Alabas Blitzstart und Bayerns Klasse legen Grundstein zum Sieg gegen Juve

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Es war ein Wegweiser für den Triumph in Europas Königsklasse 2013: Nachdem die Bayern im Achtelfinal-Rückspiel gegen den FC Arsenal einige Wochen zuvor beinahe noch eine hervorragende Ausgangsposition verspielt hätten (0:2 zuhause nach 3:1 auswärts), ließen sie im Viertelfinale keine Zweifel daran aufkommen, dass der Titel in jener Saison nur über sie gehen würde. Am heutigen Donnerstag jährt sich das 2:0 im Hinspiel gegen Juventus Turin zum siebten Mal, bei dem die Münchner den italienischen Rekordmeister von der ersten Minute an dominierten. „Wir können hochzufrieden sein, nicht nur vom Ergebnis, sondern auch von der Spielweise her. Es war das beste Spiel in der Champions-League-Saison", sagte Karl-Heinz Rummenigge damals nach dem Abpfiff -- denn zu jenem Zeitpunkt konnte der Vorstandsvorsitzende nur erahnen, wie weit die Reise im Wettbewerb noch gehen würde.

Die Startaufstellung gegen Juve: David Alaba, <a href="manuel-neuer">Manuel Neuer</a>, Toni Kroos, Dante, Mario Mandžukić, Daniel van Buyten (obere Reihe, v.l.), <a href="philipp-lahm">Phillipp Lahm</a>, Franck Ribéry, Thomas Müller, Luiz Gustavo, <a href="bastian-schweinsteiger">Bastian Schweinsteiger</a></em><em> (untere Reihe, v.l.).

Traumstart durch Alaba nach 26 Sekunden

Keine halbe Minute war von der Uhr, da zeigte David Alabas Paukenschlag schon, in welche Richtung sich die Partie an diesem Tage entwickelt würde. Das hohe Pressing der Bayern zahlte sich direkt aus und der Österreicher drosch die Kugel nach einem Ballgewinn aus rund 30 Metern ins Tor. Unter Mithilfe des späteren Münchners Arturo Vidal, der den Schuss noch leicht abfälschte.

Schuss ins Glück: Nach nur 26 Sekunden traf David Alaba zum 1:0 für die Bayern.

Bayern stecken Kroos-Schock bravourös weg

In der Folge ließen die Hausherren ein echtes Chancenfeuerwerk abbrennen und ließen sich auch nicht von Toni Kroos' schwerer Verletzung nach einer guten Viertelstunde -- ein doppelter Muskelbündelriss sorgte für das Saisonaus des deutschen Nationalspielers -- aus dem Konzept bringen. Der eingewechselte Arjen Robben brachte viel Schwung mit in die Partie und die Münchner schnürten Juve weiter in deren Hälfte ein.

Robben sorgte für mächtig Wirbel im Strafraum der Gäste und belebte das Offensivspiel des FCB noch einmal.

Müller macht nach der Pause alles klar

Es war ein Spiel auf ein Tor, doch es dauerte bis zur 63. Minute, ehe Thomas Müller die Bayern erlöste: Nach einem Distanzschuss von Luiz Gustavo konnte Juves Torwart-Legende Gianluigi Buffon den Ball nur zur Seite abwehren, Mario Mandžukić schnappte sich das Leder und legt uneigenützig auf den völlig freistehenden Müller ab, der zum zweiten Münchner Tor einschob.

Sowas von verdient! Thomas Müller erzielt das 2:0 für den FC Bayern.

Trotz weiterer guter Möglichkeiten in der restlichen Spielzeit blieb dem deutschen Rekordmeister jedoch ein weiterer Treffer verwehrt. „Schade, dass wir das dritte Tor nicht gemacht haben", erklärte Philipp Lahm später und wagte einen Blick in die Zukunft: „Die Ausgangsposition ist gut, vielleicht ist ein 2:0 besser als ein 3:0. So bleiben wir konzentriert."

Die schönsten Bilder zum starken Auftritt gegen Juve gibt es in der Bildergalerie:

Durchmarsch bis zum Titel

Der Bayern-Kapitän sollte Recht behalten. Die damals von Jupp Heynckes trainierte Mannschaft gewann auch das Rückspiel in Turin mit 2:0 und zog über zwei grandiose Auftritte gegen den FC Barcelona ins Endspiel von Wembley ein, wo sich der FCB durch ein 2:1 gegen Borussia Dortmund zum fünften Mal Europas Krone aufsetzte.

Wie die Partien im Halbfinale und das deutsch-deutsche Finale abgelaufen sind, erfahrt Ihr hier in unserem Rückblick auf die legendärsten K.o.-Spiele des letzten Jahrzehnts:


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