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Immer wieder Dortmund

BVB bleibt Robbens Lieblingsgegner

Nach dem Spiel standen sie noch eine Weile zusammen am Mittelkreis. Bayern-Profi Arjen Robben und Borussia Dortmunds Torhüter Roman Weidenfeller. Sie flachsten, sie lachten und sie hatten offenbar noch einiges zu besprechen nach 90 intensiven und spannenden Minuten in der Münchner Allianz Arena. Vor allem über das kleine Privatduell, das sich die beiden in dem Schlagerspiel lieferten, an dessen Ende sich der FC Bayern knapp, aber verdient mit 2:1 gegen den BVB durchsetzte.

„Ich finde, auch das gehört zum Fußballspiel dazu. Respekt füreinander zu haben. Wenn du gegeneinander spielst, will jeder gewinnen. Aber nach dem Spiel ist es vorbei, da kann man das Ergebnis nicht mehr ändern“, sagte Robben später in den Katakomben der Arena zum freundschaftlichen Gespräch mit dem BVB-Schlussmann, mit dem sich der Niederländer bereits in der Vergangenheit heiße Eins-gegen-Eins-Duelle geliefert hat.

So auch am Samstag. Allein sieben Mal suchte Robben den Torabschluss, die gesamte Dortmunder Mannschaft zielte zehn Mal Richtung Münchner Tor. Und meist stand Weidenfeller einem Torerfolg der Münchner im Weg, insgesamt zwölf Paraden konnte der 34-Jährige am Ende vorweisen. „Kompliment an Roman Weidenfeller, er hat das sehr gut gemacht“, fand Robben lobende Worte für den Routinier im Dortmunder Tor. Und doch, am Ende musste dieser zwei Mal hinter sich greifen und Robben konnte sich über den siebten Saisonsieg und seinen vierten Treffer freuen.

„Ich war ganz überzeugt, das Ding reinzumachen“, berichtete Robben, der in der 85. Minute per Foulelfmeter den 2:1-Erfolg perfekt machte und einmal mehr unter Beweis stellte, dass der BVB rein statistisch sein Lieblingsgegner ist. Sechs der letzten zehn Pflichtspieltreffer des FCB gegen Dortmund gehen auf das Konto des 30 Jahre alten Flügelflitzers. Sieben Mal traf er in seine letzten sieben Partien gegen die Westfalen, insgesamt erzielte er schon neun Treffer in 14 Duellen. Fünf Tore davon hatten gar spielentscheidende Bedeutung, zuletzt im DFB-Pokalfinale im letzten Mai.

„Natürlich ist es immer schön, vier Minuten vor dem Ende ein Tor zu schießen. Aber mir war wichtiger, dass wir gewonnen haben“, gab sich Robben nach dem Spiel gewohnt bescheiden. Nicht seine persönliche Leistung stehe im Vordergrund, sondern vielmehr der mannschaftliche Erfolg. Und da sieht Robben „noch Luft nach oben“ für den Rekordmeister, der weiterhin vier Punkte Vorsprung auf die Konkurrenz hat. „Wir müssen wie immer kritisch sein, versuchen, die Dinge zu verbessern, nicht nachzulassen und denken, wir marschieren locker durch. Wir sind auf einem guten Weg.“

Dabei war noch am Freitag offen, ob der zuletzt angeschlagene Robben überhaupt würde spielen können gegen seinen Lieblingsgegner. Aufgrund von Oberschenkelproblemen hatte der Niederländer in den letzten beiden Partien passen müssen, rechtzeitig vor dem Bundesliga-Hit meldete er sich aber wieder einsatzfähig. Und setzte so seine beeindruckende Bilanz gegen den BVB ebenso fort wie die in der laufenden Saison. Denn alle neun Pflichtspiele, in denen Robben zum Einsatz kam, wurden gewonnen. Fortsetzung folgt - ganz bestimmt!

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