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FC Bayern beim Christopher Street Day für Toleranz und Offenheit

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Durch die riesigen rot-weißen Fahnen mit dem Wappen des FC Bayern waren sie im bunten Durcheinander des Christopher Street Day unübersehbar: Die rund 50 Frauen und Männer von „Queerpass Bayern", dem ersten queeren Fanclub des FC Bayern, setzten bei dem Umzug durch die Münchner Innenstadt im Doppelpass mit dem deutschen Rekordmeister ein deutliches Zeichen für Vielfalt, Toleranz und Offenheit. „Fußball ist alles - auch schwul", stand auf ihrem Begleitwagen zu lesen, ihre Shirts zierte dieses Jahr die Botschaft: „Football is for everyone". Oberbürgermeister Dieter Reiter bekam ebenfalls eines übereicht, posierte für ein gemeinsames Gruppenfoto - und trug das Shirt auch am Ende der Veranstaltung bei seiner Rede auf dem Marienplatz.

Dieter Reiter, „Queerpass Bayern“
Oberbürgermeister Dieter Reiter trug das Shirt mit der Botschaft: „Football is for everyone“. Neben ihm Tom Ponetsmüller, einer der Vorstände von „Queerpass Bayern“.

Herbert Hainer, Präsident des FC Bayern: „Wir freuen uns, einmal mehr an der Seite unserer queeren Fans ein Zeichen für Toleranz und Vielfalt gesetzt zu haben. Beim Christopher Street Day geht es darum, die gleichen Rechte der LGBTIQ+-Community sichtbar zu machen. Als weltoffener Club setzen wir uns für Freiheit und Selbstbestimmung ein." Der Vorstandsvorsitzende Oliver Kahn erklärte: „Mia san bunt - das haben wir beim Christopher Street Day einmal mehr unterstrichen. Bei uns werden Werte wie Vielfalt und Toleranz gelebt. Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, dass sich alle Menschen in unserer FC Bayern-Familie willkommen, wertgeschätzt und wohlfühlen."

„Es war ein sehr, sehr schöner Tag für uns alle, und unser Club hat insgesamt einen tollen Auftritt hingelegt. Nach zwei Jahren Pandemiepause war es etwas Besonderes, endlich wieder einen Christopher Street Day feiern zu können", sagte Tom Ponetsmüller, einer der Vorstände von „Queerpass Bayern". Sein Kollege Marcus Janke ergänzte: „Bei den Menschen ist vor allem Berni wieder einmal super angekommen, alle wollten Fotos mit ihm. Es ist toll, was für ein Miteinander wir mit dem FC Bayern nicht nur beim Christopher Street Day haben. Wir freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte und schon jetzt auf den gemeinsamen Christopher Street Day im nächsten Jahr."

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Gute vier Kilometer führte die Parade durch die Münchner Innenstadt, vom Mariahilfplatz in der Au über Gärtnerplatz, Sendlinger Tor und Oberanger zum Rindermarkt und Marienplatz. Dieses Jahr stand der Christopher Street Day unter dem Gesamt-Leitmotiv „Less me, more we". Vor dem Start gab es bei den „Queerpass"-Mitgliedern Kuchen zur Stärkung - selbstverständlich mit Erdbeeren im FC Bayern-Rot und einem Club-Emblem aus Marzipan. Auch ein frecher Dackel in einem dem Anlass entsprechenden Tüll-Kostüm schnupperte interessiert daran, aber er hatte keine Chance - der Kuchen war rasch verputzt. (Bayern-)Liebe geht eben durch den Magen.


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