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Paul Wanner wird jüngster Bundesliga-Spieler des FC Bayern

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Paul Wanner gab beim Bundesliga-Rückrundenauftakt des FC Bayern gegen Borussia Mönchengladbach sein Profi-Debüt für den Rekordmeister. Der offensive Mittelfeldspieler wurde in der 75. Minute für Marc Roca eingewechselt. Mit 16 Jahren und 15 Tagen löste Wanner dadurch Jamal Musiala (17 Jahre, 115 Tage) als jüngsten Bundesliga-Spieler in der Geschichte des FC Bayern ab. In der gesamten Bundesliga-Historie war einzig Dortmunds Youssoufa Moukoko (16 Jahre, 1 Tag) bei seinem Debüt jünger.

Von der U17-Nationalmannschaft in die Allianz Arena

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Paul Wanner wurde in der 75. Minute gegen Gladbach eingewechselt.

Hinter Wanner liegen äußerst ereignisreiche Tage. Mit der deutschen U17-Nationalmannschaft war er am Mittwoch ins Wintertrainingslager nach Spanien gereist. Doch am nächsten Morgen ging es bereits zurück nach München, um am Abschlusstraining der Profis vor dem Bundesliga-Duell mit Gladbach dabei zu sein. Schließlich folgte am Freitagabend das 15-minütige Debüt bei den Profis des FCB. Wanner zeigte einige gute Aktionen, doch am Ende mussten sich die Bayern mit 1:2 geschlagen geben.

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Julian Nagelsmann mit den beiden Debütanten am Freitagabend - Lucas Copado (Mitte) und Paul Wanner.

Lob und wichtiger Rat von Nagelsmann

„Paul ist ein herausragendes Talent mit sehr vielen Fähigkeiten. Er ist noch ein sehr junger Spieler, körperlich noch nicht fertig entwickelt. Er ist ein sehr schneller Spieler mit einer unglaublich guten Technik", beschrieb Bayern-Trainer Julian Nagelsmann die Eigenschaften des Linksfuß, der im Sommer 2018 vom FV Ravensburg in den Nachwuchs des FCB gewechselt war. „Er hat sehr viel guten Ideen und ein gutes Zutrauen in seine Qualitäten. Es ist ein Spieler, den ich im Auge habe, den wir in Zukunft fördern müssen."

Gegen Gladbach konnte der Youngster sein Potenzial bereits andeuten, nun muss er in den Nachwuchsteams weiter hart arbeiten, um vielleicht irgendwann den nächsten Schritt in Richtung Profis gehen zu können. Einen wichtigen Rat bekam er daher noch vom Bayern-Chefcoach auf der Pressekonferenz nach dem Spiel auf den Weg: „Er muss klar bleiben im Kopf, dann stehen ihm Tür und Tor offen", sagte Nagelsmann und tippte mit dem Zeigefinger auf seine Stirn: „Hier oben wird es entschieden, wo es hingeht."

Trotz der Niederlage stellten die Bayern am Freitag eine Rekordserie in der Bundesliga ein: