Blick auf den alten Hafen von Stavanger
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Bayern-Fan aus Norwegen erklärt

Das müsst Ihr über Euren Trip nach Stavanger wissen

Der Fanclub Bayern München Norge verbindet Anhänger des deutschen Rekordmeisters in einem großen, dünn besiedelten Land. Vizepräsident Morten Guldberg spricht über die Entstehung des Fanclubs, gemeinsame Abende vor der Liveübertragung der Bayernspiele und die besondere Vorfreude auf das Champions League-Duell des FC Bayern in Stavanger. Zudem liefert er jede Menge Geheimtipps für Stavanger von Bayernfans für Bayernfans – fcbayern.com hat sie für Euch zusammengetragen:

Der FC Bayern kommt erstmals nach Stavanger

Die Reise nach Norwegen führt alle Bayernfans in ein großes, dünn besiedeltes Land mit weiten Wegen – doch auch hier gibt es natürlich eine organisierte Bayern-Fangemeinschaft. Und die freut sich ganz besonders darauf, ihren Herzensclub nun vor der eigenen Haustür erleben zu können. „Ich bin glücklich, dass ich zu den ungefähr zehn Mitgliedern des Fanclubs gehöre, die eine Eintrittskarte für das Spiel ergattern konnten“, freut sich Morten Guldberg, Vizepräsident des Fanclubs Bayern München Norge. Gemeinsam mit seinen Fanclub-Kollegen möchte er den FC Bayern in Stavanger unterstützen und zugleich die aus Deutschland anreisenden Gleichgesinnten mit Geheimtipps willkommen heißen – von den schönsten Ecken der Stadt über spannende Sehenswürdigkeiten bis hin zur besonderen Fußballatmosphäre rund um das Spiel. „Die Bayern-Community in Norwegen ist ziemlich weit über unser Land verstreut“, erzählt Guldberg. In Oslo und in Bergen gibt es gemeinsame Fußballabende, bei denen die Partien des FC Bayern live am Fernseher verfolgt werden.

Seit 2008 gemeinsam für den FC Bayern

Der Fanclub Norwegen 2026 in Oslo
Bayern München Norge 2026 in Oslo. | © Fanclub Norwegen

Gegründet wurde der Fanclub im Jahr 2008 und hat rund 100 Mitglieder. Seit knapp 15 Jahren besteht zudem eine enge Partnerschaft mit einer Bar in Oslo, für jedes Bayern-Spiel werden Plätze freigehalten und Live-Übertragungen organisiert. „Das ist eine großartige Beziehung“, erklärt Guldberg. „Wenn Bayern spielt, weiß jeder, wohin man gehen kann.“

Dass sich die Bayern-Fans in Norwegen besonders schnell miteinander verbunden fühlen, liegt für Guldberg auch an ihrer vergleichsweise geringen Zahl. Während englische Vereine in Norwegen traditionell sehr viele Anhänger haben, ist die Unterstützung für den FC Bayern eher eine Nische. Und doch laufen Fans mit Trikots von Müller, Neuer, Kimmich oder Kane durch die Straßen: „Wenn du einen anderen Bayern-Fan triffst, ist es sehr leicht, schnell gute Freunde zu werden.“

Von der Weltmeisterschaft zum FC Bayern

Seine eigene Bayern-Geschichte begann für Morten Guldberg bei der Weltmeisterschaft 1986. Als Siebenjähriger sammelte er Panini-Bilder und entschied sich wegen der Schönheit der Trikots für die deutsche Nationalmannschaft. Als Guldberg später begann, sich für Vereinsfußball zu interessieren, war die Wahl für ihn naheliegend: Viele Spieler der deutschen Nationalmannschaft standen beim FC Bayern unter Vertrag. „Bayern war für mich die natürliche Wahl“, erzählt er. Nun kommt sein Herzensclub in sein Heimatland – für den Norweger ein Glücksfall.

Grafik, die darstellt, wo die Orte in Stavanger zu erreichen sind | © FC Bayern

„Es ist schwer, das in Worte zu fassen“, sagt Guldberg. „Wir haben uns seit 2008 darüber unterhalten, wie cool es wäre, wenn ein norwegisches Team die Champions League erreicht und dann auf Bayern trifft. Und dann wurden beide Mannschaften in diesem Jahr in den Wettbewerb gelost.“ Besonders macht die Partie auch der Fußballstandort selbst. Viking Stavanger verfügt über eine leidenschaftliche Anhängerschaft, Fußball ist ein wichtiger Teil der lokalen Identität. Für die Stadt und den Verein ist das Duell mit dem FC Bayern deshalb ein großes Ereignis: „Mein Rat an die Bayern-Fans, die nach Stavanger reisen, ist, vor dem Weg zum Stadion etwas Zeit im Stadtzentrum zu verbringen, die lokale Atmosphäre zu genießen und die Gelegenheit zu nutzen, norwegische Fußballfans kennenzulernen“, sagt Guldberg. „Es sollte für beide Clubs ein unvergesslicher Europapokalabend werden.“

Als Auswärtsfan Stavanger entdecken

Stavanger lässt sich im Vorfeld des Spiels gut zu Fuß erkunden. Ein besonderer Blickfang ist Gamle Stavanger, die historische Altstadt. Zwischen kopfsteingepflasterten Straßen stehen traditionelle weiße Holzhäuser – eine der malerischsten Ecken der Stadt und nur wenige Schritte vom Hafen entfernt. Wer mehr über die Stadt und ihre Entwicklung erfahren möchte, findet im Norwegischen Ölmuseum spannende Einblicke in die Offshore-Industrie. Stavanger gilt als norwegische Ölhauptstadt, das Museum liegt zentral am Wasser. 

Ein beliebtes Fotomotiv sind außerdem die Sverd i fjell – drei riesige Schwerter am Hafrsfjord. Das Denkmal erinnert an die Einigung Norwegens. Für den Besuch ist allerdings ein Transportmittel vom Stadtzentrum aus empfehlenswert. Direkt im Zentrum laden der Hafenbereich Vågen und die farbenfrohe Straße Øvre Holmegate, auch Fargegaten genannt, zum Spaziergang, Essen oder auf ein Getränk vor dem Spiel ein.

Hier kann man das Spiel Viking gegen FC Bayern sehen, wenn man keine Tickets hat

Wer nach Stavanger reist und keine Tickets für die Begegnung zwischen Viking und dem FC Bayern besitzt, der kann im „Old irish pub“ in der Nedre Holmegt. 12-20 die Begegnung mit anderen Bayernfans gucken. Auch Mitglieder von Bayern München Norge werden vor Ort sein und freuen sich aufs Kennenlernen!

Guldberg selbst war bislang dreimal bei Spielen in München. Sein erster Besuch ist ihm besonders in Erinnerung geblieben: Das 9:2 gegen den Hamburger SV. „Ich durfte bei meinem ersten Spiel in München etwas Historisches erleben“, erzählt er. Noch emotionaler waren für ihn die Champions League-Triumphzüge 2013 und 2020.

Seine Verbundenheit zum FC Bayern speist sich für Guldberg nicht allein aus den sportlichen Erfolgen. Auch die Stadt München und die bayerische Kultur gehören für ihn dazu: die Architektur, die Geschichte, die Lederhosen und das Oktoberfest – „ich liebe alles an München“. Darüber hinaus schätzt er die wirtschaftliche und sportliche Eigenständigkeit des Clubs. „Ich mag den FC Bayern als ehrlichen Verein“, sagt Guldberg. „Der Club nimmt keine Kredite auf, nur um die teuersten Spieler zu verpflichten, wenn das wirtschaftlich nicht verantwortungsvoll wäre. Das Geld, das ausgegeben wird, wurde selbst erwirtschaftet.“

Für den Fanclub Bayern München Norge ist der FC Bayern damit weit mehr als ein Fußballverein. Er ist ein gemeinsamer Bezugspunkt in einem Land, in dem die Anhänger weit auseinanderleben – und zugleich der Grund dafür, dass aus einzelnen Fans eine eng verbundene Gemeinschaft geworden ist.

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