‚Man of the Match‘ Sané sorgt gegen Kiew für ein Raunen in der Allianz Arena

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Ob es nun gewollt war, oder eben nicht -- egal! Mit dieser Szene sorgte Leroy Sané dafür, dass ein Raunen durch die Allianz Arena ging: Beim 5:0-Erfolg des FC Bayern über Kiew schlug der Außenstürmer die Kugel in der 74. Minute mit so viel Wucht und Effet vom linken Flügel in den gegnerischen Strafraum, dass sie zwar nicht den Weg zu einem Mitspieler, dafür aber den ins Tor der Ukrainer fand. „Es war keine Absicht. Ich wollte den Ball normal reinflanken", beschrieb der 25-Jährige den Passversuch, der sich unhaltbar über Kiews Torwart Heorhiy Bushchan ins lange Eck gesenkt hatte: „Da habe ich Glück gehabt, dass in dem Moment meine Technik nicht so gut war."

‚Man of the Match' gegen Kiew

Zum Glück für seine Teamkollegen war mangelndes Feingefühl jedoch nichts, was man Sané während des Rests seiner 79 Minuten Einsatzzeit vorwerfen konnte. Der Dribbelkünstler wurde im Nachgang der Partie als Man of the Match ausgezeichnet. Er schlug Haken, narrte seine Gegenspieler ein ums andere Mal und kam auch als kluger Passgeber zur Geltung. Nur wenige Minuten vor seinem Treffer hatte der deutsche Nationalspieler bereits in einer Umschaltsituation Serge Gnabry (68. Minute) im Vollsprint bedient, der dann den Ball zum 3:0 unter die Latte genagelt hatte.

Damit war Sané nicht nur erstmals in seiner Profi-Karriere in sieben Pflichtspielen in Folge immer mindestens an einem Tor direkt beteiligt, er baute seine persönliche Bilanz auch auf mittlerweile schon zehn Torbeteiligungen (vier Tore, sechs Vorlagen) in dieser Spielzeit aus. Kein anderer deutscher Spieler aus den europäischen Top-5-Ligen ist in dieser Saison so gut drauf wie Sané! „Ich arbeite immer hart an mir. Ich weiß, dass sehr viel Druck da ist. Ich versuche, mich auf dem Platz zu konzentrieren, ruhig zu bleiben und Leistung zu bringen", verriet der Offensivkünstler, der in den ersten Saisonspielen noch Probleme hatte, sein Potenzial voll abzurufen. „Das klappt in den letzten Wochen sehr, sehr gut. Das versuche ich beizubehalten."

An Sanés Aufschwung hat jedoch nicht zuletzt auch sein Trainer großen Anteil. „Man tut gut daran, ihn einfach machen zu lassen", erklärte Julian Nagelsmann und ergänzte: „Bei jedem Menschen, bei jedem Fußballer ist es wichtig, dass man vom Kopf her frei ist, damit man seine Leistung bringen kann." Die bestand für den 34-Jährigen gegen Kiew aber nicht nur in gelungenen Offensivaktionen: „Er hat ein herausragendes Spiel gemacht. Er hat nach Ballverlusten den Ball immer wieder zurückerobert", beschrieb Nagelsmann den Auftritt von Sané, der mit zwölf Zweikämpfen (67 Prozent gewonnen) führend bei den Bayern war: „Er ist ein überragender Spieler, mit einem guten Charakter. Das hat er heute wieder gezeigt." Und wenn Sané so weiter macht, wird dank ihm wohl noch häufiger ein Raunen durch das Bayern-Wohnzimmer gehen.

Hier findet ihr die Stimmen zum Sieg gegen Kiew: