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Supercup gegen Dortmund

„Voll motiviert“ ins erste Pflichtspiel

Beim Blick auf die Säbener Straße am Freitag wurde sofort deutlich, dass es wieder ernst wird. Erstmals im Fußballjahr 2017/18 ließ Carlo Ancelotti die Vorhänge rund um den Platz zuziehen. Die Vorbereitung auf den Supercup am Samstag gegen den BVB (ab 20:30 Uhr im Liveticker) soll nicht gestört werden. Als Deutscher Meister reist der FC Bayern zum Pokalsieger nach Dortmund, um den ersten Titel der Saison auszuspielen.

„Wir sind sehr motiviert für das erste offizielle Spiel der Saison. Es ist ein Finale“, so der Italiener. Obwohl die Vorbereitung ergebnistechnisch bisher nicht optimal verlief, ist der 58-Jährige voller Zuversicht vor diesem Kracher: „Die Mannschaft ist bereit für den Supercup!“ Dennoch sind Ancelotti die Probleme der letzten Partien bewusst.

Balance muss stimmen

„Wir wissen, dass wir aktuell nicht in der besten physischen Verfassung sind, aber Fußball ist nicht nur Physis. Zum Fußball gehört auch Taktik, Strategie, Erfahrung, Persönlichkeit und Motivation. Ich habe vollstes Vertrauen, dass wir diese Qualitäten zeigen werden“, erklärte der Cheftrainer, dem eines besonders wichtig ist.

„Eine gute Balance ist das Rezept für den Erfolg und ich bin sicher, sie wird gegen Dortmund besser sein. Dieses Problem müssen wir gemeinsam lösen“, verlangte der Routinier. Dabei muss er jedoch auf einige Stammkräfte verzichten. Arjen Robben, Jérôme Boateng, David Alaba, Manuel Neuer, Thiago, James Rodriguez und Juan Bernat werden verletzungsbedingt fehlen.

Mit Intelligenz zum Titel

Doch auch davon lässt sich Ancelotti nicht beirren: „Wir können diese Spieler ersetzen und auch ohne sie spielen und gewinnen.“ Der Italiener fordert von seiner Mannschaft ein „intelligentes Spiel“, denn es geht gegen „ein starkes Team mit einem neuen Trainer. Vielleicht spielen sie jetzt mit einer anderen Strategie“.

Was diese Strategie betrifft ließ sich Peter Bosz noch nicht in die Karten schauen, nur seine Vorfreude auf das erste Pflichtspiel konnte er nicht verstecken. „Ich freue mich darauf. Dass es gleich gegen die Bayern geht, macht es noch interessanter“, erklärte der 53 Jahre alte Niederländer, der auf André Schürrle verzichten muss. Die Fans blicken diesem ersten Auftritt gespannt entgegen und werden dabei eine besondere Neuheit erleben.

Zum ersten Mal im deutschen Profifußball wird bei einem Pflichtspiel der Video-Assistent im Einsatz sein. Sonst bleibt beim Supercup aber alles beim Alten. Sollte es nach 90 Minuten keinen Sieger geben, geht es direkt ins Elfmeterschießen, um den Titelträger zu ermitteln. Und dieser soll wie im letzten Jahr FC Bayern München heißen.

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