FC Bayern nach Spiel gegen Mönchengladbach

Etwas Frust, aber eine wertvolle Erkenntnis

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Die Enttäuschung stand Joshua Kimmich und seinen Kollegen ins Gesicht geschrieben nach dem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach. Kein Sieg am Samstagabend vor 75.000 Zuschauern in der Allianz Arena. Klar, dass das die Winner-Mentalität des FC Bayern etwas erschütterte. Deshalb dürfte die Nummer sechs der Münchner seinen Teamkollegen auch aus der Seele gesprochen haben, als er sagte: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht, vor allem in der ersten Halbzeit. Wir hatten die Kontrolle, waren gefühlt souveräner in der Defensive. Die Leistung war fast besser als das eine oder andere Spiel zuvor."

Sommer erwischt Sahne-Tag

Trainer Julian Nagelsmann pflichtete ihm bei und wurde sogar noch konkreter: „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir wollten unbedingt gewinnen und ich glaube, es war unser bislang bestes Saisonspiel."

Die Zahlen, die der FCB lieferte, waren definitiv beeindruckend. 35 Torversuche standen am Ende in der Bilanz, 20 Schüsse gingen auf das Fohlen-Tor. Dazu kam ein Eckenverhältnis von 14:1. Aber auch ein Yann Sommer. Gladbachs Torhüter erwischte einen echten Glanz-Tag und avancierte nicht nur laut Kimmich zum „besten Mann auf dem Platz". Mit 19 Paraden erreichte der Schweizer den neuen Bundesliga-Bestwert eines Torwarts seit Datenerfassung.

Chancen en masse

Joshua Kimmich, FC Bayern

„Das kennen wir nicht anders, dass der Sommer das Spiel des Jahres gegen uns macht. Es waren aber auch nicht alle Abschlüsse unhaltbar", erkannte Thomas Müller, der unter anderem mit ansehen musste, wie Sadio Mané mit einer Chance gleich doppelt an Sommer scheiterte. Die Szene in der 62. Minute war symptomatisch für die eigentlich einseitige Partie. Nur Leroy Sané gelang es, ihn zu überwinden (83.). Zuvor hatte Marcus Thuram einen Konter zur Gladbacher Führung vollendet (43.).

Überzeugend war vor allem die spielerische Leistung des FCB. Nie bestand ein Zweifel daran, wer die Kontrolle hatte. Flüssige Kombinationen, dynamische Sprints und Entschlossenheit führten zu einer Dominanz, die den Gegner stetig in den eigenen Strafraum drückte. Am Ende wurde sogar Innenverteidiger Matthijs de Ligt als kopfballstarker Spieler in die Offensive beordert.

Angepeitscht wurde unser Team natürlich von unseren enthusiastischen Fans. Die Stimmung bezeichnete Nagelsmann sogar als „herausragend". Er ergänzte: „Es ist immer eine Synergie. Wenn die Stimmung auf dem Feld gut ist, schwappt das auch auf die Fans über und umgekehrt. Großes Kompliment an alle im weiten Rund."

So stand den Bayern am späten Abend also nicht nur Enttäuschung in den Gesichtern. Denn auch wenn der FC Bayern dieses Mal Punkte hat liegen lassen, mehr Hoffnung dürfte bei den kommenden Gegnern dennoch nicht aufgekommen sein. Oder wie Müller es auf den Punkt brachte: „Wir schauen nach vorne, jetzt gehen die englischen Wochen los. Diese gute Art und Weise, wie wir auf dem Platz stehen, wollen wir fortführen und damit uns und vor allem den Zuschauern Freude bereiten."

Die Stimmen zum Bundesliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach:


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