
Zeichen für Münchner Olympia-Kandidatur
Sa | 19.09.2026 | 13:55
Herbert Hainer: „Weltsportstadt mit Herz“
Der FC Bayern hat am Freitagabend ein weiteres sichtbares Zeichen seiner Unterstützung für die Münchner Ausrichtung um Olympische wie Paralympische Spiele ausgesendet: Nach dem Heimspiel gegen Union Berlin ließ der Deutsche Meister seine Allianz Arena in den Farben der Bewerbung des Deutschen Olympischen Sportbundes – Schwarz, Grün, Rot, Blau und Gelb – erstrahlen. Am kommenden Samstag zählt Präsident Herbert Hainer zur Münchner Delegation in Baden-Baden, wo entschieden wird, mit welchem nationalen Standort Deutschland ins Rennen um die Austragung des Großereignisses geht.
Olympische und Paralympische Spiele seien „immer Veranstaltungen der Begegnung, der gemeinsamen Leidenschaft, über Grenzen hinweg. Daher haben sie eine besondere Kraftauswirkung auf unsere Gesellschaft“, erläutert Hainer die Gründe, warum sich der FC Bayern engagiert. München habe eine internationale Strahlkraft, die ihresgleichen suche, und die Tatsache, dass es für 2028 bereits zum dritten Mal den Zuschlag für das Champions League-Finale gab sowie 2031 die Leichtathletik-WM in der Isarmetropole stattfindet, zeige, „dass die Welt weiß, dass unsere Stadt großen Sport kann: Wir sind der festen Überzeugung, dass München nachhaltige Spiele ausrichten wird, die weit über ein paar Wochen Sport in der Stadt hinausgehen. München beweist immer wieder, dass es nicht nur eine Weltstadt mit Herz ist, sondern eine Weltsportstadt mit Herz.“ Mit der Arena-Beleuchtung wollte der Club einmal mehr unterstreichen, „dass München eine einzigartige Strahlkraft hat. Wenn diese Fassade leuchtet, leuchtet unsere ganze Identität als Verein – und wir beleuchten auch Werte, für die der FC Bayern steht.“

Olympische wie Paralympische Spiele vermitteln Fairness und Respekt, so Hainer: „Die Sportlerinnen und Sportler zeigen, wie wichtig ein respektvoller und fairer Umgang ist – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Behinderung.“ Die Spiele würden zudem für Leistung und Disziplin stehen, „ihre Erfolge machen unter anderem Kindern deutlich, wie Ziele durch Training und konsequente Arbeit erreicht werden. Sie vermitteln auch Inklusion und Gleichberechtigung: Besonders der paralympische Sport macht Menschen Mut, dass sie aktiv am Leben teilhaben können. Sport zeigt generell, dass Zusammenarbeit, gegenseitige Unterstützung und Zusammenhalt entscheidend für Teamfähigkeit sind.“
Neben der bayerischen Landeshauptstadt haben sich Berlin und die Region KölnRheinRuhr um die Austragung der Spiele beworben. Als Metropole mit langjähriger Sporttradition, bereits bestehenden Sportstätten und einer hervorragenden Infrastruktur ist München ein optimaler Standort für ein nachhaltiges Sportgroßereignis. Viele der Anlagen, die für Olympia 1972 errichtet wurden, werden auch heute noch genutzt. Zudem würden bei einer möglichen Ausrichtung die modernen Spielstätten des FC Bayern wie die Allianz Arena, der BMW Park und der SAP Garden als Austragungsorte dienen. Wie groß der Rückhalt für die Bewerbung in der sportbegeisterten Bevölkerung ist, hat letztes Jahr das Referendum über die Spiele gezeigt - mit historischen 66,4 Prozent JA-Stimmen bei einer Rekord-Wahlbeteiligung von 42 Prozent.
Schon in der Vergangenheit hat sich der Rekordmeister für die Bewerbung im Herzen Bayerns stark gemacht. Beim Bundesliga-Topspiel gegen Borussia Dortmund im vergangenen Oktober plädierten Hainer und Vorstandschef Jan-Christian Dreesen unter dem Motto „Vereint für München – OlympiJA!“ gemeinsam mit Politikern und Olympioniken für den Standort München. Zudem gab es auch bei den Spielen der FC Bayern Frauen sowie der FC Bayern Basketballer entsprechende Aktionen. In den sozialen Netzwerken sowie Videokampagnen unterstützen bekannte Gesichter des FCB wie Uli Hoeneß, Manuel Neuer, Lena Oberdorf oder Andi Obst die Bewerbung der bayerischen Landeshauptstadt.
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