„Dieser Verein ruht in sich selbst und ist in einem Topzustand“

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Sein Name und sein Gesicht sind seit vielen Jahrzehnten mit dem Erfolg des FC Bayern verbunden, doch nun wird er sich zurückziehen. Nach über 40 Jahren als Manager, Vorstand, Präsident und Aufsichtsrat des FC Bayern wird Uli Hoeneß bei der kommenden Jahreshauptversammlung am 15. November nicht mehr für das Amt des Vereinspräsidenten kandidieren. Zudem wird der 67-Jährige von seinem Posten als Vorsitzender des Aufsichtsrates zurücktreten. Die Beweggründe für diesen Schritt teilte Hoeneß am Freitag auf einer Pressekonferenz in der Allianz Arena mit.

„Das ist eine Entscheidung, die nicht sehr kurzfristig getroffen wurde, die relativ lange gewachsen ist", so Hoeneß, der im „Laufe des letzten Jahres" angefangen hat, über dieses Thema nachzudenken. Die Aussicht auf mehr Zeit für die Familie mit Ehefrau Susi und den Enkelkindern sowie ein sportlich und wirtschaftlich „super Zustand" des Rekordmeisters („Die Geschäftszahlen des letzten Jahres waren die besten in der Geschichte des FC Bayern, sowohl vom Umsatz her als auch vom Gewinn.") haben ihn letztlich dazu bewogen, sich aus seinen Ämtern zurückzuziehen.

Ein weiterer „ganz wichtiger Punkt" sei für ihn gewesen, dass „ich den FC Bayern so übergeben will, dass er personell gut aufgestellt ist". Nachfolger als Vereinspräsident und Aufsichtsratsvorsitzender soll der langjährige adidas-Vorstand Herbert Hainer werden. „Er ist ein Mann des Sports. Einer, der adidas führen kann, kann auch den FC Bayern führen." Zudem wird der frühere Bayern-Kapitän Oliver Kahn am 31. Dezember 2021 auf Karl-Heinz Rummenigge, der Hoeneß nach der Pressekonferenz überraschte, als Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG folgen.

„Wir haben es geschafft, alle wichtigen Weichen in aller Ruhe zu stellen. Dieser Verein ruht in sich selbst und ist in einem Topzustand", sagte Hoeneß, der gelöst und mit Vorfreude auf seine Zeit nach seiner Funktionärskarriere blickt. „Ich werde am 16. November zum ersten Mal ohne Verantwortung sein. Das ist eine spannende Geschichte - und darauf freue ich mich."


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