Franziska Kett im Duell mit Athenea.
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2:2 in Unterhaching

0:2-Rückstand aufgeholt: FCB-Frauen mit Remis gegen Real Madrid

  • ​​​​Erste Begegnung mit Real Madrid in einem Pflichtspiel
  • Imade erzielt erstes Tor in der Champions League 
  • Weiterhin in Champions-League-Gruppenspielen ungeschlagen

Punkteteilung in Unterhaching! Die FC Bayern Frauen trennten sich am dritten Spieltag der Ligaphase in der UEFA Women‘s Champions League mit einem 2:2 (1:2) von Real Madrid. Vor den Augen von Präsident Herbert Hainer gerieten die Münchnerinnen durch Treffer von Athenea (7.) und Lineth Beerensteyn (22.) zunächst mit 0:2 in Rückstand. Edna Imade verkürzte in der 31. Minute per Kopf auf 1:2, wenige Minuten nach Wiederanpfiff erzielte Momoko Tanikawa (52.) den verdienten Ausgleich. Damit bleiben die FCB-Frauen in Heimspielen der Champions League-Gruppenphase weiterhin ungeschlagen.

Barcala: „Können auf diese Reaktion stolz sein“ 

José Barcala: „Wir hatten nie das Gefühl, aus dem Spiel zu sein. Wir wollten unsere Idee durchziehen, haben uns Chancen erarbeitet und nach der Pause noch einmal an Aggressivität zugelegt. Dass wir uns zurückgekämpft haben, zeigt die Mentalität dieser Mannschaft. Natürlich sind wir enttäuscht, dass es am Ende nicht zu drei Punkten gereicht hat – aber auf diese Reaktion können wir stolz sein.“

Harder: „Wäre glücklicher, wenn wir die drei Punkten mitgenommen hätten“

Pernille Harder: „Gerade in der zweiten Halbzeit hatten wir noch viele Chancen, das Spiel zu gewinnen. Nach dem 0:2 war es natürlich schwierig, aber wir haben weiter an uns geglaubt, sind nach vorne gegangen und haben den Druck hochgehalten. Das Comeback war gut – trotzdem wäre ich natürlich glücklicher, wenn wir die drei Punkte mitgenommen hätten.“

Bühl: „Die beiden frühen Gegentreffer waren ein Dämpfer“

Klara Bühl: „Die zwei frühen Gegentore waren erst einmal ein Dämpfer. Im letzten Drittel waren unsere Pässe häufig zu ungenau, wodurch Real immer wieder zu Kontern kam. Nach dem Rückstand konnten wir das aber gut unterbinden und ihre große Stärke eindämmen. Umso stolzer können wir darauf sein, wie wir zurückgekommen sind. Ich denke am Ende hätten wir sogar noch ein drittes Tor verdient gehabt.”

Herbert Hainer sitzt neben Bianca Rech.
Unterstützten die FCB-Frauen in Unterhaching: FCB-Präsident Herbert Hainer und Direktorin Frauenfußball Bianca Rech. | © FC Bayern

Imade hält FCB-Frauen im Spiel

Im dritten Spiel der Champions League-Saison erwischten die Gäste aus Spanien den besseren Start: Linda Caicedo setzte sich im Strafraum der Münchnerinnen durch und dribbelte bis zur Grundlinie. Dort legte sie den Ball auf die mitgelaufene Athenea ab. Die Kapitänin der Königlichen schob in der siebten Minute zur frühen 1:0-Führung für die Gäste ein.

Davon ließ sich die Elf von Cheftrainer José Barcala jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Die Münchnerinnen übernahmen zunehmend die Kontrolle und erhöhten die Intensität. Besonders über die linke Seite machten sie nun ordentlich Druck. Zwei flache Hereingaben von Klara Bühl (14., 20.) und eine Flanke von Franziska Kett (20.) fanden allerdings keine Abnehmerin im Strafraum von Las Blancas. 

Die FC Bayern Frauen gegen Real Madrid.
Die Startelf der FC Bayern Frauen im Premierenduell gegen Real Madrid. | © FC Bayern

Allerdings waren es zunächst erneut die Königlichen, die jubelten: Die ehemalige Münchnerin Arianna Caruso brachte einen Freistoß aus dem Halbfeld weit in den Strafraum der FCB-Frauen. Die Roten konnten den Ball nicht klären, sodass María Méndez ihn per Kopf zu Beerensteyn verlängerte. Diese köpfte in der 22. Minute zum 2:0 ein.

Doch die perfekte Antwort der Münchnerinnen ließ nicht lange auf sich warten: Nach einer punktgenauen Ecke von Bühl stieg Imade (31.) am höchsten und köpfte zum wichtigen Anschlusstreffer ein. Nach Ballgewinnen suchten die FCB-Frauen immer wieder den schnellen Weg nach vorne. Eine Flanke von Linda Dallmann setzte Pernille Harder in der 36. Minute nur knapp über das Tor der Königlichen. Kurz vor dem Pausenpfiff hatten sowohl Bühl als auch Dallmann die Chance auf den Ausgleich, ließen bei ihren Abschlüssen jedoch die nötige Präzision vermissen. So ging die Mannschaft von José Barcala mit einem knappen Rückstand in die Pause.

Edna Imade köpft den Ball zum 1:2-Anschluss ein.
Im Hachinger Abendhimmel stieg Edna Imade am höchsten und köpfte zum 1:2-Anschlusstreffer ein. | © FC Bayern

Tanikawa egalisiert, Chancenwucher in der Schlussphase

Die Münchnerinnen machten in der zweiten Halbzeit dort weiter, wo sie im ersten Durchgang aufgehört hatten: Sie übten weiter Druck auf das gegnerische Tor aus. Das sollte sich prompt auszahlen. Dallmann scheiterte zunächst mit ihrem Abschluss an Torhüterin Merle Frohms, doch der Abpraller landete vor den Füßen von Tanikawa. Die Japanerin legte sich den Ball mit einer feinen Bewegung auf den linken Fuß und zog an der Strafraumkante ab. Ihr Schuss schlug zum 2:2-Ausgleich im linken oberen Eck ein.

Nur zwei Minuten später tauchte Harder vor Frohms auf. Die Schlussfrau der Madrileninnen konnte den Ball jedoch zur Ecke klären. In der Folge bestimmten die Gastgeberinnen zunehmend das Spielgeschehen. Die nächste große Chance hatten die amtierenden deutschen Meisterinnen in der 66. Minute: Nach einem punktgenauen Zuspiel von Tanikawa legte Harder im Strafraum quer auf Imade. Die Torschützin zum 1:2 scheiterte im Eins-gegen-eins jedoch an Frohms. 

Momoko Tanikawa jubelt gegen Real Madrid.
© FC Bayern

Wenige Zeigerumdrehungen später wurde erneut Imade im Strafraum in Szene gesetzt, konnte die Torfrau der Königlichen jedoch nicht überwinden. Auch in der Schlussphase spielte sich das Geschehen überwiegend in der Hälfte der Spanierinnen ab. Die FC Bayern Frauen drängten auf den Siegtreffer, doch die Abschlüsse von Harder (80.) und Bühl (82.) blieben zu ungefährlich. Ein Kopfball von Magdalena Eriksson nach einer Bühl-Ecke segelte kurz vor Ende der Partie haarscharf über den gegnerischen Kasten und ein Schuss von der eingewechselten Sophie Proost donnerte in der Nachspielzeit an den rechten Pfosten. So endete das erste Pflichtspielduell der beiden Teams mit einem 2:2-Unentschieden.

Pernille Harder während des UWCL-Duells gegen Real Madrid.
Setzte in der Offensive etliche Akzente: Pernille Harder. | © FC Bayern

Pokal-Achtelfinale und Werder Bremen 

Erst wartet der Pokal-Kracher am Campus, dann geht’s in den Norden: Am Sonntag, 1. November, kämpfen die FCB-Frauen im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen Bayer Leverkusen um den Einzug in die nächste Runde. Anstoß ist um 15 Uhr. Nur fünf Tage später steht das nächste Duell an: Am Freitag, 6. November, gastiert die Mannschaft von José Barcala in der Bundesliga bei Werder Bremen.

FC Bayern Frauen - Real Madrid

    FC Bayern Frauen
    Mahmutovic - Ballisager, Viggósdóttir, Gilles (46. Eriksson), Kett - Amani, Tanikawa - Dallmann (79. Proost), Harder, Bühl - Imade (70. Alara)
    Ersatz
    van Eijk, Klink - Potsi, Mattner, Naschenweng, Dunst, Damnjanović
    Real Madrid
    Frohms - Navarro (78. Däbritz), Lakrar, Méndez, Cristóbal - Caruso, Senß (70. Dorado), Angeldahl (55. Levels) - Caicedo (78. Schröder), Beerensteyn, Athenea (55. Jacinto)
    Ersatz
    López - Noemi, Comendador, Keukelaar, Bruun, Dorado, Holmgaard, Andersson
    Schiedsrichter
    Eleni Antoniou (Griechenland)
    Zuschauer
    6.239
    Tore
    0:1 Athenea (7.), 0:2 Beerensteyn (22.), 1:2 Imade (31.), 2:2 Tanikawa (52.)
    Gelbe Karten
    Eriksson / Angeldahl, Däbritz
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