Grafik Klara Bühl
© FC Bayern

Säbener 51

Aufwärmen mit: Klara Bühl 

Zwischen Dirndl, Champions League und Bergluft: In der September-Ausgabe des Mitgliedermagazins „51“ spricht Klara Bühl über ihre ersten Wiesn-Erfahrungen, die besondere Atmosphäre im neuen Zuhause Unterhaching und mögliche Traumgegner in Europa. Außerdem verrät die Münchnerin, gegen welche Mannschaft sie in der Champions League am liebsten spielen würde – und wo sie abseits des grünen Rasens neue Energie tankt.

Klara, im September kollidieren zwei Münchner Hochämter: die Wiesn und der Champions League-Start. Du kommst aus dem Schwarzwald – wann hast du zum ersten Mal ein Dirndl getragen? 
Klara Bühl: „Bei mir zu Hause in Münstertal, wo ich aufgewachsen bin, gibt es auch ein kleines Oktoberfest – aber Dirndl habe ich tatsächlich zum ersten Mal 2020 getragen, nachdem ich meinen Vertrag bei Bayern unterschrieben hatte.“

Wie viele Dirndl hängen inzwischen in deinem Kleiderschrank? 
„Drei. Zwei haben wir von Bayern bekommen, eins habe ich mir privat gekauft.“

Klara Bühl mit einem Lebkuchenherz auf der Wiesn.
Klara Bühl freut sich bereits auf die kommenden Besuche auf dem Münchner Oktoberfest. | © FC Bayern

Der Wiesn-Besuch der Mannschaft ist ein Pflichttermin. Erzähl uns bitte mal eine Szene aus den letzten Jahren, die dir besonders im Gedächtnis geblieben ist. 
„Ich finde es immer wieder lustig, wenn unsere Neuzugänge das erste Mal auf dem Oktoberfest sind. Wenn die Kapelle „Ein Prosit der Gemütlichkeit“ spielt und das ganze Zelt miteinander anstößt, wissen sie erst mal gar nicht, was abgeht. Da muss ich immer sehr lachen. Wenig später kennen sie die Abläufe dann aber schon ganz genau und singen laut mit.“

Die Männer spielen am 18. September gegen Union Berlin, 14 Stunden vor dem Anstich – und haben dann kein einziges Spiel mehr, bis die Wiesn vorbei ist. Ihr habt in denselben 16 Tagen fünf Partien. Wer hat es besser erwischt? 
(lacht) „Die Männer müssen ja zur Nationalmannschaft, wir dagegen bleiben in München. Klar steht der Fußball auch bei uns an oberster Stelle. Trotzdem hoffe ich, wenigstens ein-, zweimal gemütlich übers Oktoberfest spazieren zu können.“

Arianna Caruso, Klara Bühl und Co. jubeln während des Google Pixel Supercup zwischen dem FC Bayern und dem VfL Wolfsburg
Gelungener Start in die neue Saison: Im Zuge des Supecups gegen den VfL Wolfsburg trug sich Klara Bühl gleich doppelt in die Torschützinnenliste ein. | © Imago

Ganz ehrlich: Wenn du wählen könntest zwischen fünf Pflichtspielen und 16 freien Tagen im September – wofür entscheidest du dich? 
„Ich würde definitiv die Spiele nehmen. Wir bereiten uns so lange auf die Saison vor – und wenn es endlich wieder losgeht, will ich einfach nur spielen.“

Am 9. August habt ihr euer erstes Spiel im Sportpark Unterhaching bestritten, ein Test gegen Paris FC. Wie hast du euer neues Zuhause erlebt? 
„Sehr positiv. Das Stadion hat die perfekte Größe für den Frauenfußball. Bei unserem Spiel gegen Paris waren 6.000 Fans dort – und schon das hat wie viel mehr gewirkt. Die Atmosphäre war richtig schön. Ich glaube, dass wir uns auf jedes Spiel dort sehr freuen können. Haching kann wirklich ein Zuhause für uns werden.“

Die FC Bayern Frauen bejubeln ein Tor in Berlin.
Zählt zu den tragenden Stützen im Kader der FC Bayern Frauen: Klara Bühl. | © FC Bayern / Eva Dippold

Am 4. September wird in Nyon die Champions League ausgelost. Wenn du dir einen Gegner wünschen dürftest: wen? 
„Manchester City oder Real Madrid fände ich mal sehr spannend. Bei City spielt Sydney Lohmann, mit der ich eng befreundet bin. Und gegen Real habe ich noch nie in einem Pflichtspiel gespielt. Außerdem gibt es da mit Sara Däbritz auch eine alte Bekannte.“

Laut dem Branchenportal „Soccerdonna“ bist du mit einem Marktwert von 1,65 Millionen Euro eine der wertvollsten Spielerinnen der Welt. Wer hat dir die Nachricht als Erster geschickt, und was stand drin? 
„Ich habe es tatsächlich zuerst selbst auf Instagram gesehen. Die Erste, die mir geschrieben hat, war dann Sydney Lohmann. Sie hat mir die Meldung weitergeleitet und so was geschrieben wie: Boah, stark! Ich selbst war natürlich überrascht. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Das Ranking ist ein Ausdruck großer Wertschätzung und ich kann gleichzeitig gut einordnen, was dahintersteckt.“

Am 5. Oktober ist die Wiesn vorbei, die Zelte werden abgebaut, ihr habt fünf Spiele hinter euch. Was machst du an diesem Montag? 
„Wenn ich da noch nicht zur Nationalmannschaft muss, kann ich mir gut vorstellen, in die Berge zu fahren. Und dort vielleicht auch noch in einen See zu springen. In den Bergen kann ich immer richtig Energie tanken. Im Sommerurlaub war ich in den Dolomiten, oben auf dem Piz Boè auf über 3.000 Metern Höhe. Und sollte das Wetter nicht mitspielen, gehe ich einfach in ein Café um die Ecke. Das mag ich auch sehr.“

Das Interview ist in der September-Ausgabe des FC Bayern-Magazin erschienen:

Lena Oberdorf & Giulia Gwinn feierten gegen Mainz ihre Comebacks: 

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