Hainer und Rummenigge gratulieren Frauen zu starker Leistung

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Es war ein harter Kampf, der am Ende leider unbelohnt blieb. Mit einer 1:2-Niederlage gegen den Titelverteidiger und auch diesjährigen Favoriten Olympique Lyon endete die UWCL-Reise der FC Bayern Frauen im Viertelfinale. Die Spielerinnen von FCB-Frauen-Trainer Jens Scheuer durften auf ihre gezeigte Leistung mehr als stolz sein. Natürlich stand im ersten Moment aber die Enttäuschung über das Turnieraus im Vordergrund. Die wichtigsten Aussagen nach der Partie zum Nachlesen:

Die Stimmen zum Spiel

Herbert Hainer: „Es war ein großartiges Spiel und ein toller Kampf unserer Frauen gegen Olympique Lyon. Wir sind insgesamt sehr stolz auf die Saisonleistung unseres Teams. Auch unsere Frauenfußballerinnen haben sich von der Corona-bedingten Unterbrechung nicht aus der Bahn werfen lassen und mit der erneuten Qualifikation für die nächste Champions League wieder ihr Saisonziel erreicht. Für die Zukunft sind wir bestens aufgestellt. Unser erklärtes Ziel ist es, in Deutschland die Nummer 1 zu werden und uns in Europa weiter in der Spitzengruppe zu etablieren. Dafür haben wir alle Voraussetzungen."

Karl-Heinz Rummenigge: „Unsere Frauen-Mannschaft kann nach dem knappen 1:2 gegen Olympique Lyon stolz auf sich sein. Gegen einen Gegner, der zuletzt vier Mal in Serie die Champions League gewonnen hat, ist ein Ausscheiden nicht überraschend, und das Team von Jens Scheuer hat das Ergebnis bis zum Abpfiff offengehalten. Ein großes Kompliment, an dieser Mannschaft werden wir und unsere Fans noch viel Freude haben."

Jens Scheuer (Cheftrainer): „Mein Ziel ist es, irgendwann mit der Mannschaft diesen Pokal zu gewinnen. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, aber sind im Vergleich zu Lyon noch eine sehr junge Mannschaft. Es ist nicht einfach, die UWCL zu gewinnen, es gibt starke Konkurrenz. Wir haben gezeigt, dass wir sehr guten Fußball spielen. Die europäische Spitze hat nicht damit gerechnet, dass wir heute so ein gutes Spiel abliefern - außer mein Team und ich. Wir wissen, wie gut wir sind. Wir hatten gute Chancen und haben sie aber nicht genutzt, das macht in solchen Spielen dann eben den Unterschied. Daran werden wir arbeiten. Ich bin zuversichtlich, dass wir noch viel Freude an dieser Mannschaft haben werden."

Marina Hegering (Abwehr): „Wir sind natürlich total enttäuscht, weil unsere Leistung richtig gut war. Es war ausgeglichen und wir hatten unsere Möglichkeiten. Ehrlich gesagt hatte Lyon eine Chance und den Freistoß. Das ist natürlich bitter. Wir haben ein starkes Spiel gemacht, das können wir jetzt gut in die neue Saison mitreinnehmen."

Kristin Demann (Abwehr): „Wir können stolz auf unsere Leistung sein. Wir sind als Underdog in die Partie gegangen und konnten sie sehr ausgeglichen gestalten. Lyon ist eine sehr abgezockte Mannschaft, die aus wenigen Möglichkeiten dann zwei Tore macht. Wir sind nah dran an der Weltspitze - das ist ein guter Grundstein für die Zukunft. Jetzt werden wir an unserer Effizienz arbeiten."

Carolin Simon (Abwehr): „Schlussendlich bin ich nicht zufrieden, weil wir nicht gewonnen haben. Der Anschlusstreffer hat uns nochmal einen ordentlichen Schub gegeben. Danach sind wir sehr dominant aufgetreten und haben nochmal alles reingeworfen. Leider haben wir uns dann nicht mehr belohnen können. Wir sind jetzt erstmal sehr erschöpft und enttäuscht. Wir waren echt dicht vor dem Ausgleich. Der Auftritt sollte uns Mut für die Zukunft geben. Wir haben heute nochmal einen Schritt nach vorne gemacht und konnten Erfahrungen sammeln. Wir haben gegen eine der besten Mannschaften der Welt gespielt. Wir nehmen jetzt das Positive mit und freuen uns, dass es jetzt mit der neuen Saison losgeht."

Jean-Luc Vasseur (Lyon-Trainer): „Nun, es ist ein Viertelfinale. Also ist es klar, dass es viel Intensität gibt. Die Bayern waren nicht zufällig dort. Es handelt sich hier um ein Champions-League-Spiel gegen den Zweiten aus Deutschland. Das sind Spiele auf hohem Niveau. Wir haben gegen eine Mannschaft gespielt, die sehr gut vorbereitet war. Sie haben viel Intensität an den Tag gelegt und auf alle Details geachtet. Und so ein K.o.- und Geisterspiel ist von den Umständen her ja auch etwas Spezielles. Wir haben heute aber gut mit der starken deutschen Mentalität mitgehalten."

Ein Überblick über die komplette Partie bekommt ihr nochmal in unserem Spielbericht: