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Davies feiert Comeback nach 110 Tagen

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Als wäre er nie weg gewesen. Alphonso Davies sprintete, ging mit Elan voran, machte in der Defensive Angriffe mit seinem Antritt zunichte und sorgte offensiv für Gefahr - doch auch er konnte die Niederlage letztlich nicht verhindern. Die Szene, als er Gerard Moreno in der 90. Minute den Ball als letzter Mann abluchste, war dennoch symptomatisch: Davies ist wieder da. Nach der 0:1-Hinspielniederlage im Viertelfinale der Champions League beim FC Villarreal steht immerhin diese positive Schlagzeile fest: Davies ist nach 110 Tagen zurück auf dem Platz. Allein diese Tatsache sollte Hoffnung machen fürs Rückspiel am 12. April in der Allianz Arena. So lief der Comeback-Abend des Roadrunners:

Davies absolviert volle 90 Minuten

Chefcoach Julian Nagelsmann machte mit der Berufung von Davies seine Ankündigung auf der Pressekonferenz vor dem Spiel wahr: „Es gibt die Idee, ihn beginnen zu lassen." Phonzie begann und konnte zwar die Niederlage im Estadio de la Cerámica nicht verhindern, dafür aber seine Spieltauglichkeit demonstrieren. Der 21-jährige Kanadier, der vor Kurzem zum CONCACAF Player of the Year gewählt wurde, beackerte die linke Seite wie vor seiner Verletzung mit seinem unwiderstehlichen Antritt. Zum letzten Mal stand der kommende WM-Teilnehmer am 17. Dezember 2021 gegen den VfL Wolfsburg (4:0) in der Bundesliga in einem Pflichtspiel für den FC Bayern auf dem Feld. Nun folgte der rasante Start ins Fußballjahr 2022 für die Nummer 19.

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Hinten und vorne auffällig

„Man hat gesehen, dass er noch etwas Zeit braucht, um seinen Rhythmus zu finden und wieder der Alte zu sein", sah Nagelsmann noch Luft nach oben, was nach einer monatelangen Pause auch normal ist. „Er ist körperlich in einem sehr guten Zustand. Die Zeit wird er bekommen." Sowohl defensiv als auch offensiv war der 21-Jährige an der spanischen Ostküste an den wichtigsten Szenen der hektischen Partie beteiligt: Nach 50 Minuten initiierte Phonzie einen Angriff über links - in der ersten Halbzeit blieben die Münchner noch blass -, doch Thomas Müller verpasste im Zentrum die Hereingabe von Serge Gnabry knapp. 16 Minuten später kam der Rückkehrer nach einem Eckstoß selbst zum Abschluss, doch seine beiden Schüsse wurden abgeblockt und von Geronimo Rulli pariert. In der Rückwärtsbewegung blockte der Linksfuß dann nach 57 Minuten den einschussbereiten Moreno, der sonst mit ziemlicher Sicherheit auf 2:0 gestellt hätte.

Werte bestätigen starken Eindruck

Ein Blick in die Statistiken untermauerte die starke Vorstellung des Kanadiers: Kein Bayern-Spieler schoss häufiger aufs Tor (drei Schüsse), kein Spieler auf dem Feld stürzte sich in mehr Dribblings (neun), keiner schloss mehr erfolgreich ab (sieben), kein Akteur absolvierte mehr Zweikämpfe (24) und gewann mehr (15). Im Rückspiel in München müssen Antreiber Davies und sein Team trotzdem als Kollektiv eine deutliche Leistungssteigerung zeigen, um noch ins Halbfinale vorzustoßen.

Phonzie nach seinem Auszeichnung im Interview über die CL und die WM:


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