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Spitzenspiel bei Borussia Dortmund

Bayern „positiv vor deutschem Klassiker“

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Der „deutsche Klassiker“, ein „Prestigeduell“ – aus Niko Kovac‘ Umschreibungen für das Gastspiel bei Borussia Dortmund am Samstagabend konnte man seine Vorfreude auf das Bundesliga-Topspiel des 11. Spieltags heraushören (ab 18:30 Uhr im Liveticker und im Webradio auf fcbayern.com). Die Bayern reisen als Tabellendritter mit vier Punkten Rückstand zum in dieser Spielzeit zu Hause noch unbesiegten Spitzenreiter. „Wir sind momentan diejenigen, die Dortmund jagen müssen“, gab der 47-Jährige die Richtung für die Partie vor.

Druck verspürt Kovac aufgrund der aktuellen Tabellenkonstellation aber keinen. „Wir werden das Spiel genießen“, kündigte der Trainer an, der „positiv denkt“ und davon ausgeht, dass seine Mannschaft „ein gutes Spiel zeigen und punkten“ wird. Dass dies jedoch keine einfache Aufgabe wird, dessen war sich Kovac bewusst. „Der BVB hat im Moment sehr viele Stärken und wenige Schwächen“, beschrieb der Übungsleiter den Gegner – und wenn, müsse man letztere „mit der Lupe suchen“.

Beidseitiger Respekt

„Momentan ist Dortmund vielleicht der etwas größere Favorit“, beschrieb Robert Lewandowski die Rollenverteilung, hoffte aber auch, dass nach dem Spiel „der Abstand in der Tabelle etwas geringer“ sein wird. Der Pole hatte sich unter der Woche mit seinem Doppelpack beim 2:0 gegen AEK Athen in der Königsklasse in Torlaune gezeigt und will nun in Dortmund daran anknüpfen: „Wir haben in der Champions League den ersten wichtigen Schritt gemacht, jetzt müssen wir gegen Dortmund den Zweiten machen.“

Sein Trainer erwartet daher auch, dass bei dem Spiel „beide Mannschaften voreinander Respekt haben“. Der Gegner wisse auch, dass „wir eine gute Mannschaft haben“, erklärte Kovac. Demensprechend erwartet Manuel Neuer ein „Duell auf Augenhöhe“ und gab die Marschroute vor, dass seine Bayern „alles geben, damit wir gewinnen“. Dabei müssen die Münchner in Dortmund aber neben den Langzeitverletzten Corentin Tolisso, Kingsley Coman und Thiago auch auf den weiter angeschlagenen Arjen Robben (Knieprobleme) verzichten.

Dortmund gibt sich selbstbewusst

Bei Dortmund will man sich derweil nicht von der aktuellen Tabellensituation blenden lassen: „Bayern bleibt Bayern“, sagte BVB-Coach Lucien Favre und ergänzte: „Von Abwehr bis Angriff verfügen sie über eine große Erfahrung.“ Für Samstag forderte der Schweizer daher eine „Top-Leistung“ seines Teams, muss dabei aber auf Marcel Schmelzer (Knieverletzung) verzichten. Ob der zuletzt angeschlagene Stammkeeper Roman Bürki (Oberschenkelprellung) sowie Abwehrspieler Abdou Diallo (Adduktorenzerrung) wieder rechtzeitig fit werden, ist zudem noch fraglich.

Die Schwarzgelben mussten zuletzt nach 15 Pflichtspielen ohne Niederlage beim 0:2 bei Atlético Madrid in der Champions League die erste Niederlage unter dem neuen Trainer hinnehmen. Nach dem ersten Rückschlag in dieser Spielzeit zeigen sich die Dortmunder aber nicht verunsichert: „Ich glaube nicht, dass es bei uns einen Knacks gibt“, sagte Innenverteidiger Manuel Akanji und fügte selbstbewusst hinzu: „In der Bundesliga sind wir noch ungeschlagen, das wollen wir natürlich so beibehalten.“

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