präsentiert von
Suchen Fill-1
Menü
Rückblick

Elfmeterkrimis und Sensationen: Die Amateure im DFB-Pokal

Increase font size Schriftgröße

Der FC Bayern und der DFB-Pokal. Das ist nicht nur vonseiten der Profimannschaft eine absolute Liebesbeziehung, wie 19 Pokalsiege in der Historie der Münchner belegen. Auch die Bayern-Amateure haben insgesamt achtmal am deutschen Pokalwettbewerb teilgenommen – und das sehr erfolgreich. Es wird also Zeit, dass fcbayern.com die Pokal-Highlights der Amateure näher beleuchtet. Viel Spaß!

1. 1976/77: FC Bayern vs. FC Bayern

Ja, ihr habt richtig gelesen. Am 8. Januar 1977 war es so weit: Zum ersten und bis heute einzigen Mal traf die Profimannschaft auf die Amateure. Wie das 8-Tore-Spektakel ausging, könnt ihr hier nachlesen:

2. 1993/94: Erster Elfmeter-Thriller gegen Berlin

Zuerst schalteten die Münchner den FC Homburg und den SV Darmstadt jeweils knapp mit 2:1 nach Verlängerung aus. In der 3. Runde wartete Bundesligist 1. FC Köln auf die Mannschaft von Trainer Hermann Gerland. Die Partie endete nach 120 Minuten 0:0, das Duell Mann gegen Mann musste entscheiden. Harald Cerny schoss die Bayern mit dem entscheidenden Elfmeter ins Achtelfinale. Dort gastierte Zweitligist Tennis Borussia Berlin im Grünwalder Stadion. Wieder Verlängerung: Didi Hamann rettete den FCB per Strafstoß ins Elfmeterschießen, welches die Bayern nach Alexander Zicklers Fehlschuss letztlich knapp verloren (6:7 n.E.).

Die Amateure qualifizierten sich insgesamt achtmal für den DFB-Pokal und erreichten viermal mindestens das Achtelfinale.

3. 1994/95: Erstmals im Viertelfinale

Die darauffolgende Spielzeit begann im Pokal gleich mit einem Kracher-Los: Titelverteidiger Werder Bremen reiste nach München, wo die Bayern sensationell mit 2:1 die Oberhand behielten. In der 2. Runde ging es gegen den Chemnitzer FC mal wieder ins Elfmeterschießen, für das Hermann Gerland in unnachahmlicher Manier die Schützen einteilte.

Wusste, wie er seine Akteure vor dem Elfmeterschießen gegen Chemnitz einzuteilen hatte: Amateure-Trainer Hermann Gerland.

Uwe Gospodarek im FCB-Tor sorgte mit zwei Paraden für den Achtelfinal-Einzug (6:3 n.E.). Doch der wahre Showdown folgte in der Runde der letzten 16: Gegen den VfB Stuttgart fiel die Entscheidung wieder aus elf Metern – Hans Pflügler machte als 18. Schütze die Viertelfinal-Qualifikation klar (9:8 n.E.). Dort war jedoch gegen Zweitligist VfL Wolfsburg Schluss (1:2).

War im August 2004 auch bei der Pokal-Sensation gegen Gladbach dabei: Bayern-Legende Bastian Schweinsteiger.

4. 2004/05: Paolo Guerrero und Michael Rensing als Helden

Wieder Viertelfinale! Diese Pokal-Saison begann mit einer dicken Überraschung gegen Borussia Mönchengladbach, da Michael Rensing im FCB-Gehäuse den 18. und entscheidenden Versuch im Elfmeterschießen parierte (7:6 n.E.). Mittelstürmer Paolo Guerrero schoss die Amateure jeweils mit einem Doppelpack gegen Alemannia Aachen (2:1) und Eintracht Braunschweig (3:2) in die Runde der letzten acht. Dort folgte jedoch das Aus gegen Champions-League-Teilnehmer Bremen (0:3).

„Wir können stolz auf das sein, was wir geleistet haben“, resümierte Rensing nach dem letzten DFB-Pokal-Spiel in der Geschichte der FC Bayern Amateure. Diese Aussage lässt sich auf die komplette Pokal-Historie der Bayern-Reserve projizieren, die gerade so gespickt war mit Überraschungen und Elfmeterkrimis.

Paolo Guerrero (links) und Amateure-Kapitän Thorsten Fink (rechts) beim letzten DFB-Pokal-Spiel in der Geschichte der FC Bayern Amateure. Seit der Saison 2008/2009 dürfen keine zweiten Mannschaften von Lizenzvereinen mehr teilnehmen.

Weitere Inhalte