unsere Mädels. So stand es nach den Doppeln immer 1:1 (gegen das gegnerische Doppel 1 wurde zwar in allen drei Matches verloren, aber das gegnerische Doppel 2 wurde immer sicher bezwungen).

Im vorderen Paarkreuz schlug Amelie immer die gegnerische Nr. 2 und konnte gegen TSV Unterlauter auch deren Nr. 1 in fünf Sätzen bezwingen.

Emilia gewann gegen TSV Berching ihr Spiel gegen die Nr. 2 – und holte hier einen wichtigen Einzelsieg für den 6:4-Sieg gegen die bis dato ungeschlagenen Gegnerinnen aus Unterlauter.

Überragende Spielerin an diesem Tag war Dea, die keines ihrer sechs Einzel an Nr. 3 verlor und im Doppel an der Seite von Amelie nur gegen Itagaki/Tempcke, V. unterlag. Besonders wichtig war gleich im ersten Spiel gegen den späteren Silbermedaillengewinner aus Berching ihr Sieg gegen die Nr. 3. Trotz 1:2-Satzrückstand behielt sie die Nerven, gewann nach einer klugen Auszeit von Coach Gaby bei 8:8 im 4. Satz den Satz mit 11:8 und holte dann auch Satz 5 mit 12:10. Weil Chiara an Pos. 4 ihr Spiel bereits gewonnen hatte, war der Matchball gleichzeitig der Matchball zum ersten Sieg.

Nervenstark waren Dea und auch Chiara dann in Spiel 2 gegen Unterlauter beim Stande von 4:4. Beide Spielerinnen mussten in den Entscheidungssatz, den aber Dea und Chiara letztlich jeweils deutlich gewannen. Bemerkenswert war Chiaras Sieg gegen die Nr. 4, Michelle Reiter: nach einem 0:2-Satzrückstand gab sie nicht auf, drehte das Spiel und sicherte so den zweiten 6:4-Sieg.

Und auch Spiel 3 gegen Bad Königshofen sollte spannend werden. Es war vor dem Spiel bereits klar, dass ein 5:5 für den Titel und die damit verbundene Qualifikation zur Deutschen Schüler-Mannschaftsmeisterschaft reichen sollte. Es war aber auch zu erwarten, dass Itagaki drei Punkte für Bad Königshofen holen würde.

Als man nach dem ersten Einzeldurchgang nach zwei Siegen von Dea und Chiara mit 4:2 führte, war man schon fast mit einem Bein im Ziel – dachte man… Bad Königshofen gab sich noch nicht geschlagen und gewann im 2. Durchgang beide Einzel im vorderen Paarkreuz – plötzlich stand es wieder 4:4. Aber wieder sollten Dea und Chiara im hinteren Paarkreuz die Nerven behalten und letztlich mit zwei Einzelsiegen den dritten 6:4-Mannschaftserfolg des Tages sichern.

Der Jubel kannte keine Grenzen – und konnte auch nicht durch fehlenden Pokal und Goldmedaillen getrübt werden, diese würden nachgesendet werden.

U 15 Jungen – 4. Platz
(Ergebnisse hier: https://www.mytischtennis.de/clicktt/ByTTV/19-20/pokalspiele/_/gruppe/353901/tabelle/gesamt)

Als krasser Außenseiter fuhren unsere Jungen 15 zum Final Four, zumal der Ausfall von Thomas Haenel nicht ersetzt werden konnte. Chancenlos waren aber auch alle Gegner bei den Jungen U15 gegen den Top-Favoriten TSV Bad Königshofen, die mit 6:0 Punkten und 18:1 Spielen souverän und verdient den Titel errangen.

Im ersten Match verloren unsere Jungs mit 2:6 gegen TSV Erding, lediglich Daniel Hussain konnte im hinteren Paarkreuz ein Einzel und zusammen mit Robin Stuhrmann ein Doppel gewinnen. Im vorderen Paarkreuz gestaltete Robin die Partie gegen J. Faltermaier offen und unterlag im 5. Satz unglücklich mit 10:12. Auch Ludwig konnte gegen Faltermaier einen Satz gewinnen, unterlag aber in Satz 4 am Ende deutlich.

In der zweiten Partie gegen FC Adler 1919 Weidhausen fehlte nicht viel zu einem Punktgewinn, mit 3:6 unterlag man am Ende knapp. Wieder sollte das vorderer Paarkreuz der Gegner nicht zu schlagen sein, aber im hinteren Paarkreuz gewannen im 1. Durchgang sowohl Daniel Hussain als überraschend auch Louis Ledermann gegen Weidhausens Nr. 3 ihr Einzel. Daniel und Robin gewannen wieder ihr Doppel.

Eine Lehrstunde gab es dann im letzten Spiel gegen die übermächtigen Gegner aus Bad Königshofen, 0:6 Spiele, 0:18 Sätze sowie 81:198 Bälle waren Ausdruck der Chancenlosigkeit.

U 13 Jungen – Bronzemedaille
(Ergebnisse hier: https://www.mytischtennis.de/clicktt/ByTTV/19-20/pokalspiele/_/gruppe/353603/tabelle/gesamt)

Über eine Medaille konnte sich das U13 Jungen-Team nur bedingt freuen, nicht nur weil es die Medaillen nicht gab, sondern weil man am Ende wegen eines Spiels hinter dem punktgleichen TV Ruhmannsfelden, um die beiden Rinderer-Brüdern Jonas und Fabian, die Silbermedaille verpasste. Die Goldmedaille ging auch hier nach Unterfranken, der Nachwuchs U13 aus TV Hofstetten gewann letztlich alle drei Matches souverän.

Im ersten Match ging es gleich in das Duell mit den beiden Brüdern von Daniel Rinderer, Jonas und Fabian. Am Ende teilte man sich die Punkte, wobei der Punktgewinn für unsere Jungs am Ende eher als „glücklich“ einzuordnen ist. Die beiden Rinderers gewannen überraschend, aber doch klar mit 3:0 das Doppel gegen Raphael Aicher und Tiago Gholami. Einen bärenstarken Tag erwischte Jonas Rinderer, der mit einem auch in den Sätzen klaren 3:0 Tiago keine Chance ließ und dann im Spitzenspiel gegen Raphael ein Wahnsinnsmatch ablieferte – tolle Ballwechsel führten (auch über Mannschaftsgrenzen hinweg) zu großem Applaus unter den Zuschauern. Am Ende musste Raphael mehrere Matchbälle abwehren, ehe er mit 14:12 im 5. Satz gewann. Die drei Punkte von Raphael sicherten letztlich den Punktgewinn (Raphael sollte an diesem Tag kein Einzel verlieren), Tiago und mit einer starken Leistung auch der nachgerückte Paul Krüger schlugen die Nr. 3 aus Ruhmannsfelden.

Im 2. Spiel ging es gegen TSV Ebermannstadt. Wieder verlor man das Eingangsdoppel, aber drei Einzelsiege von Raphael sowie je zwei Einzelsiege von Tiago und Paul sicherten einen ungefährdeten 7:3-Erfolg.

Im letzten Spiel ging es gegen den Favoriten TSV Hofstetten, die im 2. Match Ruhmannsfelden bereits mit 7:3 geschlagen hatten. Mit diesem Ergebnis verloren letztlich auch unsere Jungs, nur Raphael konnte sein üblichen drei Einzelpunkte beisteuern.
Da Ruhmannsfelden aber parallel gegen Ebermannstadt mit 8:2 siegte, war man ein Spiel schlechter und musste sich mit der Bronzemedaille zufrieden geben.

Trotzdem ist das eine starke Leistung unserer Jungs – und Raphael war an diesem Tag nicht zu schlagen und gewann alle seine Einzel.

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