

Nach eineinhalb Stunden – oder anders gesagt 90 Minuten – orderte Herbert Hainer Paulaner Weißbier. „Das dürfen wir uns jetzt mal gönnen“, sagte der Präsident, als er und sein 1. Vizepräsident Professor Dr. Dieter Mayer sowie die beiden FCB-Legenden Giovane Elber und Roy Makaay beim Fanevent auf der sonnigen Dachterrasse des Restaurants „Hungry Tiger & Hidden Dragon“ im Herzen Hongkongs beim Autogrammeschreiben in die Verlängerung gingen. 150 geladene Fans aus der ganzen Region sorgten für beste Stimmung, immer wieder wurde zusammen lautstark „Mia san Mia“ und „Super Bayern , super Bayern, hey, hey!“ skandiert.
Im vergangenen Jahr kam es im Rahmen der Club WM zu einem großen Fanevent in Gerd Müllers früherer Gaststätte in den USA – dieses Jahr lud der FC Bayern auf seiner „Audi Summer Tour“ am anderen Ende der Welt ein. „Solche Veranstaltungen sind ein wunderbares Beispiel, wie unser ,Mia san Mia‘ überall auf der Welt gelebt wird. Der FC Bayern steht für Zusammenhalt über Grenzen hinweg und eine Leidenschaft, die Menschen überall rund um den Globus verbindet“, sagte Hainer bei seiner Begrüßungsrede. „Wir freuen uns, heute hier zu sein.“ Am Rande gab es auch die Möglichkeit, Selfies mit der Meisterschale und dem DFB-Pokal zu machen – vor der beispiellosen Kulisse der Skyline der Metropole inklusive des Kai Tak Stadions als Blickfang.

Es kamen Fans aus unterschiedlichsten Regionen zusammen, von Hongkong, China, über Japan, Südkorea, Thailand, Singapur bis nach Taiwan und natürlich auch aus Deutschland. Das Event versammelte Repräsentanten von 56 verschiedenen Fanclubs, zudem waren auch Mitglieder des Vereins anwesend. Der FC Bayern Fanclub Hongkong ist 2014 gegründet worden und zählt inzwischen über 300 Anhänger. Insgesamt hat der Deutsche Meister in Asien rund 80 Fanclubs mit mehr als 9.500 Mitgliedern.
Hainer erläuterte, dass die 10. „Audi Summer Tour“ für den langfristigen, nachhaltigen, authentischen Internationalisierungskurs des FC Bayern stehe – und für den Anspruch, im Sinne der „10“ im Fußball Impulse zu geben, miteinander zu verbinden und etwas zu bewegen. „Erfolg heißt für uns nicht nur Reichweite und Umsatz, sondern vor allem: mehr Nähe zu unseren Fans und dauerhaft stärkere Beziehungen“, so der Präsident. Zudem sei es dem Verein wichtig, „immer die Balance zu halten, das charakterisiert den FC Bayern seit jeher: Unser Verein ist in München und Bayern zuhause, und gleichzeitig mit weit über 432.000 Mitgliedern weltweit präsent. Der FC Bayern will für Fans rund um den Globus erlebbar sein – vom Tegernsee wie vergangene Woche genauso wie jetzt in Asien.“ Auch das Frauen-Team sei zuletzt eine Woche im Rahmen der „Allianz Women Tour“ in Japan unterwegs gewesen, berichtete der Präsident: „Das ist ein wichtiges Zeichen für den Anspruch, mit allen Teams Menschen weltweit zu erreichen.“

Mit Blick auf die Geschichte von Hongkong verknüpfte Hainer in seiner Ansprache die Geschichte der Metropole mit der des FC Bayern: Einst prägten die berühmten Dschunken das Bild vom Hafen Hongkongs – mit ihren Segeln in den Farben der Stadt, die auch die Farbe des FC Bayern ist: Rot. „Das ist ein schönes Symbol“, meinte der FCB-Präsident: „Auch der FC Bayern ist immer auf dem Weg zu neuen Ufern – und das immer gemeinsam mit seinen Fans. Immer vorwärts, FC Bayern!“ Wenn die Fans im Stadion die Farben ihres Vereins tragen, so Hainer, „sind Herkunft, Sprache oder Religion nicht wichtig – dann zählt nur eines: Wir.“ Das Vereinscredo „Mia san Mia“ sei mehr als ein Spruch: „Es ist ein Versprechen: Dass wir füreinander einstehen.“
Bereits auf der ersten Station der diesjährigen „Audi Summer Tour“ auf Jeju in Südkorea hatte der FC Bayern ein Fanevent organisiert: Die beiden Legenden Giovane Elber und Roy Makaay hatten sich vor dem World Cup Stadion der Insel ausführlich Zeit für Selfies und Autogramme genommen. Über 150 Fans kamen, um die ehemaligen Weltklassestürmer zu treffen, auch Motive mit Berni sowie Meisterschale und DFB-Pokal waren gefragt. Die Fans waren extra aus ganz Südkorea, China und Hongkong, Taiwan, Vietnam sowie Japan angereist. Vom FCB-Partner Doppelherz gab es für alle Gäste am Ende ein Erinnerungsgeschenk, dazu einen Wimpel des FC Bayern. Eine japanische Delegation aus Kumamoto konnte wegen des Erdbebens nicht dabei sein, sie bekommen ihre Geschenke dennoch zugesandt.
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